So schön ist das steirische Almenland – eine Cabriotour via Instagram

Nicht immer muss man in der Steiermark wandern. Hier ein Tipp für eine schöne Cabriotour oder Roadtrip durch das schöne Almenland mit Ausflugstipps.

 

Stationen der Tour und Roadbook:

  • Start/Ziel: Nechnitz, Almenlandgasthof Haider
  • Arzberger Käsestollen, Passail
  • Almenlandimkerei, Passail
  • Teichalm
  • Sommeralm ggf. Gastro-Stop Unterberger und/oder Sommerrodelbahn
  • Rauchstubenhaus in Anger
  • Haus des Apfels

 

Start- und Zielpunkt ist der Almenlandwirt Haider auf der Nechnitz. Nach einer schönen Nacht starte ich mit meinem obligatorischen Häferlkaffee mit Blick auf das Tal und dem Grazer Hausberg, dem Schöckl. Ein Häferlkaffee ist übrigens die österreichische Antwort auf unseren Milchkaffee und mit diesem Ausblick ein Highlight zum Start in den Tag.

haeferlkaffee_nechnitz

 

Station 1: Arzberger Käsestollen
Das Frühstück lasse ich heute etwas magerer ausfallen, denn die erste Station hat einen genussvollen Abschluss. Es geht zum Arzberger Käsestollen, um hier eine Führung zum Almenland Stollenkäse zu erleben.
Von Almengasthof Haider fahre ich den Fladnitzberg mit schönen Kurven durch ein Waldstück den Berg hinunter, biege in Fladnitz Richtung Schrems ab und fahre weiter schöne Kurven Richtung Arzberg/Passail.
Die Führung beginnt erst in einer halben Stunde, so dass ich auf dem kostenfreien Parkplatz mein Auto abstelle, mich an die Raab setze und noch ein wenig die Sonne genieße. Die Führungen beginnen übrigens unterschiedlich und eine Reservierung ist ratsam. Am besten fragt Ihr vorher an.
Während die Sonne sich draußen weiter erwärmt, betrete ich den seit 2006 errichteten Stollen. Über 30 Tonnen Käse werden hier gelagert. Sommer wie Winter gibt es gleiche Temperaturen und Luftfeuchtigkeit von rund 96%.

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Wir erhalten Schutzkleidung, Schutzhäubchen (damit sehe ich unheimlich fesch aus und nein, ein Selfie davon gibt es nicht) und sogar Schutzhauben für die Schuhe. Wie Menschen vom Mars aussehend, gehen wir tiefer in den Stollen. Wir laufen vorbei an abgeriegelte Reifekammern und bekommen erklärt, wie die einzelnen Käsesorten hier entstehen.

Im Gestein des Stollens ist Silber, was auf natürliche Weise antibakteriell wirkt, erfahre ich. Sehr geruchsintensiv ist es trotzdem ;-)
Während ich zum Abschluss den Käseteller verköstige, erfahre ich, dass es sogar eine Käseolympia gibt. Der Arzberger Stollenkäse ist mehrfach ausgezeichnet worden und hat sogar schon eine Käse-Goldmedaille erhalten. Eine Station der Cabrio-Almenlandtour für Genießer!

Zweiter Genussstop: Almenimkerei
Über den “Raab Weg” geht es weiter eine kurze, aber schöne Strecke Richtung Passail. Wer möchte, kann hier einen Wald- und Bienen-Lehrpfad von 2 km Länge (oneway) unternehmen. Ich fahre lieber über die Pestkirche (Kirche am Lindenberg) zur Almenimkerei Kreiner.

 

 

Dritte Station: Teichalm
Ich folge weiter hinauf den Lindenberg, biege links Richtung über Tober ab und kurve über den Fladnitzberg zur Teichalm und Teichalmsee. Auf 1200 Meter liegt dieser Bergsee. Ich parke Dudu und laufe ein wenig um den See, genieße die Sonne und frische Almenluft.

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Nächste Station: Sommeralm
In der Nähe des Teichalmsees geht es zur Sommeralm. Schön langsam und vorsichtig fahre ich durch die schöne Berglandschaft. Immer wieder grasen Kühe.  Es gibt keine Zäune. Hier oben dürfen die “Rindviecher” den ganzen Sommer bleiben. Lediglich kleine Rinnen, die ab und an auf der Straße auftauchen, grenzen die Kühe etwas ein. Ansonsten herrscht freie Bewegung für die Vierbeiner. Es kann also durchaus mal passieren, dass nach der nächsten Kurve sich eine Herde es auf der Straße gemütlich gemacht hat, oder gerade selbige queren möchte. Obacht ist geboten, dennoch ein schönes Erlebnis. Kehrt in einem Almengasthof ein und kostet das Almorind (mein Tipp: Am besten mit Kürbiskernpanade). Zwar schauen die Rinder einen so lieb hier an, aber ich muss zugeben, dass sie auch einmalig schmecken…

