Reykjavik City Card: Mit der Freizeitkarte die nördlichste Hauptstadt der Welt erleben

Reykjavik, Freizeitkarte

Kennt Ihr noch von der letzten Fussballweltmeisterschaft die sympathischen Huh-Rufe der Fans mit Wikingerhelmen auf dem Kopf, die für ihre Mannschaft mitfieberten? Das waren Isländer! Obwohl sie im hohen Norden leben, sind sie anders als unterkühlt. Herzlich und mit Lebensfreude habe ich auf meinem Kurztrip Isländer kennengelernt. Reykjavik ist die nördlichste Hauptstadt der Welt. Dabei leben gerade mal 120.000 Menschen in der Stadt. Das wiederum 35% der isländischen Bevölkerung ausmacht. Jetzt wo Icelandair direkt ab Düsseldorf in rund drei Stunden nach Reykjavik fliegt, reizt Euch vielleicht eine Städtetour in die Nordmetropole? Ich hatte bei meinem Trip leider nur einige Stunden in Reykjavik. Plant Ihr eine Städtereise, ist vielleicht die Reykjavik City Card eine gute Option.

Reykjavik, Freizeitkarte

Die Reykjavik City Card startet ab einer Nutzung von 24 Stunden

Wo und wie kann ich die Reykjavik City Card erhalten?

Die Reykjavik City Card könnt Ihr entweder

Was kostet die Card?

Es gibt verschiedene Varianten der Reykjavik City Card, dabei wird nach einem Erwachsenen- und Kinderticket sowie der zeitlichen Nutzung kategorisiert. Familienkarten gibt es leider nicht. Folgend die Preise im Überblick für 2019. Aktuelle Preise findet Ihr stets auf der der Website der Freizeitkarte.

Reykjavik City Card
für 24 Stunden
Reykjavik City Card
für 48 Stunden
Reykjavik City Card
für 72 Stunden
Erwachsene 3.900 ISK* = ca. 29€ 5.500 ISK* = ca. 40€ 6.700 ISK* = ca. 49€
Kinder 1.600 ISK* = ca. 12€ 2.600 ISK* = ca. 19€ 3.500 ISK* = ca. 25€

*ISK = Isländische Kronen

Reykjavik

Die nördlichste Hauptstadt der Welt liegt direkt am Meer

Erlebnisfaktor: Was ist mit der Reykjavík City Card inklusive?

Mit der Reykjavík City Card kann man kostenlos und unbegrenzt innerhalb der Hauptstadtregion Reykjavik die Stadtbusse nutzen. Darüber hinaus ist das Fähr-Ticket zur Insel Viðey kostenfrei. Busse fahren in Reykjavik regelmäßig.
Die Reykjavík-Karte ist allerdings mehr als eine Fahrkarte. Es gibt freie, inkludierte Ausflugsziele und welche mit Rabattkonditionen. Eine große Auswahl an Museen, Galerien und alle Schwimmbäder in Reykjavík sind kostenfrei. Ermäßigungen mit Rabatten gibt es für verschiedene Touren, Geschäfte und Dienstleistungen.
Isländer lieben Ihre Thermalbäder und nehmen gern ein Bad zwischendurch. Dabei wird auf Hygiene mehr als bei uns geachtet. Da kann sich keiner mal an den Duschen vorbei mogeln. Duschgel ist für einen Bade-Quicki in den öffentlichen Duschen des Thermalbades meist vorhanden.

Reykjavik

Auf dem Weg zum alten Hafen von Reykjavik mit dem Bus

Auch zum Thema Kunst und Museen muss sich die nördlichste Hauptstadt der Welt nicht verstecken. Die für mich interessanten Museen sind allerdings nicht im Eintritt frei, sondern Ihr erhaltet mit der Karte Rabatt. So gibt es 50% Rabatt für das Aurora-Museum. Wenn bei Euch das Wetter nicht mitspielt und Ihr keine Polarlichter durch eine nächtliche Wolkendichte sehen könnt, ist das Museum ein Tipp für Euch. Aurora ist ein Nordlichtzentrum, wo Ihr über die Schönheit und Fakten dieses Naturschauspiels mehr erfahren und erleben könnt.

