Heimatliebe Deutschland: 20 grandiose Insidertipps von Reisebloggern

So schön ist Deutschland! Reiseblogger sind viel unterwegs, doch was schätzen und lieben sie in ihrer Heimat besonders? Was sollte man sich nicht entgehen lassen? Einmal quer durch Deutschland habe ich Reiseblogger nach ihren Insidertipps in ihrer Heimat befragt. Hier traumhafte Tipps für schöne Reisemomente.

 

Einer von Katjas Lieblingsplätzen: Die Osterseen

Einer von Katjas Lieblingsplätzen: Die Osterseen

Katja von wellspa-portal
Bayrische Genussreisetipps aus dem Bad Tölzer Land 

Eigentlich ist es ein wahr gewordener Traum, in einer so schönen Region zu wohnen. Bayern ist für viele Deutsche das beliebteste Bundesland, um Urlaub zu machen: Berge, Seen, Kultur und Natur. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt – bis auf das Meer vielleicht.
Bekanntlich ist Bayern groß und hat unzählig viele schöne Ecken zu bieten. Meine persönlichen Top Tipps beschränken sich auf meine Heimat, das Tölzer Land. Zwischen Alpenrand und Landeshauptstadt München idyllisch an der Isar gelegen, befindet sich Bad Tölz. Landesweit bekannt durch den Bullen von Tölz, hat die nach Pro7 Meinung wohl bayrischste Stadt Bayerns noch mehr zu bieten.

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Meine Lieblings Location ist eindeutig das Café Love. Direkt mit gemütlicher Sonnenterrasse am Isarkai gelegen, ist hier einfach alles mit Liebe gemacht. Von der stimmigen, lila Einrichtung über den tollen Service bis zu den leckeren, kulinarischen Genüssen. Mein Tipp – Frühstück Love Grande für zwei. Nicht nur der Prosecco ist Genuss pur.
Bei so vielen schönen Ecken ist die Entscheidung schwer. Doch mein persönlicher Lieblings-Platz sind die Osterseen. Gemütlich spazieren gehen in unberührter Natur, verweilen und karibische Momente vor alpiner Bergkulisse mitten in Bayern genießen.

 

 

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Nicole Unterwegs & Daheim
5 Insidertipps für Frankfurt

Frankfurt – von der New York Times als einzige deutsche Stadt zum place to go 2014 gewählt. Die Wahl mag man kritisch beäugen, aber Frankfurt abseits der Touri-Locations hat auch seine Reize. Hier kommen meine Insidertipps:

Den besten Rundum-Blick: vom Kaiserdom
Den Domturm ersteigen und über die Stadt, den Römer, die Skyline und den Main blicken. Im Kaiserdom wurden die deutschen Kaiser gekrönt.

Die kreativsten Shops: im Brückenviertel
Ich liebe das Brückenviertel im Stadtteil Sachsenhausen. Es ist ein Kontrast zur Innenstadt. Hier sind in der letzten Zeit viele kleine kreative Läden entstanden, eine junge Kreativszene aus hippen Mode, Design, Architektur und  Musikshops. Das Brückenviertel ist ein echter Insidertipp!

Die urigste Stadtrundfahrt: mit dem Ebbelwoi-Express
Mit der alten Straßenbahn Frankfurt erkunden, dabei Frankfurter Schlager hören und das Lokalgetränk No. 1 probieren: Apfelwein (aber erstmal die Softie-Variante: Süß-gespritzt).

Der spannenste Stadtspaziergang: im Bahnhofsviertel
Das Bahnhofsviertel ist sozialer Brennpunkt, hier ist das größte Drogen- und Prostitutionsmileu Deutschlands. Eine Stadtführung abends steht noch auf meiner To-Do-Liste, soll aber grandios sein und ist immer ausgebucht. Tipp: sich hier einmal um die Welt essen, hier gibt es die besten Gerichte aus aller Welt und eine coole neue Barszene mit innovativen und chicen Läden.

Der beste Chillout-Platz mit Skylineblick: das Mainufer
Keine Frage, im Sommer sitzt die halbe Stadtbevölkerung am Mainufer und genießt den Feierabend, entweder mit selbstmitgebrachtem oder in einer der Bars am Ufer. Tipp: Karibische Cocktailbar am Ende des Deutschherrnufers.

