Höhr-Grenzhausen: Wo Ihr im Kannenbäckerland den Keramikhimmel entdecken könnt

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Schon mal vom Kannenbäckerland gehört? Macht nichts, ich auch nicht. Wäre da nicht Twitter und wären da nicht die WaltzingMeurers, die mich schon öfter zu Reisen und besonderen Ausflügen inspiriert haben, wo ich noch nicht einmal wusste, dass es das auf der Welt gibt. Ähnlich war es mit dem Kannenbäckerland. Eines morgens fluteten traumhafte Fotos mit Keramiken meine Twittertimeline. Als Frau mit Neigung zu kulinarischen Genüssen liebe ich Keramik und ganz besonders Tassen und Becher. Ich kann nicht genug davon bekommen und war von den Twitterbildern verzückt. Es stand für mich fest: Da muss ich hin! Wo liegt das Kannenbäckerland überhaupt? Diese Frage stellte sich erst danach.

Wo liegt noch mal Höhr-Grenzhausen?

Als Kannenbäcker wurden vor mehreren Hundert Jahren Töpfer des Westerwaldes genannt, die Kannen und Krüge aus Ton brannten. Sie waren im ganzen Land bekannt und ihre Waren sehr geschätzt. Das Kannenbäckerland liegt im Westerwald, nicht einmal anderthalb Stunden Fahrt von meiner Heimat Krefeld. Die Ortschaft Höhr-Grenzhausen liegt zentral 100 km von Köln, 110 km von Frankfurt und weniger als 16 km von Koblenz entfernt. Bei Töpferei- und Keramikliebhabern ist die Ortschaft bekannt, da Hobbyzubehör facettenreich in Höhr-Grenzhausen geordert werden kann. Dieser Ort ist Mittelpunkt der keramischen Industrie: ASARastal und viele weitere bekannte Marken haben sich hier angesiedelt. Jedes Jahr im Juni findet in der 10.000-Seelen-Stadt der größte Keramikmarkt Deutschlands statt. Höhr-Grenzhausen ist quasi der Nabel der Keramikwelt – nur ich kannte es bisher nicht. Das sollte sich nun ändern!
Als ich von der Autobahn abbiege, werde ich schon auf das Wochenende thematisch eingestimmt: Auf einer Mauer stehen viele große Tontöpfe in unterschiedlichsten Mustern und Farben aufgereiht. Es gibt ein Ceramique-Eiscafé, Keramik-Restaurants und Stuben. Im Ortskern begegnen mir immer wieder Tontöpfe, Keramikhausschmuck und Kunstwerke. Keramik ist allgegenwärtig.

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Töpferei Girmscheid – Der Tradition auf der Spur

Gegenüber der Fachhochschule in Höhr-Grenzhausen befindet sich die Töpferei Girmscheid. Gitta und ihr Mann Joachim betreiben die Traditionstöpferei mit Liebe zum Handwerk und Design. Seit 1884 wird hier echt salzglasiertes Westerwälder Steinzeug hergestellt. Als Laie bringen mich die Fachausdrücke durcheinander. Steinzeug? Porzellan? Ton? Alles zerbricht, wenn es auf den Boden fällt, so viel ist mal sicher. Aber wo liegen die Unterschiede? Allein darüber könnte man eine Abhandlung schreiben. Vereinfacht lässt sich Keramik als Oberbegriff beschreiben. Die Unterteilung erfolgt nach Ton-Beschaffenheit, Porigkeit, Oberflächenversiegelung und Farbigkeit des verwendeten Materials. Porzellan wird gern als das weiße Gold bezeichnet und ist die hochwertigste Keramik. Steinzeug ist wiederum hochwertiger als Ton. Lehm und Ton sind Naturprodukte und verwittern mit Feldspat und vielen anderen Mineralien. So fällt auch die Qualität der Kreamikprodukte ganz unterschiedlich aus. Wer sein Wissen in diesem Bereich vertiefen möchte, findet online eine Fülle von Informationen.

