Kunstreise im Museum Georg Schäfer

(enthält Werbung) Das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt bietet die Bühne für den Auftritt des deutschen Kunstgeschehens im 19. Jahrhundert. Beheimatet in einem außergewöhnlichem architektonischen Bau von Volker Staab erwartet Euch eine spannende Kunstreise.

Schweinfurt, Fränkisches Weinland

Die außergewöhnliche Architektur von Volker Staab gibt den Gemälden den passenden Rahmen

Ich beginne meinen Museumsbesuch im obersten Stockwerk, nehme auf der Bank Platz und lasse die ersten Eindrücke auf mich wirken. Die Architektur der Räume ist klar, sehr ansprechend und auf das Wesentliche reduziert, so dass dem Betrachter primär die Werke der Künstler ins Auge fallen. Lediglich die Farbgestaltung der Wände unterbricht die Reduktion und dient als Führer durch die Epochen.

Schweinfurt, Fränkisches Weinland

Die Farbgebung der einzelnen Räume ist ein Wegweiser durch die Kunstepochen

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Licht und Schattenspiele, wie Künstler alter Zeiten nur gemalt haben – Joseph Rebell: Der Arco di Foggia

Im Museum Georg Schäfer  ist für einen Besuch alles durchdacht, man kann sich einfach treiben lassen. Fasziniert nähere ich mich dem Gemälde von Joseph Rebell. Auf seinem Kunstwerk Der Arco di Foggia (Die Grotte Foggia) malte er in Öl ein für mich umwerfendes Bild mit einem gekonnten Spiel aus Licht und Schatten. Außer Aquarelle und abstrakte Ölmalerei bekomme ich nichts auf die Leinwand, umso mehr zieht mich der Pinselstrich der alten Künstler in seinen Bann. Beim Betrachten des Gemäldes beginnt mein Kopfkino. Ich stelle mir vor, wie es damals für den Künstler gewesen sein muss: Wie hat wohl sein Atelier ausgesehen? Ob er bei Kerzenlicht gemalt hat? Wer war seine Muße und was hat ihn motiviert?

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Die Architektur der Räume ist klar und sehr ansprechend und auf das Wesentliche reduziert

In einem Museum geht es für mich nicht nur um die Betrachtung von Gemälden. Für mich ist es ein Kunsterlebnis und regt meine Phantasie an, in die Welt des Schaffenden einzutauchen. Dabei mischen sich Fakten mit einer Zeitreise in meinem Kopfkino – eine spannende Mischung.
Ich wandele weiter durch die Säle des Museums. Überall hängen interessante Werke von unbekannten Künstlern und von berühmten Persönlichkeiten wie Carl Spitzweg, Casper David Friedrich oder Max Liebermann.

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Unbekannte und berühmte Persönlichkeiten vermitteln im Museum Georg Schäfer die Charakteristika der Malerei des 19. Jahrhunderts

Schweinfurt, Fränkisches Weinland

Manche Bilder kommen fast an einem Foto heran

Erinnerungen an meine Schulzeit kommen auf. In meinem Kopf erwachen Fragen meines Lehrers, der uns damit auf neue Interpretationswege geführt hat. Ich muss gestehen, dass ich damals Referate in Kunstgeschichte langweilig fand. Die Originale im Museum allerdings wirken viel lebendiger als die Dias, die uns an die halb zerfetzte Schulleinwand geworfen wurden. Das Museum vermittelt auf beeindruckende Art die Charakteristika der Malerei des 19. Jahrhunderts, ist quasi die Bühne für den Auftritt des deutschen Kunstgeschehens dieser Zeit. Vom Klassizismus über Frühromantik, Impressionismus oder schwarze Romantik: Sie alle hängen im Museum Georg Schäfer – wobei jeder Raum eine neue (Kunst)Welt eröffnet!

Schweinfurt, Fränkisches Weinland

Die Architektur des Hauses reduziert den Blick auf die Kunstwerke

Schweinfurt, Fränkisches Weinland

Der Museumsbau ist ein architektonisches Meisterwerk von Volker Staab

Rund 1.000 Gemälde und über 4.500 Zeichnungen bilden den Kern der Georg Schäfer Sammlung, die seine Erben in das Museum eingebracht haben. Damit beherbergt das Museum die bedeutendste Privatsammlung der Kunst des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Ich bin ehrlich: So ein Museum hätte ich in Schweinfurt nicht erwartet! Die Zeit vergessend lasse ich mich treiben. Die brillante Kunst „weg zu konsumieren“, fühlt sich falsch an. Ich brauche bei manchen Kunstwerken Zeit für die Wirkung und Würdigung. Wäre das Museum Georg Schäfer in meiner Nähe, so käme ich sicherlich öfter vorbei. Neben der Hauptausstellung finden immer ausgefallene Sonderausstellungen statt. Beispielsweise verpasse ich leider um wenige Tage die Ausstellung von Henri de Toulouse-Lautrec, die hätte ich mir zu gern angesehen.
Es ist also nicht nur die wohltuende Klimaanlage des Museums, die mich in dem eindrucksvollem Bauwerk von Volker Staab so lange verweilen lässt. Zum guten Abschluss im Museum genieße ich im angeschlossenen Café Pictura guten Kaffee und ein Stück Kuchen. Die erfrischende Gartenlimonade solltet Ihr Euch vorweg nicht entgehen lassen.

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Leckerer und erfrischender Abschluss im Museums-Café Pictura

Informationen für Euren Besuch
  • Adresse: Museum Georg Schäfer, Brückenstraße 20, 97421 Schweinfurt
  • Öffnungszeiten: Dienstag: 10 – 20 Uhr Mittwoch bis Sonntag: 10 – 17 Uhr Montags geschlossen (außer an Feiertagen).
  • Eintrittsgelder: Erwachsene zahlen für einen Besuch 5 Euro. Mehr Details zu den Eintrittspreisen findet Ihr hier.
  • Führungen: Es gibt unterschiedliche Führungen. Es kann ein Audioguide für 2,50 Euro für einen individuellen Rundgang gemietet werden.
  • Barrierefreiheit: Es gibt einen barrierefreier Zugang über einen Aufzug (Seiteneingang).
  • Hunde sind nicht erlaubt.
  • Parkmöglichkeiten: Unter dem Museum befindet sich eine Tiefgarage mit behindertengerechten Parkplätzen und Aufzug.
Offenlegung: Meine Recherchereise wurde vom Fränkischen Weinland unterstützt – ganz herzlichen Dank dafür! Meine Meinung bleibt wie immer die eigene. Für diesen Beitrag erhielt ich kein Honorar, wohl aber für die Erstellung von Filmmaterial – daher ist dieser Artikel „zur Sicherheit“ mit „enthält Werbung“ zu Beginn gekennzeichnet.

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