10 Erkenntnisse zum Blogger-Barcamp #BlogstBC14

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Ich liebe Barcamps! Auf dem Tweetcamp im letzten Jahr „barcamp-entjungfert“, bin ich ein Fan dieser Veranstaltungsform geworden.  Ich finde, es gibt keine effektivere und schönere Form sich zu informieren, zu lernen, zu netzwerken, inspirieren zu lassen und Spaß zu haben.blogst_barcamp2Blogst rief zu einem Barcamp in Köln auf und viele Bloggerinnen folgten (Ok, es gab auch drei „Herrenquoten“). Die Geschlechterverteilung ist vermutlich darin begründet, dass die Organistaorinnen Ricarda und Clara sich mit ihren eigenen Blogs primär in den Bereichen Wohnen, DIY und Food bewegen und hier mehr Frauen „am Werk sind.“ Rund 90 Teilnehmer sorgten allerdings für eine pralle Vielfalt in den Sessions. Da gab es eine Menge zum Thema Bloggen und Barcamp mitzunehmen:

1. Erkenntnis: Nachrücken auf der Teilnehmerliste funktioniert

blogst_barcamp1Die Tickets für das Kölner Blogst BarCamp (Hamburg folgt noch am 24.Mai) waren schneller weg, als ich eines ergattern konnte. Sehr schade fand ich. Um so glücklicher war ich, als ich von Judith von inandouteating.de noch als Nachrückerin ein begehrtes Barcampticket kurzfristig erhalten konnte.
Wer also bei einem begehrtem Barcamp bei dem Ticketverkauf nicht zum Zuge kam, der sollte sich bei den Organisatoren melden. Manchmal werden je nach Barcamp auch eigens Tickettauschlisten angelegt. Mit etwas Glück kommt man so doch an eine Teilnahme.

2. Erkenntnis: Sessionplanung eines Barcamps ist immer überraschend

agenda_blogst_barcampVor dem Barcamp hat man im Kopf, was man gern erfahren möchte, worüber man sich austauschen mag oder welche Session man selbst gern halten möchte. Der Fokus vom gestrigem Barcamp lag eindeutig beim Thema Bloggen. Doch waren die Session sehr vielschichtig und für mich gar unerwartet: Von Sketchnotes, über Stil-Fotografie, Bloggen & Recht, Sicherheitsthemen bei WordPress, Zeitmanagement, iPhone-Fotografie, Photoshop-Schnelllehrgang, über DIY-Themen wie Quastenbasteln und Gestalten mit Tapetentrends bis hin zu interessanten Bloggerspeeddatings und Diskussionen zu einem übergreifenden Bloggerkodex. Das Problem bei jedem Barcamp ist allerdings: Das Entscheiden fällt schwer, da alle Sessions parallel laufen. Man kann halt nie genug bekommen ;-)

3. Erkenntnis: Sketchnotes helfen beim Bloggen, oder: Ich kann malen! 

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Zugeben, nicht schön aber selten ist meine Malkunst. Tanja alias Frau Hölle aus Kölle und paperscreen haben zum Sketchattack aufgerufen. Sketchnotes sind skizzierte Notizen und vielseitig verwendbar. Ob ein Kochrezept, Mitschriften in einem Meeting oder Ideen zu einem Blogpost: Mit Sketchnotes lassen sich Gedanken und Impressionen visualisieren. Ich war skeptisch, doch Frau Hölle sieht das anders: „Zeichnen kann jeder!“ – Ist nur die Frage wie, dachte ich mir. Aber ein Wunder, es funktionierte. Unter Anleitung lernten wir die Basis von Sketchnoting im Schnellprogramm. Striche, Punkte, Kreise… und mit dem richtigen „Gewusst-wie“ ergaben sich daraus tolle Sketchnotes. Auf Storify habe ich dazu ein paar Instagram-Impressionen gesammelt. Sketchnotes eignen sich auch prima zu Überlegungen zum Storytelling von Blogposts oder Sammeln von Reisenotizen. Ich bin als untalentierte Zeichnerin nun angefixt und will unbedingt einen Workshop dazu besuchen (hoffe, Frau Hölle liest das hier ;-))