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250 m² Werksverkauf bietet die Töpferei Girmscheid

Mich zieht es zunächst magisch in den Verkaufsraum. Girmscheids betreiben neben ihrer Töpferei einen Werksverkauf auf über 250 qm. Das Angebot erschlägt mich auf den ersten Blick. Es scheint nichts zu geben, was es aus Ton nicht gibt: Tassen, Teller, Schüsseln, Bierkrügen, Vasen, Krüge, Töpfe, sogar Blumenampeln, Knoblauchpressen, Butterdosen, Eierbecher und selbst Türschilder und Räuchermännchen kann ich entdecken. Von Farben und Formen entdecke ich viele Dinge aus meiner Kindheit wieder. Meine Oma schien ein Fan des Westerwälder Steinzeugs gewesen zu sein, wie mir jetzt erst klar wird. Viele Keramikteile erkenne ich von ihr wieder. Mir ein bisschen zu bunt, gehen Gitta und Joachim neue Wege und gestalten auch wieder ruhigere Muster, dezentere Farben. Der Run auf die Traditionsmuster ist dennoch ungebrochen.

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Joachim Girmscheid ist mit Leidenschaft Töpfer und Kannenbäcker im Westerwald

Ich laufe mit Joachim durch den Werkverkauf und stolz zeigt er mir die verschiedenen Produkte. Qualitativ ist Westerwälder Steinzeugs für die Ewigkeit kreiert: Noch in den Schränken meines Vaters befinden sich Erbstücke meiner Oma mit Brotkasten und dem berühmten Römertopf. Das kommt nicht von ungefähr: Wie vor über hundert Jahren wird Westerwälder Steingut in speziellen Öfen gebrannt. Die robuste und widerstandsfähige Salzglasur entsteht bei über 1.200 Grad, wie der Fachmann mir erklärt. Damit sind alle Produkte spülmaschinenfest, mikrowellengeeignet und backofenfest. Konkret heißt das auch, die Tontöpfe sind durch die hohe Temperatur im Ofen witterungsfest geworden, weil sich kein Wasser im Ton mehr sammeln und es zum Sprengen bringen kann. Auflaufformen müssen nicht vor der Benutzung gewässert werden und sind gleich einsatzbereit. Das fasziniert mich. Vor kurzem ist ein Stonewareartikel von Pampered Chief in meinem Haushalt eingezogen. Was ich da aus Amerika für viel Geld gekauft habe und als Neuerung vermarktet wird, befindet sich im Kannenbäckerland schon seit Generationen im Einsatz. Hier fehlt leider das entsprechende Marketing und Bekanntheitsgrad. Euch kann ich Brotbackformen aus Steinzeug wärmstens ans Herz legen – schmeckt besser wie beim Bäcker und statt Stoneware a la PC greift auf die heimischen Produkte zurück. Muss man halt nur wissen…
Mit Joachim darf ich einen Blick hinter die Kulissen der Steinzeugherstellung schauen. Ab 20 Personen können solche Führungen bei ihm exklusiv gebucht werden. Im Trocknungsbereich stehen viele Bierkrüge in unterschiedlichen Größen. Während Franken Bier aus Halblitergefäßen trinken, trinken echte Bayer aus den großen Literbehältern, berichtet der Töpfermeister mir mit einem schelmischen Grinsen. Hier werden halt alle Wünsche erfüllt und die Vielzahl der Töpfereiprodukte ist beeindruckend.

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Jedem das seine – Für jedes Maß eine Mass

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Hier wird alles in Handarbeit hergestellt.

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Eine besondere Erfindung ist die Knoblauchreibe. Auf einem Teller mit speziellen Einkerbungen wird Knoblauch oder Ingwer entlang des Tellers gerieben, statt umständlich gepresst. Die anschließende Reinigung ist um einiges einfacher.

