Kreativ im Urlaub: Wie ich im Saarland zur Backschwester wurde

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Ist das Saarland eine Genussregion mit besonderen Spezialitäten? Bis vor kurzem hätte ich die Frage verneint, kannte ich das Saarland bisher nur vom Durchfahren und Saarbrücken von kurzen Dienstreisen. Bei einem Wochenendtrip in das kleinste Flächenland Deutschlands nehme ich mir Zeit, entdecke eine Manufaktur nach der nächsten, die mich schlichtweg begeistern! Über die Rimoco hatte ich Euch schon berichtet. Heute nehme ich Euch mit zu den Backschwestern – und auch hier: Zu schade, dass das Saarland so weit weg vom Rheinland liegt. Ich wäre gern öfter dort!

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Gutes Brot fängt bei gutem Mehl an

Wer sind eigentlich die Backschwestern?

Die Backschwestern kannte ich bisher nur aus dem Internet. Was und wer sich genau dahinter verbirgt, war mir nicht bekannt. Ich bin weniger die Torten- oder Kuchenkünsterlin, backe lieber selbst geschrotetes Brot. Auf meiner Genussreise durchs Saarland war ich um so mehr erfreut, dass die Backschwestern persönlich mit dabei sind.
Was die wenigsten wissen werden: Hinter dem trendigen Shop, Lädchen und Blog der Backschwestern steht Familiengeschichte in 3. Generation. Ich staune nicht schlecht, als wir vor der großen Bliesmühle anhalten. Die Büroräume haben etwas Herrschaftliches aus vergangenen Zeiten. Gespannt lausche ich Andrea, wie gutes Mehl hergestellt wird. Da spielen die Wetterlage, die Getreidesorten, Feuchtigkeitsgehalt und Eiweißwerte eine große Rolle. Das ist gar nicht so einfach. Die beiden Schwestern haben mehrere Unternehmenszweige und beschäftigen 230 Mitarbeiter. In der Welt der Haferflocken, Mehle und Fettpulver führen die beiden eine große Firma und dennoch sind sie mit allem so herrlich auf dem Boden geblieben und sympathisch. Neben internationalen Kunden sind die Juchem-Schwestern vor allem der Region treu, beliefern viele regionale Bäcker und Manufakturen.

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Im Laden der Backschwestern findet man viele Helferein für noch bessere Backergebnisse – Bild: Quarkundso.de

Shoppingtour in Eppelborn: Von Backmischungen und QKies

Eigentlich stand ein Besuch des Lädchens nicht auf unserem Plan. Doch wenn Foodblogger und Genussreisende unterwegs sind, dann will man shoppen! Wir überreden Andrea und decken uns mit zahlreichen Backutensilien ein. Viel Zeit bleibt leider nicht und vor lauter leckeren Süßigkeiten, Tassen und Hilfmittel zur Backqueen habe ich bei meiner Auswahl einen kleinen Overflow.

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Backmischungen: Für kleines Geld tolle Qualitäten! Bild: Quarkundso.de

“Backmischungen?”, fragt Ihr Euch jetzt? Genau so ging es mir auch. Ich bin kein Fan von Fertigpackungen gewesen. Dr. Oetker & Co habe ich in meinem Leben durchaus mal benutzt, gehören aber nicht in meine Lieblingsliga – anders bei den Backschwester-Mischungen! Preislich für mich unschlagbar günstig schmecken die Brote fantastisch. Und ausgefallene Torten gelingen auf einmal auch mir. Mit der Drin-drunter-drauf-Tortencreme könnt Ihr schwer Eindruck schaffen, probiert’s aus!

backschwestern, saarland, genussreise, brot backenEin originelles Highlight: QKies, die Kekse mit dem digitalem Etwas. So bin ich über das Internet überhaupt auf die Backschwestern aufmerksam geworden. Heute packe ich einige Backmischungen in meinen Warenkorb und lasse mir zu Weihnachten dazu etwas Schönes einfallen. Die Idee, Kekse mit QR-Code auszustatten und Botschaften zu senden, ist genial. Nach dem Backen erhalten die Kekse einen vorgefertigten QR-Code. Auf einer Webseite gibt man an, wohin der Link führen soll. Das kann neben einer Internetseite auch ein Youtubefilm oder ein Foto auf Flickr oder sonst wo sein. Euren Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

