Wellness im Binshof – Einmal wie neu geboren fühlen!

Speyer, Binshof, Linder Hotel Wellness

“Wellness und Spa” – allein die beiden Begriffe rufen bei mir reflexartig Entspannung aus. Je hektischer mein Alltag ist, um so größer ist meine Lust, sich eine kurze Auszeit zu nehmen und Kraft zu tanken. Wer mir auf Twitter folgt oder treuer Stammleser dieses Reiseblogs ist, weiß, dass mich neben Fulltimejob, einem dementen Vater und so einiges mehr aus der Familie fordert. Kurzurlaube für mich sind meine Quellen zum Auftanken. Gern kombiniere ich diese Reisen mit Sightseeing, etwas Einzigartigem und Verwöhnprogramm. Im Lindner Hotel in Speyer auf dem Binshof hab ich all das für ein für mich perfektes Wochenende erleben können!

Hamam – Wenn orientalische Träume in der Pfalz wahr werden

Ich bin aufgeregt. Mit meinem nicht vorhandenem Astralkörper versuche ich, Ganzkörper-Wellness-Anwendungen zu vermeiden. Doch jetzt ich habe mir ein Herz gefasst. So oft hatte ich gehört, dass im Lindner Binshof die Hamam-Anwendungen besonders gut sein sollten. Jetzt oder nie, dachte ich mir und buchte mich mutig ein. Da wandle ich nun über die ganz neu gestaltete Anlage von über 5.000 qm. Im Binshof ist dem Hamam eigens ein ganzes Haus gewidmet worden. Im öffentlichen Bereich kann jeder selbst auf heißem Stein und wohl angewärmten Steinsitzen seine Hamam ohne gebuchte Anwendungen nutzen. Darüber hinaus gibt es einen privatem Rhassoulraum und zwei Hamam-Behandlungszimmer.

Speyer, Binshof, Linder Hotel Wellness

Für jeden ohne Anwendungen nutzbar: Der öffentliche Hamambereich

Der blaue Himmel und der warme Sommermorgen lassen das Hamamhaus mit seinen Palmen und Zypressen aussehen, als ob ich einen Wellnesstag im Orient und nicht in Speyer verbringe. Je näher ich dem Hamamhaus komme, desto mehr steigt meine Nervosität. Wie gemalt steht Emad Abbas an der Hausmauer gelehnt, lediglich bekleidet mit einem Hamamtuch und wartet auf mich. Sein gewinnbringendes freundliches Lächeln nimmt mir ein gutes Stück meiner innerlichen Scheu.

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Hamamliege im Anwendungszimmer

Macht man Hamam eigentlich nackt? Ich weiß es nicht und habe zur Sicherheit einen Badeanzug an. Stellt Euch vor, ich hätte nichts unter dem Bademantel und ein Badeanzug wäre eine normale Bekleidung bei einem Hamam in unseren Breitengraden – das wäre an Peinlichkeit nicht zu überbieten und typisch für mich.
Ich lege mich auf die angenehm wohlig temperierte Mamorplatte und gestehe Emad meine Bedenken und Hemmungen, die er sicherlich aber schon 10 Meilen gegen den Wind wahrgenommen hat. Das Emad selbst halb nackt vor mir steht, lässt sich innerlich für mich besser fühlen. Der Spa-Leiter lächelt mich an, geht in die Hocke und zeigt mir seine Utensilien wie Seife, Ziegenhaarhandschuh und Bürste. Dabei erläutert er mir in aller Ruhe, wie ein Hamam abläuft. Ich mag Emad und alles zusammen schafft mir ein sicheres Gefühl. Ich beginne, zu entspannen.

Ab da lasse ich mich fallen und genieße in vollen Zügen. Es ist eine Mischung aus Zuckerbrot und Peitsche – aber alles wohlig angenehm. Ich werde eingeseift, mit der Bürste komplett abgeschrubbt, was die Durchblutung anregt und durchaus manchmal etwas rauer ausfällt. Immer wieder folgen sanfte Wasseraufgüsse. Bei der Kopf- und Nackenmassage muss ich wohlig schnurren. Jeder Zentimeter meines Körpers ist auf Wohlfühlen eingestellt – herrlich! Aus Stoff zaubert Emad Seifenkissen, lässt sie sanft über meinen Körper fahren, was ein streichelndes, sehr zartes angenehmes Gefühl ist. Ich spüre, wie die Seifenblasen einzeln zerplatzen und meinem Körper entlang laufen, bis mir die nächste Wasserschüssel wieder ein ganz anderes Hautgefühl bereitet. Die Anwendung hätte für mich endlos so weiter gehen können. Nach diesem Erlebnis lasse ich mich im Garten des Binshofs nieder und lasse alles nachwirken. Das war phantastisch! Warum habe ich so etwas vorher noch nie gemacht?