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Neugierig bin ich auf Produktion an der Töpferscheibe. Maschinen kommen nicht zum Einsatz. Beherzt greift Joachim einen zwei bis drei Kilo Brocken Ton und massiert ihn kräftig durch. Schwach darf man nicht sein. Das massive Durchkneten sieht anstrengend aus. Surrend setzt sich die Drehscheibe in Bewegung und ich verfolge jeden Handgriff des Töpfers fasziniert. Es sieht einfach aus, doch ich wüsste, ich würde scheitern. Mit drehender Scheibe formt sich aus dem Klumpen Ton ein Behälter, der zur Schale wird. Mit geübten Fingern zaubert der 56jährige Traditionsmuster an Schalenrand und -wand.

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Zum krönenden Abschluss meines Besuchs in der Traditionstöpferei darf ich einen Blick in den frisch abgeschalteten Ofen werden. Auf Spezialbrettern stehen die Werke. Ich erfahre Wissenswertes über alte Brennverfahren und wie sehr sich der Vorgang verändert hat. Eines ist aber geblieben: Die Neugierde, wie sich die einzelnen liebevoll gefertigten Tonsachen beim Brennen verändert haben.

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Ein besonderer Ofen brennt auf 1.200 Grad und verdedelt mit Salznebel die Keramiken

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Heute wird im Salzbrennofen anders gestapelt als damals

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Für jeden Töpfer das Highlight: Seine handwerklich gestalteten Töpfersachen aus dem Ofen holen!

Tischkultur im Keramikkasino – Wo Du Künstler auf einen Kaffee/Tee triffst

Aus der Jahrhunderte alten Töpfertradition haben sich im Laufe der Jahre viele Keramikkünstler in der Region angesiedelt. Im Keramikkasino trifft sich Kunst, Kultur und Keramik. Was mich genau erwartet, weiß ich nicht, als ich mein Auto zum Kasino steuer und in einem Wohnviertel ende. Fast unscheinbar liegt das Kasino umringt von Häusern.

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Das Kasino ist eine Mischung aus Atelier, Showroom, Ladengeschäft, Café und Treffpunkt – von allem etwas. Im Kern dreht sich aber auch hier alles um Keramik. Das Kasino ist ein Ort, an dem man Keramik genießen kann, pointiert Sandra Nitz für mich. Sie hat mit Nicole Thoss quasi als Hauptorganisatoren das Kasino ins Leben gerufen. Ohne Familie Heinz wäre all das jedoch nicht möglich, räumt die 45jährige ein. Die Familie ist mit Herrn Heinz Sponsor und Unterstützer.
Die Künstler der Region stellen im Kasino wechselnd ihre Produkte aus und sind durchaus vor Ort beim “Café-Dienst” anzutreffen. Ein spannendes Konzept finde ich und beginne meinen Rundgang durch den Showroom.

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Schlicht und mit Fokus auf die Kunstwerke präsentiert sich das Kasino

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Und zack: Schon am Eingang rufen Tassen nach mir: “Nimm mich mit..!”

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Die Atmosphäre hat etwas Feierliches: Kunstvoll ist die handwerklich erarbeitete Tischkunst in Szene gesetzt.

“Ist das schön!”, denke ich mir. Bis auf wenige Ausnahmen gefällt mir alles hier. Allerdings sind die Exponate keine Massenprodukte, sondern entsprechend künstlerisch hergestellt und nicht billig zu haben. Während ich einige Ton- und Keramikausstellungsstücke nur anschauen kann, habe ich mit Sandra und Nicole gleich Künstler um mich, die mir zu ihren Werken berichten und mich hinter die Kulissen schauen lassen können. Das macht das Keramikerlebnis im Kasino besonders.

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Platten mit besonderen Drucken

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Nicole hat sich auf Ton-Druck spezialisiert.

Nicole hat sich auf Druck Ihrer Tonwerke konzentriert. Wäre mehr Zeit heute, hätten wir das zusammen einmal hätten ausprobiere können. Das möchte ich unbedingt nachholen. Ich schaue mir ihre Vasen, Wandprojekte und Platten genauer an. Auf handgemachten Töpferwerken habe ich das bisher noch nicht gesehen: Fotos landen als Abdruck auf getöpferte Produkte.