4. Erkenntnis: Mit wenigen Klicks zu einem sichereren Blog

blogst_barcamp9Daniela von Seiten-Wechsel und Cozy and Cuddly berichtete in ihrer Session zum Thema WordPress und Sicherheit. „Klasse statt Masse!“, rät sie bei der Verwendung von Plugins und hat dazu auch gebloggt. Updates sind wichtig und diese sollten auch gemacht werden, um Sicherheitslücken zu schließen. Ebenso sollte man aus Sicherheitsgründen nicht immer mit seinem Adminaccount überall online gehen. Ein Autorenzugang zusätzlich einrichten und mit weniger Rechten reicht durchaus zum Bloggen oft aus und minimiert das Sicherheitsrisiko. Daniela empfahl uns auch Plugins besser auch direkt von WordPress und nicht von anderen Seiten zu laden. Zum Schluss der Session sprachen wir über das Plugin Better WP Security.

5. Erkenntnis: Wer braucht schon eine Spiegelreflexkamera, wenn man ein iPhone hat?

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Mit Witz, Charme und vielen guten Tipps ging es bei Carolin von sodapop design rund um die iPhone-Fotografie.  “Ich besitze keine Spiegelreflexkamera.”, beichtet Carolin uns zum Beginn der Session. Ich fühlte mich in guter Gesellschaft (knipse ich doch auch nur mit meiner Ixus oder dem iPhone), staunte dann aber doch nicht schlecht, da Carolins Blog das Visuelle und Design zum Thema in ihrem Blog hat. Ich gebe zu: Ich musste heute ausgiebig in ihrem Blog bei ihren Fotos stöbern und bin begeistert, was sie aus ihren iPhonefotos alles heraus geholt hat. An mir wird zwar nie eine gute Fotografin verloren gehen (ich habe andere Qualitäten), aber die Tipps, die sie uns gegeben hat, waren sehr hilfreich und werden künftig sicher auch das ein oder andere Foto hier im Blog verbessern. Styling sei bei iPhonefotos wichtiger als bei Spiegelreflexkameras, so Carolin, und natürliches Licht sowie Nachbearbeitung sind Pflicht. Es ist ratsam nicht in den jeweiligen Apps, sondern stets mit der iPhonekamera zu fotografieren und dann in die Nachbearbeitung zu gehen. Gute Helferlein zur Fotobearbeitung sind Apps wie Afterlight und Snapseed. Mit Brightness und kleinen Kniffen in den verschiedensten Einstellungen wirkt ein iPhonefoto schnell edler – wenn mans kann. Aber bekanntlich macht Übung den Meister. Mit den Apps lassen sich auch sog. Ecken (wie im obigen Foto links unten) oder ein Fuß oder Knie im Bild durch geschickte Drehung beheben. Ich für meinen Teil hab nämlich immer mehr auf dem Fotos, als das, was ich haben will ;-)
Wer Fan von Text in Bildern ist, kann sich mit Over und Rookie voll austoben.

6. Erkenntnis: Viele Köpfe, viele Meinungen: Interessante Diskussion zum Bloggerkodex

blogst_barcamp6Viele Blogger, viele Meinungen: Brauchen Blogger einen Kodex oder nicht? Darüber wurde rege in einer der letzten Sessions des Tages diskutiert. Wie ist der Umgang mit Unternehmen? Was wünscht man sich von ihnen? Was erwarten Unternehmen? Wie geht man mit gesponsorten Artikeln um? Die Bandbreite der Diskussion war vielseitig, die Meinungen vielschichtig. Der Reise-Blogger-Kodex wurde häufig als Vorbild eines übergreifenden Bloggerkodex genannt. Doch wer führt eine übergreifende Organisation und Kontrolle aus? Antworten auf die vielen Fragen wurden nicht eindeutig gefunden. Pro und Contras wurden abgewogen. Es bleibt sicher abzuwarten, wie sich dieses Thema in der Bloggersphäre entwickelt…

7. Erkenntnis: Auf Barcamps verbraucht man viel Akku und Datenstrom

blogst_barcamp7Nach der Sketchnote-Session notierte ich mir doch mehr mit Blatt und Stift als sonst. Doch instagrammen und twittern macht an solch einem Tag besonderen Spaß. Auch will man mal eben die Blogs und guten, frisch erhaltenen Tipps nachsurfen.
WLAN stand allen Blogst-Barcamp-Teilnehmern kostenfrei zur Verfügung. Doch je nachdem in welchem Raum man sich befand oder wie viele gerade mit einem auf der Bandbreit surften, war das Netz doch schon sehr langsam. Also doch das WLAN deaktiviert und LTE mit Vollgas genossen. Meine Flatvolumenbegrenzung wanderte mit dem Pegel nun deutlich auf 70% des monatlichen Freiraums…
Immer gut dabei zu haben: Ersatzakku-Powertank. Meines hält vier iPhone- oder zwei ipad-Ladungen. So ein Ersatzakku kann ich nur empfehlen. Auch auf Reisen bestens geeignet!