Im Herzen des alten Hafen von Reykjavik in der Nähe des Aurora-Museums befindet sich das Walmuseum. Mit der Städtekarte gibt es 30% auf den Eintrittspreis. Whales of Island ist die weltweit größte Ausstellung von Walen. Beeindruckend hängen Nachbauten in realer Größe von den Decken. Diese lebensgroße Modelle stellen die in den isländischen Gewässern vorkommenden Arten vor: Vom kleinsten Meeressäuger, dem Schweinswal, bis hin zum gigantischen Blauwal. Auch hier überrascht mich leider die wohl für Island typische Eintrittszeit. Um 17 Uhr schließen bereits die Museumstüren. Dank des netten Mitarbeiters darf ich aber schnell noch meine Runde durch das Wal-Museum drehen.
Wenn Ihr Wale live erleben wollt, erhaltet Ihr mit der Freizeitkarte Nachlass auf Ausflüge und Tagestouren.

Reykjavik

Mit dem Hop-on-hop-off-Bus geht es zu den Sehenswürdigkeiten Reykjaviks – allerdings nur bis 16.15 Uhr

Mit dem Hop-on-hop-off-Bus durch Reykjavik?

Mein sonst so geliebter Hop-on-hop-off-Bus ist in Reykjavik leider nicht in der City Card enthalten. Für diesen Bus müsst Ihr ein Extraticket für rund 30 Euro kaufen. Auch wenn dieser Bus nicht in der Freizeitkarte inkludiert ist, wollte ich ihn nutzen. Ich hatte bei meinem Island-Kurztrip nur drei Stunden in der Stadt und solche Stadtbusse bringen einen in kürzester Zeit zu den Hotspots der Sehenswürdigkeiten und vermitteln auf der Fahrt gleichzeitig eine Stadtführung über Kopfhörer. Das schien mir im Hinblick auf die Zeit effektiv. Allerdings: Die Busse fahren nur bis 16.15 Uhr. Auch wenn dieses Busticket 24 Stunden genutzt werden kann, bringt es für eine Nutzung am Nachmittag nicht viel. Dafür lohnt sich eine Fahrt ab 9.30 Uhr direkt zum Start der Buslinie.

Öffnungszeiten im Blick haben

Island öffnet häufig seine Sehenswürdigkeiten später und schließt früher, als ich es kenne. Zwischen 10 bis 16 Uhr seid Ihr auf der sicheren Seite. Recherchiert bei Eurer Citytour vorab besser genau die Öffnungszeiten. Manche Angebote – wie das Aurora beispielsweise – sind dagegen bis spät in den Abend geöffnet. Habt Ihr wenig Zeit bei Eurer Reise, kommt es auf die richtige Planung an.

Reykjavik, Freizeitkarte

Zur Card gibt es ein Faltblattplaner und bei der Touristeninformation Bücher zur Stadt

Mein Fazit

Wer viele Museen in Reykjavik besuchen und den Bus nutzen möchte, für den lohnt sich die Reykjavik City Card. Wer gut zu Fuß ist, kann sich auch ohne Bus durch die kleine Hauptstadt begeben. In ganz Island gibt es keinen Zug – weder S- noch U-Bahn. Ein Tages-Busticket kostet aktuell für Erwachsene 800 ISK (6€), 20 Einzeltickets 9.100 ISK (67€). Wirklich testen konnte ich die Freizeitkarte dieses Mal nicht, weil ich nur einen knappen Nachmittag in Reykjavik war. Am besten plant Ihr vor der Reise, welche Sehenswürdigkeiten Ihr in der Stadt erleben wollt und rechnet durch, ob sich ein Kauf lohnt. Gute Tipps zum Städtesightseeing findet Ihr auf der Visit Reykjavik Website.

Offenlegung: Zur Recherchereise nach Island wurde von Icelandair eingeladen – ganz herzlichen Dank dafür! Meine Meinung bleibt wie immer die eigene. Für den Beitrag erhielt ich kein Honorar.

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3 Kommentare

  1. Ich bin auch ein Fan vom Hop-on-hop-off Bus. Ich hätte sogar gedacht, dass er in Reykjavik teurer sein würde. Cool zu wissen, dass sie dort auch fahren! :) Die Karte scheint trotzdem recht nützlich zu sein. :) LG

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