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Designmakerin Sandra Nitz erspürt als Künsterlin das Material und hat dann eine Vision, was man daraus ästhetisch machen kann.

Sandra versteht sich selbst nicht primär als Künstlerin, sondern als Designmakerin. Mir gefällt die Wortwahl, umschreibt sie perfekt das, was ich im Kasino mit den Künstlern erleben darf.  “Handwerk ist viel moderner als man denkt.”, berichtet mir Sandra. “Kunsthandwerk hat hohe Ansprüche ans handwerkliche Können aber auch an die Kunst.” Ich fühle mich an meine Erstlings-Tonwerke erinnert, die – aus unerfindlichen Gründen – je höher sie wurden ärmlich in sich zusammen fielen und mich fast zur Weißglut trieben. Das Handwerk sollte man beherrschen, denke ich mir und bewundere Sandras Werke. Sie arbeitet primär mit Porzellan, was in der Handhabung noch weicher und filigraner, aber dafür auch nicht so gut stabil formbar ist. Ich würde schlecht wahnsinnig werden. Die Kunstwerke aus französischem Limoges-Porzellan sprechen mich an – optisch, aber auch die Haptik ist faszinierend. Das bringt uns zum nächsten Programmpunkt unseren gemeinsamen Tages. Tee-Tasting!

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Das Café ist im Kasino integriert und lädt zum Verweilen und Ausprobieren ein.

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Im Kasino darf man nach einem (Einkaufs-)bummel im Café danach entspannen, leckeren selbst gemachten Kuchen probieren und Kaffee trinken. Dabei darf die passende Tischkunst mit der man liebäugelt ausprobiert werden. Das soll etwas bringen, denke ich mir noch. Bis ruckzuck viele Tassen aufgebaut wurden und wir jeder unsere Wahl treffen. Passend dazu hab ich verschiedene Teesorten mit gebracht (hier finden sich primär Kaffeetrinker) und wir probieren uns durch die Sorten aber auch durch die unterschiedlichen Tassen. Da gibt es verschiedene Formen und Größen, Ton, Porzellan, im Holzofen gebrannte Becher usw.

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Tassen ausprobieren mit Tee-Tasting im Café – besser gehts nicht, oder?

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Probieren geht über studieren…

Absolut faszinierend für mich: Es stimmt! Der Tee schmeckte aus jedem Becher irgendwie anders. Die Unterschiede der Haptik begeistert mich. Darauf hatte ich konkret vorher nie geachtet. Manche Tassen sind solche Handschmeichler, dass ich sie gar nicht mehr hergeben mag. Andere fühlen sich eher spröde und stumpf an. Trotz Teeliebhaberin stelle ich fest, dass Henkel für mich wichtig beim Teegenuss sind und ich Cups nicht so mag. Wir plaudern angeregt weiter. Das Naschwerk und Küchlein aus dem Hotel Heinz sind nicht nur kunstvoll in Szene gesetzt, sondern runden das Tasting mit einem phantastisch Geschmack ab. Ich lerne eine Menge über das Kunsthandwerk und trenne mich ungern von dieser schönen Runde.

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Immer vorrätig: Leckerer hausgemachter Kasino-Kuchen.

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Auf Nicoles Platten schmeckt der Kuchen aus dem Hause Heinz doppelt gut.

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Wenn ich mir heute Tee in meine Mitbringsel aus dem Kasino einschütte, denke ich mit einem Lächeln an den Nachmittag, streiche über meine neue Lieblingsteetasse und lasse meine Finger über die “Nitz-Tasse” und ihre Rillen gleiten. Ich glaube, ich sollte bald mal wieder in den Westerwald ;-)

 

Hereinspaziert: Die Künstlergasse (Es sei denn, es ist Sonntag)

Der Merkelbachhof ist in Höhr-Grenzhausen bekannt als Künstlergasse. In der Brunnenstraße beginnt hinter dem Café Libre eine kleine Gasse. Haus an Haus schmiegt sich ein Künstlerhaus. Eintreten ist ausdrücklich erwünscht – außer wenn Sonntag ist. Sonntags sind die Künstler oft auf Märkten. Bei meinem Besuch waren die Türen zu den Werkstätten der Kunstkeramiker leider geschlossen. Ein kleiner Bummel und blick hinter die Fenster war dennoch spannend. Gleiches Schicksal ereilte mich beim Café Libre. Die Website und das Konzept vor Ort klingt interessant.