 

 


Mila und Oliver von Heldenunterwegs

Lieblingsplätze in unserer Heimat: Köln und Eifel


Da geht es auch schon los: Wo  ist unsere Heimat? Ich bin kölsch durch und durch, daher ist Kölle meine Heimat. Oliver hingegen kommt aus der Eifel und sieht da seine Heimat. Die letzten zwei Jahre haben wir jedoch die jeweils andere Heimat kennen und lieben gelernt, so dass wir uns sowohl in Köln als auch in der Eifel zu Hause fühlen.
Der Kölner liebt seine Stadt. Gegen diesen Lokalpatriotismus sind wir einfach machtlos. Wir lieben unsere Stadt, unseren Dom, unser Bier und auch unseren FC. Ebenso lieben wir unser Veedel. Wir wohnen im wunderschönen Sülz, tief im Südwesten der Stadt. Hier gehen wir gerne frühstücken, Kaffee trinken, Kuchen essen oder auch abends auf ein leckeres Bierchen ins Brauhaus.
Unser Lieblingscafé ist das Jules. Hier wird man täglich mit leckerem Kuchen, sehr leckeren Kaffeekreationen und auch herzhaftem Essen zu fairen Preisen verwöhnt. Das Personal ist freundlich und weiß sogar welchen Tee ich zum Frühstück am liebsten trinke, ohne dass ich es (noch) sagen muss.

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Neben vielen kleinen und feinen Cafés, lädt auch der Beethovenpark herrlich zum Verweilen, Abschalten & Entspannen ein. Hier gehen wir gerne spazieren bis hin zum Decksteiner Weiher und genießen das Gefühl, ein bisschen Urlaub direkt vor der Haustür zu haben.
Es gibt eigentlich keinen nennenswerten Grund, unser Veedel zu verlassen. Sollte man jedoch Sehnsucht nach dem Dom (die Kölner unter Euch kennen das) und einem schönen Blick auf die Stadt haben, kann man für kleines Geld auf die Aussichtsplattform des Köln Triangle fahren und von dort oben dann einfach nur noch genießen. Für Köln-Besucher ist es vermutlich “nur” eine schöne Aussichtsplattform, aber für die Kölner ist es schon mehr. Da oben stehen, den Dom sehen, die Altstatdt, das Panorama, da jeht einem et Hätz op! (Für nicht Kölner oder Imis: „…da geht einem das Herz auf!“)

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Mir als Kölnerin jeht mittlerweile auch et Hätz op, wenn wir Köln verlassen und Richtung Eifel aufbrechen. Die Vulkaneifel ist Olivers Heimat, dementsprechend genießen wir es dort zu sein. Alles geht ein wenig langsamer, stressfreier und ich habe immer das Gefühl, als würde die Zeit ein bisschen stillstehen. Einen Lieblingsort können wir gar nicht festmachen, es ist die Region die begeistert: die grünen Landschaften, die Kurven, die Schlösser und Burgen. Unser Tipp für die Eifel: einfach ins Auto oder aufs Motorrad setzen und treiben lassen. Jede Tour wird mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht enden.

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Janett von Teilzeitreisender.de
Eine Reise zum Mittelpunkt von Deutschland

Wir fahren auf eine einsame Straße mitten im Nirgendwo. Kein Mensch ist zu sehen, am Himmel machen sich dunkle wolken breit. Wo bitte sind wir hier gelandet?  Ein Gewerbegebiet rechter Hand und ein See linker Hand – hier soll der MIttelpunkt von Deutschland sein? Ich bin noch etwas skeptisch. Doch genau das hat das Schild ein paar Meter weiter vorne angekündigt ?!
Wir befinden uns „51° 10′ nördlicher Breite, 10° 27′ östlich Greenwich“ – in Niederdorla. Das erreicht ihr am besten, wenn ihr den Ort Mühlhausen in Thüringen besucht, und euch von dort in Richtung Westen begebt. Klar, es behaupten viele Städte, der Mittelpunkt zu sein, aber diesem hier glaub ich mal ;). Ist ja auch alles bewiesen. Denn da steht ein Stein mit der Aufschrift „Mittelpunkt von Deutschland“. Und ein Baum. Und ein Tisch. Und der Blick ist sympatisch auf einen See gerichtet, um den Bäume wachsen, auf eine Straße und ein paar Häuser. Einen „typisch“ deutschen Anblick also.

