Lust auf Käffchen im Grünen? 5 Landcafes am Niederrhein

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Grün, lila, orange, rot oder doch lieber blau? Der Niederrheiner mag es bunt. Auf heutiger Streiftour zwischen Sevelen und Kervenheim gab es zwischen den einzelnen Landcafes stets buntes „Gefährt“ zu bewundern:

Oder doch lieber rot? Vielleicht rosarot? – So heißt nämlich das schöne Cafe in Kervenheim bei Kevelaer. Noch jedenfalls, wie ich von der netten Inhaberin erfahren habe. Das RosaRot im Cafe Schwätzchen des Potthauses von Kervenheim wird bald umgetauft in Pottpourri. Sehr treffend, wie ich finde. Dachte ich doch, mich erwartet im Cafe alles in rosarot, so war ich angenehm überrascht, dass sich hier eine Perle der Landcafes findet. Seit 1733 steht das urige Potthaus am Niederrhein, auch wenn die Bauart –  ein sogenanntes Gulfhaus – an der Nordseeküste heimisch ist.
Ob zum Frühstück oder zu einem Käffchen mit leckerem, selbstgebackenem Erdbeerkuchen (sehr zu empfehlen!) – das Pottpourri lädt zum Verweilen ein. Das Innere des Bauernhauses ist zu einer Art Chalet umgebaut. Im Garten kann man seinen Tee mit Blick auf das schöne, alte Haus genießen. Apropos Tee: Blättertee wird stilecht in einem Kännchen serviert und wer mag kann auch eine „Tea-Time“ buchen.

Nicht weit vom Cafe Pottpourri befindet sich der Büllhorsthof. Dieses Bauerncafe ist in einer Art altem Herrenhaus beheimatet. Zartgelb getüncht liegt es in Winnendonk im Grünen. Vorbestellen ist hier schon Pflicht. Ob Cabrio,- Radfahrer, Spaziergänger oder Nierswanderer: Der Büllhorsthof ist gut besucht. Käffchen und Kuchen nach eigenem Rezept gibt es im Cafe mit rustikaler Holz-Einrichtung oder im großen Garten, der über 100 Plätze zur Verfügung stellt. Im Garten gibt es zudem ausreichend Platz mit einem kleinen Kinderspielplatz. Wer mit dem E-Bike einkehrt, findet hier auch eine Lade-Tankstelle.

Fast scheint es, die Umgebung Kevelaer ist eine Hochburg der Landcafes am Niederrhein. Das Bauernhofcafe Binnenheide liegt ebenfalls in Winnekendonk bei Kevelaer. Kommt man hier an, muss man erst einmal die frische Landluft einatmen. Den Namen hat das Cafe zu recht: Mitten zwischen Wiesen und Feldern taucht plötzlich ein Bauernhof auf. Kühe weiden vor dem Haus und rechts davon ist etwas versteckt der Eingang. Auch wenn das Navi manchmal nicht mehr will, hier ist man richtig. Bei dem heutigen schönen Wetter parkten schon eine Menge Autos und Fahrräder hier. Mit Glück kann man am Wochenende hier ein Plätzchen im Garten ergattern.IMG_6480

Noch versteckter liegt der Baerlaghof in Issum. Als ich das erste mal hier hin gefahren bin, habe ich gedacht „Hier kannst Du nicht richtig sein!“. Verschlängete kleine Wege, Weiten von Wiesen und Wäldern und immer weiter fährt man weit weg von der Zivilisation. Die Leucht nennt man dieses Waldgebiet hier. Im Sommer war alles schön grün und der Baerlaghof verschwindet fast hinter dem dichten Laub. Dann ein kleines Schild, man biegt ein und fährt auf einen vorgelagerten Parkplatz. Käffchen genießt man hier vor dem Haus oder Terrasse oder hinten im ummauerten, alten Innenhof. Auch ist es im Cafe immer gut gefüllt. Auf zwei Etagen findet man im Baerlaghof Platz. Im Winter sind die Tische am Kamin besonders beliebt. Vorreservieren ist hier Pflicht oder man vertreibt sich die Wartezeit mit einem Spaziergang durch die Leucht.baerlaghof

Erst seit letztem Jahr gibt es das Backus in Issum-Sevelen. Während ich meinen Kaffee im Vorgarten trank, schleppten schon einige Besucher den frisch gebackenen Kuchen aus dem Backus für ein Kaffeekränzchen zu Hause. Innen ist es lichdurchflutet und gemütlich-modern eingerichtet. Viele Landcafes schließen gegen 18/19 Uhr. Hier gibt es bis 21 Uhr Flammkuchen in verschiedensten Sorten – eine Spezialität des Hauses, wie ich las und an einem anderen Tag mal kosten muss.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt vom Niederrhein und nur ein Bruchteil der Landcafes in dieser Region. Ich werde weiter hier und da in meiner Heimatregion Bauern- und Landcafes besuchen, etwas sammeln und zu einem späteren Zeitpunkt wieder bloggen.
(Schließlich soll auch das HörerInnentreffen der Schweigenden Mehrheit (Geocaching-Podcast) mit den Herren T-Buddi und Trracer ja nicht in einer Telefonzelle sondern in einem schönen Landcafe stattfinden. Mit einer Telefonzelle wäre das Treffen mit meinem Besuch dann auch schon ausgebucht bzw überfüllt ;-))

5 Kommentare

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  2. Leider musste ich inzwischen erfahren, dass das Pottpourri im Potthaus geschlossen hat. Sehr schade, wie ich finde, es war ein tolles cafe. Ich hoffe, dass es vielleicht wieder eröffnet.

  3. Pingback: Tour zwischen Erdbeeren und Spargel - Cafes an der niederländischen Grenze | Neues aus vielweib's Welt

  4. Ach, wie schön: Alles ganz bei mir in der Nähe! Die Adressen habe ich mir gleich gespeichert! Sonnige Grüße, Jutta

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