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Katzen bewachen den Eingang der Künstlergasse

 

Das Keramikmuseum

Wer noch nicht genug von Keramik hat, kann in Höhr-Grenzhausen auf 2.500 qm Ausstellerfläche der Keramikgeschichte von 5 Jahrhunderten auf den Grund gehen. Ich war mit meinen Keramikerlebnissen bei Girmscheid und Künstlerkasino bereits bestens informiert. Dadurch fand ich manche Exponate nicht ganz so interessant. Dagegen sollen die Kunstvermittlungskurse wunderbar sein. Hier können auch Tages- und Wochenendkurse gebucht werden.

Selbst Hand anlegen – Die Sache mit dem Töpferkurs auf die Schnelle

Eigentlich hatte ich mir für das Wochenende vorgenommen, selbst mal wieder etwas mit Keramik anzufertigen. Das letzte Mal ist schon so lange her und in mir schlummert immer noch die kreative Handwerkerin. Habe ich als Kind mühselig meine Ton-Würstchen gedreht und am schöpferischen Endprodukt mehr oder weniger feinsäuberlich verspachtelt, lockte mich für das Wochenende in Höhr-Grenzhausen eine kreative Selbstfindung an der Töpferscheibe. Zwei Stunden hatte ich gedanklich eingeplant – soweit die Theorie. Im Gespräch und praktischen Begleitung in Girmscheids Töpferei und in anschließenden Gesprächen mit den Künstlerinnen im Kasino habe ich schnell gemerkt, dass das nicht die kreative Erfüllung ist. Da muss einfach mehr Zeit mehr. Mehr Zeit, um sich mit dem Material und mit dem Design (und dem eigenen Können) auseinander zu setzen. Was ein Glück, dass der Nabel der Keramikwelt nicht weit von mir entfernt liegt. Töpferkursangebote gibt es viele und mit einer Kombination von Wellness im Hotel Heinz, werde ich das sicherlich einmal umsetzen. Der Aufenthalt im Hotel war einfach perfekt – dazu später in einem gesondertem Artikel mehr.

Restauranttipp: Mit den Einheimischen bei Pino

So viel Tischkeramik an einem Tag macht hungrig. Neben einem köstlichem Dinner im Hotel Heinz habe ich an meinem Wochenende bei Pino gegessen. Mitten im Ort Höhr-Grenzhausen befindet sich der Italiener im historischem Gasthof. Ich ergattere den letzten Tisch im gut besuchten Restaurant. Die Vorspeise Bruschetta war wie von Mama und auch das Scaloppa war gut gegrillt und mit köstlicher Soße. Im Sommer sitzt man im Garten sicherlich wunderbar.

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Das Pino befindet sich im historischem Haus direkt im Ortskern von Höhr-Grenzhausen

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Film zum Keramikhimmel

 

 

Karin von Bonn geht essen war ebenfalls zu Gast in Höhr-Grenzhausen. Ihren Artikel findet Ihr hier.

Offenlegung: Ich wurde vom Kannenbäckerland-Touristik-Service und vom Hotel Heinz in Höhr-Grenzhausen zu einem Wochenende im Westerwald eingeladen. Herzlichen Dank dafür. Meine Meinung im Blogbericht bleibt davon unbeeinflusst. Für den Post wurde ich nicht bezahlt.
Es war eine phantastische Zeit – allen Beteiligten lieben Dank dafür!

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5 Kommentare

  1. Wow, ein ganz toller, interessanter Bericht mit so vielen tollen Fotos.
    Danke, dass du mich dadurch mit in den Westerwald genommen hast!
    Herzliche Grüße,
    Annette

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