Backkurs – einmal so richtig durchkneten und befeuern

Von der Theorie zur Praxis: Regelmäßig organisiert Andrea Backkurse. Von der hohen Tortenkunst über saisonale Backkunstwerke wie Christstollen oder Osterleckereien wird das Angebot immer weiter ausgebaut. Die Kurse dauern einige Stunden oder maximal einen Tag, so dass Ihr sie prima auf Eurer Saarlandreise buchen und genießen könnt. Bei meinem nächsten Trip ins Saarland reizt mich ein Cakepopkurs:

Langsam wird es Abend. Auf unserer Bloggertour erwartet uns ein besonderes Highlight: Andrea lädt uns zu sich nach Hause und wir dürfen in historischem Ambiente unseren Brotbackkurs dort erleben statt im Backschwester-Laden. Was würde ich darum geben, in so einem schönem alten Haus zu wohnen? Der alte Keller hat so viel schon erlebt, spricht Geschichte. Heute glänzt er für uns im Kerzenschein.

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Für unser kommendes Abendessen perfekt eingedeckt

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Tolles Ambiente im historischem Keller von Andrea Juchem

In der Nachbarstube betreut uns ein fachkundiger Bäcker. Richtig kneten und schleifen – wie der Fachmann sagt – will geübt sein. So legen wir nacheinander Hand an, genießen so manche Leckerei und haben Spaß bei unseren Bäckereiaktionen.

Bei dem useligen Wetter heizt der Ofen nicht nur auf, sondern die Flammen hüllen uns in eine heimelige Atmosphäre. Während die Brote in ihren Körbchen ruhen, genießen wir köstlichen Saarlandwein. Wie die Profis gelangen unsere Brotkunstwerke via Backschuber in den alten Ofen. Hätte ich so einen bei mir im Keller, ich würde glaube ich eine Bäckerei aufmachen – für Spätaufsteher versteht sich.
Eine knappe Stunde später sind unsere Brote fertig. Wieviel Backzeit benötigt wird, hängt neben der Hitze vor allem von der Witterungslage ab. Da ist Profiwissen gefragt. Als wir die Brote wieder aus dem Ofen holen, wird es nicht nur angenehm warm, es duftet unbeschreiblich gut!

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Die Flammen heizen den Ofen auf

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Noch müssen die Teiglinge ruhen und weiter gehen

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Unser Backerlebnis aus dem Brotkurs kann sich sehen lassen!

Da kann kein Brot vom Bäcker mithalten! Es würde auch länger halten, aber frisches Brot mit gutem Aufschnitt überlebt bei uns nicht lange.
Wollt Ihr auch auf Eurer Saarlandreise backen, so informiert Euch rechtzeitig vorher zu den angebotenen Backkursen, sie sind schnell ausgebucht. Seid Ihr als Gruppe unterwegs, so sprecht Andrea gern auch für einen Sonderkurs an.

Offenlegung: Meine Reise wurde mit zwei Übernachtungen und kulinarischem Programm unterstützt von der Tourismus Zentrale Saarland, den Backschwestern und Villeroy & Boch. Für diese Veröffentlichung wurde weder meine Meinung beeinflusst, noch habe ich Honorar dafür erhalten – die Begeisterung kam ganz von allein und meine Einkäufe habe ich selbst bezahlt.

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4 Kommentare

  1. Genuss können die Saarländerinnen und Saarländer. Und wie ich Andrea kenne, hat sie wieder viel Liebe zum Detail in Euer Treffen gesteckt: Ich kann das frische Brot förmlich riechen 😍

    Jedenfalls toll, dass Dir das Saarland gefallen hat. Nach knapp 10 Jahren ist es zu meiner Heimat geworden 💚

    Liebe Grüße,
    Bianca

  2. liebe Tanja,
    ach ja … so schön war’s im Saarland! Ich freu’ mich riesig, dass wir uns auf der Reise rund um den Genuss kennengelernt haben – Danke für die wunderbare Cabriotour auf dem Weg zum Koch-Event … das war so cool. Ich hoffe, wir sehen und bald mal wieder und ich schick’ dir ganz liebe Grüße!
    herzlichst Katrin / soulsister meets friends

    • Das Vergnügen lag und liegt auf meiner Seite :-) Wir holen das in heimischen Gefilden nach – spätestens wenn wieder die Cabriozeiten beginnen ;-)

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