Kleine Eskapaden in und um Köln {Rezension Ausflugstipp-Reiseführer}

Ein Reiseführer für Köln? Warum nicht! Vor allem, wenn die Ausflugstipps nicht Mainstream sind und viele Ziele man als kölsche Mädsche und Jung oder Imi (enne imiteete Kölsche) nicht kennt. Mit Eskapaden* hat der Dumont-Buchverlag eine neue Reihe ins Leben gerufen, die mir gut gefällt. Das Kölner-Eskapaden-Buch habe ich mir genauer angeschaut:

In Eskapaden geht es um kleine Auszeiten, Ausflüge und Miniurlaube in und um Köln. Dazu passend sind die Kapitel unterteilt nach unterschiedlichem Zeitbedarf. Abstecher mit rund vier Stunden sind ausreichend bebildert und beschrieben ebenso wie Ausflüge mit 12 und Miniurlaube mit 36 Stunden. „Ab nach draußen!“ heißt es im Buch. Diesem Motto folgend gibt es besondere Tipps fürs Grüne. Etwas überrascht mich, dass es in Köln so viele grüne Ecken gibt. Schnell stelle ich Dank der gemalten Karten aber fest, dass das Umland Köln im Buch durchaus sehr weit definiert wird – sogar bis Krefeld!

Zwischen Natur und Kunst – Krefelds Randbezirke

Im Rahmen der Stadtaktion Perspektivwechsel wurde das Projekt Wood Art Gallery umgesetzt. Obwohl ich in Krefeld wohne habe ich erst später und durch Zufall das künstlerische Outdoorerlebnis entdeckt. 20 Künstler aus Deutschland, Italien, Mexiko, USA, Frankreich, den Niederlanden, Russland, Ukraine und Großbritannien lassen die Natur die Bühne für ihre Kunstobjekte werden. Zu Hause lese ich nach, dass die Kunstwerke am Gebäude nur ein Teil der ganzen Aktion sind. Es wurden Betonrohe, Plattenwege und mehr auf einem größerem Gelände künstlerisch gestaltet. Die Natur bildet zugleich den Rahmen, Kulisse und die Bühne. Noch heute kann man die Werke besichtigen und mit der Zeit gewinnt die Natur das Gebiet wieder zurück – das vermittelt einen besonderen Charme!

Autofriedhof im Neandertal

Wer kennt ihn nicht, den Urzeitmenschen Neandertaler? Zierlich sind sie nicht, wie die Neandertaler so vor mir stehen. Etwas klein für meinen Geschmack, aber gut gebaut. Die Neandertaler waren keine „Steinzeitrambos“, sondern intelligente Menschen. Davon kann man sich im Kreis Mettmann im Neanderthalmuseum überzeugen. Inzwischen haben sich im Neandertal noch mehr alte Dinge angesammelt. Unweit vom Museum kann man eine außergewöhnliche Fototour über einen Autofriedhof unternehmen. Ich war begeistert!

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Fotos und Text machen Lust gleich mit einem Ausflug zu starten

Ist die Hitzewelle bald vorbei, habe ich mir folgende Ziele aus dem Buch vorgenommen:

Kräutersammeln in Köln Porz

Es gibt Bärlauchfelder direkt am Rhein! Bisher kannte ich nur das Café am Rhein in Köln Langel an der Fähre. Der nächste Ausflug im Frühling wird nach diesem Tipp mit einem Spaziergang erweitert!

Adenauer und seine Rosen

Auf den Spuren der Geschichte kann man wohl wunderbar in der alten Festungsanlage Fort X wandeln. Rosenliebhaber Konrad Adenauer rettete mit der Idee einen Garten seinen Lieblingsblumen zu widmen Fort X vor dem Abriss. Mehr Infos findet Ihr dazu auch unter fortis-colonia.de.

Kölner Streetart

Es gibt schöne und hässliche Wandmalereien. Inzwischen ist Streetart in vielen Städten zum coolen Hotspot geworden. In Lyon sind die Straßenfresken hohe Kunst. In Köln Ehrenfeld kann man eine ganze Radtour entlang einer spannenden Open-Air-Galerie unternehmen. Die Website cityleaks-festival.de vermittelt Euch einen Eindruck, was Euch für Kölsche Künste erwarten werden.

Viel mehr möchte ich Euch aus dem Buch gar nicht verraten. Es gibt ausgefallene Inspirationen, was sonst nicht in einem typischen Reiseführer zu Köln aufgeführt ist. Es gibt im Kölner Eskapaden-Buch vor allem kleine Perlen in und vor allem um Köln!

Offenlegung: Das Buch erhielt ich als Rezensionsexemplar von der Autorin Susanne Völler über den Dumont-Buchverlag. Herzlichen Dank dafür. Meine Meinung bleibt wie immer die eigene. Für den Beitrag erhielt ich kein Honorar.

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