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Der Eintritt zum „Mittelpunkt von Deutschland“ ist kostenlos, denn außer den besagten Dingen gibt es dort nicht viel. Für ein cooles Foto und eine anschließende Fahrt nach Eisenach (zur Wartburg) oder Mühlhausen (da gibts das leckerste Pflaumenmus!) lohnt sich ein Abstecher für ein cooles Foto aber schon mal ;)

Heike von heikis-web
Niederländisches Grenzgebiet: Klosterdorf an der Maas und beste Pommes!

Wer im Maas-Schwalm-Nette Gebiet an der Grenze zu den Niederlanden unterwegs ist, sollte unbedingt einen Blick über die Grenze in die kleine Gemeinde Steyl an der Maas werfen, denn hier gibt es einiges zu entdecken.
Der deutsche Missionar Arnold Janssen gründete hier im 19. Jahrhundert die Steyler Missionare. Man findet hier auch heute noch drei Klöster, eine zweistöckige Doppelkirche und das Missionsmuseum, in dem Gegenstände aus 2 Jahrhunderten missionarischer Tätigkeit ausgestellt sind. Ein Spaziergang durch das kleine Dörfchen und ein Besuch des Museums sind wirklich lohnenswert.
Wer nach dem Spaziergang etwas Hunger verspürt, sollte sich auf keinen Fall den kulinarischen Höhepunkt der örtlichen Friture entgehen lassen. Hier gibt es meiner Meinung nach die besten Pommes in der ganzen Provinz Limburg. Am besten genießt man diese auf einer der Bänke, die direkt an der Maas stehen.

 

Sonja und Udo vom Jo Igele Reiseblog
Friedrichshafen: Die schönste Uferpromenade der Welt

Kein Geheim- oder Insidertipp aber das absolute Highlight und „must see“ meiner Heimatstadt Friedrichshafen ist die Häfler Uferpromenade, die sich von der Rotachmündung bis zur Schloßkirche erstreckt und traumhafte Blicke auf den See und Alpen bietet. Sie ist die längste und schönste Uferpromenade am Bodensee und für manch einen die schönste der Welt.

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Sonja und Udo an ihrer heimischen „Häfler Uferprominade“

Zahlreiche Bänke, Eisdielen, Cafes, Biergärten und Restaurants laden zum Ausruhen und Verweilen auf der von vielen Einheimischen liebevoll „Idiotenrennbahn“ genannten Uferpromenade ein. Der Fährhafen und der Hafen für die Schiffe der weißen Flotte, sowie der Gondelhafen und der Yachthafen sorgen für Abwechslung und das Zeppelinmuseum lädt mit seinen Sammlungen zum Besuch ein. Eine Variante ist, sich eines der Tret- oder der Motorboote zu mieten und sich die Uferpromenade vom See aus anzuschauen. Vom 22m hohen Moleturm an der Hafeneinfahrt kann man fast die gesamte Uferpromenade und die Häfler Altstadt von oben betrachten.
See You am SEE!

 

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Jo Igele Heimattipp: „Häfler Uferprominade“

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Jo Igele Heimattipp: „Häfler Uferprominade“

 


Katharina von niederlandeblog.info
Zwei Highlights in Potsdam

Als gebürtige Brandenburgerin wurde mein Leben sehr durch die Landeshauptstadt Potsdam geprägt. Auch heute kehre ich gern dorthin zurück… Sanssouci und das Holländische Viertel werden viele kennen. Das sind meine Lieblingsorte in Potsdam: die Glienicker Brücke und die Schiffbauergasse.
Die Glienicker Brücke ist für mich ein wichtiges Symbol der Wende. Die „Agentenbrücke“ wurde erst nach dem Mauerfall wieder für den Verkehr zwischen Berlin und Potsdam freigegeben. Ich bekomme jedes Mal immer wieder Gänsehaut, wenn ich darüber laufe oder fahre.
Die Schiffbauergasse gehört ebenfalls zu meinem Leben, denn dieses Stadterneuerungsprojekt habe ich mit der Westergasfabriek Amsterdam in meiner Diplomarbeit verglichen. Das ehemalige Gaswerk wird heute künstlerisch u.a. durch das Hans-Otto-Theater sowie kreativ durch Oracle und das VW-Design-Center genutzt. Ich finde es spannend, wenn man in der heutigen Nutzung die Geschichte des Gebäudes erkennen kann.