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Außenliegen zwischen den einzelnen Saunen

Saunieren, Schwimmen, Ausruhen

Was es ausreichend im Binshof gibt: Platz zum Entspannen und Ruhen. Viele Rückzugsmöglichkeiten und Ruheräume warten nur darauf, benutzt zu werden. Bei dem heutigen Sommerwetter sind viele Besucher im Außenbereich. Ich lasse mich auf einen der Ruheliegen nieder und bin vielleicht dafür verantwortlich, dass künftig diese Räume nicht Ruhe- sondern Schlafraum heißen. Wie ein Baby schlummere ich schon am frühen Mittag weg – Wellness kann so herrlich anstrengend sein…

Nach meinem ersten Schlaf – ja, es sollte heute nicht der letzte Schlaf am Tage sein – steige ich in die Fluten des Außenpools, drehe ein paar Runden und genieße die Unterwassermassageanlagen.

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Außenwhirlpool

Speyer, Binshof, Linder Hotel Wellness

Innen- und Außenpool haben Massageunterwasserdüsen

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Ab August 2017 ist der gesamte Wellnessbereich im Lindner Hotel Binshof neu gestaltet

Auch bei einen Saunagang bleiben keine Wünsche offen. Im Binshof gibt es besondere Aufgüsse. Je nach Aufgußart wird Eis oder Obst gereicht – für die Haut und zum Essen versteht sich. Während in anderen Saunen oft viel beim Aufguss geredet wird, läuft im Binshof der Aufguß ruhig, fast gediegen ab. Irgendwie wirkt diese Vorgehensweise entspannender auf mich.

Genuss im Spa-Bistro

Schwimmen macht hungrig. Warum das so ist, weiß ich nicht. Nach einem wunderbaren Wellnessvormittag klopft der Hunger an. Im Lindner Hotel Binshof kann man dafür geschmeidig im Bademantel bleiben und einen Imbiss im Spa-Bistro einnehmen. Bei den sommerlichen Temperaturen lockt mich ein Joghurt mit Obstsalat und leckeren Nüssen.

Floating – Abtauchen für Geist und Seele

Mit Floating im Wasser schweben ist ein absolutes Entspannungs-Highlight! 13% Salzgehalt beinhaltet die Solegrotte im Binshof. Dunkel ist es, als ich die Grotte betrete und die Luft riecht warm und salzig. Ich steige die Stufen hinab und lasse mich im Wasser nieder. Bei dem hohen Solegehalt fällt das Sitzen schwer.  Langsam gleite ich nach hinten und lasse meinen Kopf so weit unter Wasser gleiten, dass die Ohren mit Wasser bedeckt sind. Unterwassermusik dringt an mein Ohr. Das ist ein eigenartiges aber unheimlich wohliges Gefühl – fast wie bei Mama im Bauch, als man noch ein Baby war. Alles klingt dumpf und weich. Floating heißt neudeutsch diese Entspannungsbadekultur und das dürft Ihr Euch nicht entgehen lassen. Ich lasse alles locker, gehe nicht unter und jeder Muskel an meinem Körper entspannt. Auch mein Nacken liegt völlig entspannt im Wasser. Entspannt schwebe ich auf dem Wasser. Ich bin alleine in der Salzgrotte und lasse mich so durch das Becken treiben. Empfohlen sind 20 Minuten pro Bad und ich lasse ab und zu meinen Blick zur Uhr an der Wand gleiten. Hier vergesse ich die Zeit und könnte gern länger verweilen. Besser ist es jedoch, öfter ein Bad in der Grotte zu nehmen und sich an die 20 Minuten zu halten.

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Mein absolutes Highlight: Floating in der Salzgrotte und schweben wie ein Baby

Steingriffelmassage – Nicht jeder Griff ist sanft aber tut gut

Nach der für mich mutigen Ganzkörpermassage im Hamam am Vormittag genieße ich am Nachmittag eine Steingriffelmassage. Gesundheitlich bin ich wie Ihr wisst nicht ganz auf der Höhe, spürte daher durchaus den ein oder anderen fachmännischen Griff meines Masseurs mit leichten Schmerzen. Aber nicht alles, was gut ist, tut beim ersten Mal gut. So ließ ich den Meister gewähren, überließ mich ganz seinen Profihänden. Spannungen lösen sich auf, so manche Lymphbahn wurde freier. Auch das gehört zum Lindner Binshof: Es gibt nicht nur kosmetische und schöne Massagen, sondern auch gesundheitlich wirkende Anwendungen.

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Zum Abschluss eines genialen Wellnesstags drehe ich noch einmal eine Runde im Solebad und anschließend zur leichten Vitalisierung zum Abendessen im normalen Pool. So Nichtstun und eine Auszeit kann ganz schön anstrengend sein. Zum Abendessen musste ich mich etwas aufraffen, genoss dann mit einem Cocktail den Sonnenuntergang und verschwand kurze Zeit danach im bequemen Bett für einen tiefen Schlaf. Solche Auszeiten sollte man sich viel öfter nehmen!

Offenlegung: Meine Recherchereise nach Speyer wurde unterstützt von Lindner Hotels & Resorts, insbesondere dem Lindner Hotel & Spa Binshof. Für diese Veröffentlichung wurde weder meine Meinung beeinflusst, noch habe ich Honorar dafür erhalten. Die Begeisterung kam von alleine.

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