Der Himmel für Schokofans: Das Schokoladenmuseum in Köln

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Schokoladenmuseum in Köln – 4000 Jahre Schokoladengeschichte am Rhein! Wir lieben und genießen sie, aber woher kommt eigentlich die Schokolade? Wie wird sie gemacht? Und wie hat die Schokoladengeschichte über Jahrtausende ihren Weg gemacht? All das erfährt man bei einem Bummel durch das Kölner Schokoladenmuseum

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Schokolade… ein gesundes, sehr nahrhaftes und besonders den Reisenden dienliches Nahrungsmittel.

Das Zitat von  Alexander von Humboldt lese ich auf der ersten Schautafel im Kölner Schokoladenmuseum und schmunzle etwas in mich hinein. Wo er Recht hat, hat er Recht, oder?

Auf 4000 qm begebe ich mich im Kölner Rheinauhafen auf die Reise der Kulturgeschichte der Schokolade. Schautafeln und Exponate informieren mich über die Geschichte und die Gegenwart des Kakaos und der Schokolade. Es gibt viel zu lesen. Ich überfliege nur etwas die Tafeln und gehe weiter zu einem kleinen Tropenhaus.

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Via Schleuse passiert man diesen Raum. Während mir vorher noch kalt war, schlagen mir hier subtropische Temperaturen und Luftfeuchtigkeit entgegen – wie in den Tropen halt. Im kleinen Tropenhaus des Museums bewundere ich live eine Kakaopflanze. Wenn ich nach oben blinzle sind die Lichter wie die Sonne ausgerichtet. Dazu mit der angelegten Geräuschkulisse wie im Dschungel, fühle ich mich, als ob ich wirklich an den Amazonas gereist wäre. Das Tropenhaus ist nur klein und über eine weitere Schleuse betrete ich wieder den ersten Teil des Museums.

Während der erste Teil des Museums aus vielen Schautafeln besteht (und ich gestehe: Ich lese ungern sehr viel in einem Museum) bleibe ich hier eher flüchtig und steure den offenen Bereich der gläsernden Schokoladenfabrik an.

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Maschinen aus vergangenen Zeiten stehen prunkvoll aufgereiht. Eine Schaustraße für kleine Täfelchen ist für den Besucher aufgebaut und ich kann Schritt für Schritt einen Blick hinter die einzelnen Produktionsstufen werfen.

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“Die sind aus Jold, weil so ne Kakaobohne ungefähr dat gleiche kostet.” bekomme ich mit einem charmanten Lächeln zur Antwort, als ich danach frage, warum die Kakaobohnen beim Schokoladenbrunnen vergoldet sind. Hier darf verkostet werden. Eine Waffel wird in die frische Milchschokolade getaucht und mir gereicht. Ja, hier könnte ich bleiben, denke ich mir, wandel aber weiter zu einem Kunststück aus Schokolade: Der Dreikönigenschrein im süßen Glanz! 300 kg Schokolade wurden verbaut, um dieses Kunstwerk im 1:1-Maßstab nachzubauen.

Ganz ladylike bin ich verzückt von der Porzellanausstellung. Es gab sogar extra Schokoladenservice ab dem 16. Jahrhundert. Noch begeisterter bin ich von den historischen Automaten. Der Kaufmannsladen mit Flair vergangenen Zeiten lässt mich innerlich fast die Kinderstimmen von damals hören, wie sehnsüchtig sie gern ein Stück von dem Luxusartikel Schokoladen kosten mögen…

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Das Museum hat auch einen Seminarraum, der bei meinem Besuch leider geschlossen ist. Interessierte können hier Ihre eigenen Pralinen unter fachkundiger Anleitung erstellen. Dafür werde ich mein eigener Maître Chocolatier und entwerfe erstmalig meine eigene Schokolade. Für 4,90 € und 30 Minuten Zeit kann man aus einer langen Auswahlliste seine eigene Schokolade kreieren und in Auftrag geben. Es ist gar nicht mal so einfach eine gute Geschmackskombination aus der Fülle der Möglichkeiten zu ermitteln. Aber die Dame an der Kasse war mir behilflich und stand mit ihrem Schoko-Können gern beiseite.