8. Erkenntnis: Wir brauchen auf einem Blogst-Barcamp nicht zu verdursten und zu verhungern

Vielen Dank an die Sponsoren des BLOGST BarCamp Köln Deutsches Tapeten Institut , KusmiWeledadesign3000La MesaGarn & MehrOne GlassTassimo, Jacobs, Belvita, Milka, Philips und natürlich den Blogst-Organisatoren. Wir haben köstliche Getränke, Snacks und Mittagessen gehabt. Zwischen twittern, Informationsverarbeitung der Sessions und beim Netzwerken gab es köstlichen Tee, Kaffee, Kaltgetränke und leckere Lunchboxes.


9. Erkenntnis: Visitenkarten sind nicht out!

FotoAuf #blogstBC14 gab es Blogger-Speeddatings, an denen ich leider nicht teilgenommen habe. Zu schwer war die Entscheidung bei allen parallel laufenden Sessions.
Ich habe auf dem Barcamp allerdings gelernt: Visitenkarten sind nicht out! Zu recht, wie ich finde. Es gibt es zwar eine Teilnehmerliste in der BlogstBC-Facebookgruppe mit Socialweb.Kontakten, doch ehrlich gesagt, weiß ich von den fast 100 Teilnehmern nicht Gesicht und Blog zu zuordnen. Umso schöner fand ich das Überreichen der Visitenkarten mit einem persönlichen Gespräch – und das nächste Mal habe ich dann auch welche ;-)
Danke für die schönen Stunden mit Euch. Freue mich auf weiteres, virtuelles Netzwerken und auf ein erneutes Zusammentreffen. Besonderen Dank auch an das Orgateam Ricarda und Clara.


10. Erkenntnis: Storify hilft leicht Informationen aus dem Social Web zu bündeln

Eindrücke von verschiedenen Social Media Kanälen zu einem Hashtag und Themen zu bündeln oder daraus Auszüge festzuhalten, gelingt prima mit Storify. Es kann auf die einzelnen Storys verlinkt oder ein embaded Code für den eigenen Blog genutzt werden. Zum Blogst-Barcamp habe ich diesen kostenfreien Dienst ausprobiert und folgende Storifys erstellt:

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Zum #blogstBC14 Barcamp bisher gebloggt haben:

 

 

11 Kommentare

  1. Pingback: Drei der außergewöhnlichesten Cafés in NRW | Neues aus Vielweibs Welt

    • Hallo Michèle, Link ist im Artikel aufgenommen. Lieben Dank dafür. Leider konnte ich in Deinem Artikel nicht kommentieren, daher hier auf diesem Wege: Toller Artikel und toller YT-Erklärbärfilm. Den kannte ich noch gar nicht und der ist klasse gemacht. Und bei Deinen Fotos werde ich ganz neidisch ;-)
      LG Tanja

  2. Eine schöne Zusammenfassung das Tages hast du geschrieben. Die Storify Zusammenstellung zu #sketchattack ist einfach super. Sketchnotes hat offensichtlich viele neue Anhänger gefunden :)
    Dir weiterhin viel Spaß beim Sketchen :)

    Liebe Grüße
    Christina

  3. Vielen Dank für die tolle Review meiner Sketchnote Session! ❤ Und ja, Frau Hölle hat den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden und überlegt gerade, wie und wo sie weitere Sketchnote Workshops anbieten kann ;)

  4. Hallo Tanja, wow bist du schnell und einen tollen Bericht hast du über unseren gestrigen Tag geschrieben. Ich hab vieles genauso empfunden… Am liebsten hätte ich alle Sessions besucht und auch viel mehr Leute kennengelernt! Morgen gehen meine Eindrücke online. Ganz liebe Grüße, Mirjam.

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