Roadtrip durch die Bretagne: Kulinarisch auf den Spuren von Kommissar Dupin (Vlog)

Kann man sich in vier Tagen verlieben? Ja! Vor einigen Tagen war ich auf einem kurzen Roadtrip in der südlichen Bretagne und bin begeistert. Die Bretagne hat Charme: Die Landschaften sind so unterschiedlich und einmalig, die Menschen so herzlich und das Land verzaubert mit Magie, Bilderbuchatmosphäre und einem besonders ursprünglichen Lebensgefühl. 

Krimi, Küche, Küste – Der Dreiklang unser Bretagnereise

Inspiriert von den Bretagne-Krimis von Jean-Luc Bannalec entdecken wir kulinarische Lieblingsplätze des Kommissar Dupins und genießen wie die Bretonen.
Als erste Reiseimpression bringe ich Euch einen Videotagebuch zur gesamten Reise mit. In den nächsten Wochen folgen Detailberichte, auf die Ihr jetzt schon ganz gespannt sein dürft. Ich habe eine Austernzüchterin kennengelernt, durfte bei einer Bretonin „Mamie Foernant“ zu Hause zu Gast sein, um Ihr beim Crêpe backen über die Schulter schauen zu können. Ich habe an tollen Orten – sogar in einem alten Pfarrhaus – übernachtet, einen Salzbauern kennengelernt und noch vieles mehr erleben dürfen. Es war einfach herrlich! Das Meeresrauschen habe ich jetzt noch im Ohr, wenn die Wellen gegen für die Bretagne so typischen Steine an den Klippen branden oder sie sanft am weißen Strand auslaufen.

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Unsere Reise beginnt bei den Salinen von Guérande (die heute streng genommen gar nicht mehr zur Bretagne gehören) und führt uns nach Finistère. Den Namen des äußersten Zipfels der Bretagne gaben die Römer mit „Finis Terrae“, was so viel wie das „Ende der Welt“ bedeutet. Die Bretonen nennen in ihrer Sprache diese Region „Penn-ar-Bed“, was übersetzt „Anfang der Welt“ heißt. So sind die Bretonen. Sie sind erfrischend anders.
Christine vom Tourisme de Bretagne hat mir beigebracht, was das Lebensgefühl „Be Breizh!“ bedeutet – und davon habe ich eine Menge mit nach Hause genommen, ebenso wie einen Koffer voller kulinarischer Köstlichkeiten. Ihr merkt, ich sprudel vor Begeisterung über, wenn ich an meinen Kurztrip in die Bretagne denke – aber schaut selbst:

Vlog: Videotagebuch durch die südliche Bretagne

Unsere Roadtripkarte mit den einzelnen Stationen

Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich meinen kurzen Roadtrip in der Bretagne noch um ein Vielfaches verlängern können. Wer noch mehr auf den Spuren von Kommissar Dupins Lieblingsplätzen reisen möchte, findet auf einer eigenen Karte unter www.bretagne-reisen.de alle Ziele, die in den Büchern beschrieben sind.

Dupin Kriminalromane: Besondere Reiseführer mit Liebe zur Bretagne

Jean-Luc Bannalec ist der Autor der erfolgreichen Krimiserie und kein Franzose, was den ein oder anderen enttäuschen mag. Ob Jean-Luc Bannalec wirklich das Pseudonym für Jörg Bong ist, wie Wikipedia es uns als Tatsache darstellt, ist auch nicht ganz sicher, wie wir auf unserer Reise von Eingeweihten erfahren. Nichts von diesen Behauptungen wurde jemals bestätigt. Zwar schweigen die Freunde und Kenner von Jean-Luc Bannalec und lächeln bei unserer charmanten Nachfrage, aber genaues weiß man nicht.
Viel faszinierender als den Autorennamen finde ich die Tatsache, dass alle beschriebenen Orte, Landschaften und vor allem Menschen genauso sind wie so wundervoll in seinen Büchern beschrieben. Verschlüsselt der erste Band noch Namen mit ähnlich klingenden Hotels, Namen usw. verwendet Jean-Luc ab dem zweitem Band durchaus viel mehr mit der Realität. Unsere Reise auf den Spuren von Kommissar Dupin verschmolz daher mit der realen Bretagne. Wir tranken im L’Amiral in Concarneau wie Dupin unseren Kaffee, plauschten beim Abendbrot kurz mit den Besitzern Catherine und Arnaud (der in den Büchern Paul heißt). Wir besuchen die herzliche Béa auf ihrer Austernfarm Viviers de Penfoulic und lassen uns wie er genussvoll in die Geheimnisse der Austernzucht im Band 4 einweihen.
Die Kriminalromane haben mich persönlich begeistert, sind allerdings durchaus mehr Roman und Reiseführer als Krimi. Blutrünstig geht es nicht zu, vielmehr taucht man ein in die Bilderbuchlandschaft der Bretagne und in die besondere Lebensweise der Bretonen, die übrigens ebenfalls genauso begeistert von den Romanen sind.