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Genuss-Stop:
Ich fahre weiter Richtung Brandlucken. Mein Einkehrtipp: Gasthof Unterberger. Familie Unterberger ist nicht nur mit uns entfernt verwandt, sondern die Küche ist auch wunderbar. Am besten im Jagastüberl platznehmen und in uriger, steirische Atmosphäre speisen. (Weitere Tipps zum Einkehren im Blogartikel Genussregion Steiermark)

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Weiter auf der Panoramastraße Teichalm-Sommeralm
Von der Brandlucken fahre ich weiter zum Wallfahrtsort Heilbrunn. Ich wähle den Weg über Saalegg und fahre mit traumhaften Kurven und lasse mich treiben. Hier endet auch die Panoramastraße Teichalm-Sommeralm. Wer Kinder “im Gepäck” hat, kann noch einen weiteren Zwischenstopp bei der Sommerrodelbahn Koglhof machen – kommt immer gut an ;-)

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Rauchstubenhaus in Anger
Dudu und mich treibt es weiter nach Anger. Hier fahre ich ab dem Marktplatz in Anger rechts ab, hoch wieder den Berg hinauf, zu einem ganz besonderen Heimatmuseum: Das Rauchstubenhaus. Hier plant unbedingt etwas Zeit ein. Auf dem dazugehörigen Gasthof lasse ich mich auf der Terrasse im Schatten nieder und genieße die Sonne bei leckerem Häferlkaffee und Kuchen.

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Die Führung durch das alte Rauchstubenhaus dürft Ihr Euch nicht entgehen lassen! Plant eine Stunde Zeit hierfür ein. Schaut am besten vorher auf die Öffnungszeiten und wenn Ihr mit mehreren anreist, plant gleich einen Häfnnigel-Genuss ein, der im Rauchstubenhaus extra für Euch und mit Euch gebacken wird. Ich war von dem besonderen Heimatmuseum so begeistert, dass ich einen gesonderten Blogartikel dazu geschrieben habe.

 

Haus des Apfels
Langsam wird es schon Nachmittag. Ich bin am Rande des Almenlandes, doch ganz in der Nähe beginnt die steirische Apfelstraße und hier gibt es ein kleines aber feines “lebendiges Museum”: Haus des Apfels.
Auf dem Parkplatz werde ich von ländlicher Idylle begrüßt, halte inne und genieße diesen schönen Augenblick.

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Vorbei an dem schönen, alten Bauernhaus aus 1720 gehe ich durch die Gärten und lerne auf Schautafeln etwas über den Apfelanbau in der Region. Zudem sind Keller und alte Methoden des Apfelanbaus in Scheunen im Garten ausgestellt. In der Mostschank trinke ich zum Tagesabschluss frischen Apfelsaft vom Hof und decke mich mit ein paar Äpfeln ein.

 

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Heimweg
Über kleine Nebenstraßen schlängle ich mir den Weg an Weiz vorbei und fahre rückwärtig zum Schöckl über St. Radegund und Schöcklbahn wieder Richtung Nechnitz. Die Sonne neigt sich dem Abend entgegen und ein traumhafter Tag liegt hinter mir. Das letzte Instagram-Bild zeigt eine GoPro-Aufnahme des Nechnitz-Plateaus mit dem Berg Geschaid.

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Wer weniger Stops gemacht hat und seine Cabriotour noch weiter ausbauen möchte, dem empfehle ich eine Tourverlängerung durch die Steirische Apfelstraße. Hier gibt es auch einen Kurzfilm zur Durchfahrt der Weizklamm – eine andere, sehr interessante Rückfahrt auch für die hier beschriebene Cabriotour ;-)

Instagram
Wer die quadratischen Bilder und Instagram nicht kennt: Instagram ist eine Plattform, auf der man in einer Art Microblogging Fotos und Bilder teilen kann. Wer mir folgen möchte, findet mich dort und vielweib_kr.

 

Informationen und Links in Kürze:

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3 Kommentare

  1. Hallo Vielweib,

    ein sehr schöner Artikel. Mein Freund und ich befinden sich gerade auf einer einjährigen Asienreise (Blogs: http://www.mplx.de/Blog und http://www.mplx.de/Fremdgesteuert). Die Strände und die Natur sind wirklich wunderschön, aber der Rucksack ist so schwer und die Moskitos so nervig. Ich bin über Deinen Blog gestolpert und habe gleich voller Neid von Deinen Cabriotouren gelesen. Das klingt doch wirklich sehr bequem. Vielen Dank für Deine Eindrücke.

    Viele Grüße,

    Beatrice

  2. Seit Island haben es mir die Berge auch angetan. Zwischen Kindheit und (hüstel) der (beinahe) Jahrhundertwende fand ich es in den Ebenen immer gemütlicher. Aber Berge haben definitiv mehr Drama! Sonnige Grüße, Jutta

    • Frag mich mal ;-) Als Kind fand ich Urlaub in den Bergen dramatisch! Heute haben sie für mich neben den schönen Ebenen einen besonderen Reiz…
      Liebe Grüße, Tanja

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