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Wenn Ihr im Schokoladenmuseum in Köln seit, plant unbedingt einen Aufenthalt im Chocolat Grand Café ein. Nicht nur, dass man von hieraus einen Traumblick auf den Rheinauhafen hat, es gibt hier besten (!) Kaffee und einen unheimlich guten und netten Service. Im Anschluss meines Besuchs im Museum war ich zu einer Abendveranstaltung der Medientournee Frankreich im Café eingeladen und konnte ausgiebig das tolle Panoramarestaurant mit dem besonderen Ambiente genießen.

Was Ihr für Euren Besuch wissen solltet:

  • Preise: 9 Euro kostet ein Ticket für Erwachsene. Es gibt Familien- und Gruppenkarten. Weitere Infos findet Ihr hier.
  • Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 10:00 – 18:00 Uhr; Sa./So./feiertags 11:00 – 19:00 Uhr
    Letzter Einlass eine Stunde vor Schließung! Die Produktionsanlagen schließen ca. 30 Minuten vor Museumsschluss.
  • Anfahrt: Das Museum liegt im Rheinauhafen. Auf der Website des Schokoladenmuseums erhaltet Ihr genaue Anfahrtsbeschreibungen. Unterhalb des Museums befindet sich auch Europas längste Tiefgarage. Hier dann im Bereich „rot“ parken.

12 Kommentare

  1. Verrückt das es sowas gibt, bin gerade aus zufall draufgestossen! Wenn ich mal wieder in der nähe bin ist das auf jedenfall ein Besuch wert!
    LG ausMarling

  2. Ein wirklich toller Bericht über eine tolle Sehenswürdigkeit!
    Ich stamme gebürtig aus Köln und kann einen Besuch nur wärmstens entfehlen!
    Man kann sich wirklich sehr viel ansehen und Schokolade gibt es in Hülle und Fülle!
    Auch in Schenna Meran gibt es ein ähnlichjes Highligt schauts euch mal an!
    Beste Grüße Tobi

  3. Toller Bericht mit tollen Bildern! Wir waren selbst schon eimal dort als wir Freunde In Köln beuscht haben! War ein wirklich schöner Tag daher hat das lesen und die Bilder bestaunen auch sehr viele Erinnerung hervor gerufen :-)
    Liebe Grüße von der Seiseralm
    Die Sanni

  4. Hallo Ihr lieben,
    Ein wirklich schöner Bericht mit tollen Bildern und Eindrücken! Ich war selbst schon im Schokoladenmuseum, kann das nur weiterentfehlen und jedem Schoki-Liebhaber dieses Museum wärmstens ans Herz legen ;-) und Schokolade gibt es in Hülle und Fülle!

    Eure Sabine

  5. Wow das ist ja der Himmel für jeden Schokoladen Liebhaber! Sobald es die Zeit zulässt und ich wieder in Deutschland bin werde ich mir das mal genau anschauen und das naschen ist da ja wohl nicht veroten ;-)
    Liebe Grüße aus dem Hotel Seiser Alm Urthaler
    Der Tobi

  6. Ich liebe Schokolade und ich glaube wenn ich mal nach Köln komme, muss ich dem Museum mal einen Besuch abstatten!! Das hört sich wirklich gut an, wie du das hier beschreibst!! Liebe Grüße auch Gitschberg Jochtal

  7. Ich bin ein totaler Schokoladenfan und kann schwerlich die Finger davon lassen. Aber nach dem Besuch des Schokoladenmuseums, wo ich vor Jahren zu meiner Kölner Zeit war, habe ich wirklich zwei Wochen kein Stück angerührt. Der allgegenwärtige Geruch nach Süßem in dem Museum hatte mich für zwei Wochen geheilt.

  8. Das Schokomuseum fand ich persönlich ok, aber ein zweites Mal würde ich vermutlich nicht hin. Dafür hat Köln viele, andere (bessere?) Alternativen zu bieten. Und das sage ich, obwohl ich regelmäßiger und überzeugter „Schokotäter“ bin :-)

    Ein Hoch auf das schwarze (oder weiße oder mit Nüssen verzierte) Gold! :-)

    LG,
    Jan

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