Zum Abschluss findet Ihr einen kurzen Überblick der Reihenfolge der bereits erschienenen Bücher. Anfang November erscheint ein Kochbuch von Jean-Luc Bannalec, welches er gemeinsam mit den Inhabern des L’Amirals auf ganz liebevolle Art und Weise erstellt hat. Aber dazu – genau wie zu vielen anderen kleinen Geschichten meiner Reise – in späteren Artikeln mehr.

Band 1: Bretonische Verhältnisse*

Dupins erster Fall spielt hauptsächlich im malerischem Künstlerdorf Pont Aven. Zwei Leichen und ein unbekanntes Gemälde von Gauguin bestimmen die Handlung.

Band 2: Bretonische Brandung*

Zehn Seemeilen vor Concarneau liegen die karibisch wirkenden Glénan-Inseln. Neben weißem Sand und kristallklarem Wasser findet Dupin nicht nur ein Naturparadies sondern auch drei Leichen, die in diesem Buch die Geschichte bestimmen.

Band 3: Bretonisches Gold*

Die Salzgärten auf der Guérande-Halbinsel bilden die traumhafte Kulisse des Kriminalromans und Dupins dritten Fall. Neben viel Wissenswertem zur Region und kulinarischen Genüssen wie dem Fleur de Sel liegt geht es auch in diesem besonderem Reiseführer spannend zu.

Band 4: Bretonischer Stolz*

Wieder ein Genuss ist der 4. Fall von Kommissar Dupin: Spannung, Humor, Meeresbewohner und wieder die Liebe zur Bretagne und zu den Bretonen machen das vierte Buch von Jean-Luc Bannalec aus. Dazu lernt man viel über die bretonische Austernzucht und taucht ein in das besondere Lebensgefühl der Bretonen.

Band 5: Bretonische Flut*

Der fünfte und aktuellste Fall von Kommissar Dupin führt seine Leser nach Douarnenez und zur vorgelagerten Insel Île de Tristan. Schmugglerrouten und tolle landschaftliche Beschreibungen führen dazu, dass man das Meer riechen und das Salz schmecken kann.

Bretonisches Kochbuch: Kommissar Dupins Lieblingsgerichte*
(frisch im November 2016)
Ein Kochbuch mit viel Liebe zur Bretagne, Geschichten des Kommissars und wie ich finde tollen Einblicken zu den im Roman vor kommenden Menschen. Ich blogge zum Buch noch einen gesonderten Artikel in Kürze. 

Tipp für einen Reiseband: Wer Lust auf eine Bretagnereise hat, dem kann ich – neben meinen Reiseartikeln natürlich – den Reiseführer aus dem Michael Müllerverlag* empfehlen. Auf über 600 Seiten gibt es eine Fülle von Informationen: Angenehm zu lesen, eine übersichtliche Gestaltung und viel Atmosphäre.

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Weitere Blogartikel:

Neben Christine begleiteten mich auf der Bretagnereise Antje von Delicioustravel, Sabine von Reisenomadin, Dirk vom Gourmet-Blog und Tina von Lunch for one. Auf diesen Blog findet Ihr bald noch weitere Berichte. Antje ist bereits mit einem Genussartikel gestartet und Sabine mit einem salzigen „Fleur de Sel“ Erlebnis ergänzt.

Offenlegung: Auf meine kulinarische Reise durch die Bretagne auf den Spuren von Kommissar Dupin wurde ich eingeladen von Comité Régional du Tourisme de Bretagne. Vielen Dank dafür. Meine Meinung bleibt wie immer die eigene.

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9 Kommentare

  1. Toller Bericht, Tolle Tipps, die wir gerne mitnehmen werden, wenn wir im kommenden Mai im Mietwagen Frankreich erkunden wollen. Natürlich ist uns bewusst, das wir uns auf einen kleinen Teil beschränken müssen. Dafür gibt es zu viel zu sehen

  2. Christiane

    der Videobericht von Dir macht wirklich schon wieder Lust auf me(e)hr. Bin gespannt über die einzelnen Detailberichte und auch bei den anderen (Sabine, Antje) werde ich mal hineinschauen.
    Liebe Grüße von Christiane und jetzt werde ich mir die Pralinengeschichte ansehen ;-))

  3. Das weckt doch gleich wieder die Sehnsucht nach der Bretagne. Irgendwie scheint es, sind wir alle infiziert. Da hilft jetzt nur ein großer Löffel Crème Caramel du Beurre salé …

    • Infiziert ist das richtige Wort. Schaue ich aus dem Bürofenster, würde ich zu gern wieder Koffer packen und die Herbstsonne in der Bretagne genießen…

  4. Hallo Tanja,

    ich freue mich schon so sehr auf die Detailberichte! Salzbauern, Crepes, Komissar Dupin – Genau mein Ding!

    Liebe Grüße
    Jessica

    • Liebe Catherine, danke für die schöne Einladung und auch das gute Essen im L’Amiral :-) Ich komme bestimmt wieder!!! Ganz liebe Grüße auch an „Mami“ :-)

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