 

Hans-Otto-Theater in der Schiffsbauergasse

Hans-Otto-Theater in der Schiffsbauergasse

Glienicker Brücke

Glienicker Brücke

18 Kommentare

  1. Pingback: Steyl - Frühlingserwachen im Klosterdorf an der Maas - vielweib on tour

  2. Pingback: Heimatliebe Deutschland Teil 2 - Noch mehr Insidertipps - vielweib on tour

  3. oh nein, jetzt warst du schon in Tübingen und Reutlingen und ich hab deine Antwort einfach nicht gesehen. irgendwie scheint da meine Benachrichtigung nicht geklappt zu haben. Schade.
    Tübingen haette ich dir die Burg Hohenzollern empfohlen. wenn man Zeit hat. im Sommer Stocherkahn und durch die Altstadt schlendern. in Reutlingen ist sind im Franz K immer schöne Konzerte und gleich um s Eck ist Metzingen. mit einem super Hugo Boss Outlet und generell einem recht netten Outlet. Bodelshausen ist auch nicht weit, da ist ein prima Marc Cain Outlet mit Top Firmenzentrale:-) fürs nächste mal dann.

    wenn du das nächste mal wieder in der Gegend bist, gib Bescheid :-)

  4. Hi Tanja,

    einen schönen Beitrag (und natürlich einen mindestens genauso schönen Blog) hast du hier :-)

    Bei Deinem Teasertext bin ich natürlich gleich hängengeblieben, schließlich sind es genau diese Worte, die mich animieren, viel mehr im eigenen Land zu unternehmen – und darüber zu schreiben.

    Wirf doch mal nen Blick in meinen Blog. Feedback? Kommentare? Gerne! :-)

    LG,
    Jan

  5. Der Bericht ist wunderschön und sehr inspirierend geworden.
    Danke, liebe Tanja für die schöne Idee und Umsetzung.
    Ich freue mich schon auf Teil zwei :-)

    Liebe Grüße
    Katja

  6. Hallo, super Thema, tolle Tipps – aber warum sind Berlin und Hamburg nicht dabei, beide zu Recht Top-Reiseziele in Deutschland? Falls Du noch einen zweiten Teil planst, bin ich gerne dabei mit Insider-Tipps für beide Städte :-) Auch Tipps für München, ebenfalls ein Top-Ziel für Reisende aus aller Welt, fände ich interessant, oder auch weitere Städte wie Dresden, Leipzig, beide wirklich lohnenswert… Da müsste es doch auch Reiseblogger geben? Liebe Grüße Maike

    • Maike, das ist toll! In der Tat plane ich einen zweiten Bericht. Zum einen, weil sich der Artikel großer Beliebtheit erfreut, zum anderen, weil auch mich die fehlenden Regionen selbst sehr interessieren und sich noch weitere Reiseblogger gemeldet haben :-)
      Bist Du das nächste Mal mit dabei? Würde mich freuen! :-)
      Liebe Grüße, Tanja

  7. Hallo Tanja, deinen Bericht finde ich super, Deutschland hat echt viel zu bieten. Wird mir auch immer wieder klar, vor allem, wenn man wenig Zeit hat und der Urlaub begrenzt ist. Hier sind Kurztrips (mal ein Wochenende oder auch womöglich doch mal länger) in die Umgebung einfach immer wieder hilfreich, die Reiselust zu stillen. Ich habe das Allgäu für mich entdeckt und die Umgebung um Stuttgart. Gut, als Stuttgarterin ist das jetzt keine große Sache:-) Falls du mal spicken magst, was meine Heimat so zu bieten hat, dann schau doch mal bei mir vorbei.
    Viele Grüße
    Regina

  8. Hallo Tanja,

    danke für die vielen tollen Tipps, die du hier zusammen getragen hast. Die Reise zum „Mittelpunkt von Deutschland“ finde ich super, sowas machen wir gerne. Einfach das Gefühl genießen „mal dort gewesen zu sein“. Wie praktisch, dass wir in 3 Wochen genau dort vorbeikommen. Danke dir für die tolle Sammlung an Tipps und ein schönes Wochenende.

    Viele Grüße
    Anke

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