Crema Catalana: Der spanische Dessert-Klassiker

So knusprig, so weich! Beides in Harmonie ist für mich ein fantastischer Nachtisch. Der Klassiker Crema Catalana vereint beides. Dieses spanische Dessert kann man auch gut als Laie, wie ich eine bin, selbst zu Hause machen.

Einfach die Augen schließen, den betörenden Duft riechen, vorsichtig den Löffel zum Mund führen, genüßlich die Creme schmecken: mild, sanft, süßlich, dann wieder herb mit kleinen harten, karamellartigen Splittern des Toppings – wunderbar! Crema Catalana oder Crème Brûlée sind eines meiner Lieblingsnachtische – aber welchen Dessert mag ich eigentlich nicht?
Insofern bin ich vielleicht ein schlechter Berater, denn ich ziehe durchaus süße, sündhaften Desserts jedem Gang eines guten Menüs vor! Für viele ist ein Nachtisch der krönende Abschluss eines guten Essens. Für mich kann der Nachtisch durchaus alleiniger Hauptbestandteil einer Mahlzeit sein.
Auch wenn ich Desserts gern genieße, bin ich nicht die Nachtisch-Heldin in der Küche. Aber Crema Catalana habe ich in mindestens 100 Varianten bereits selbst ausprobiert. Diese Dessertcreme mit einer knusprigen karamellisierten Zuckerschicht soll durch einen Fehler entstanden sein. Nonnen wollten dem Bischof bei seinem Besuch eine Freude machen. Der wollte aber nicht lange bleiben und drängte zum Gehen, dass die Nonnen den noch nicht fertigen Kuchen einfach an der Oberfläche karamellisierten. So  entstand die leicht verbrannte Schicht. Habe ich doch mehr von einer Nonne, als ich je dachte?!? Den Bunsenbrenner zu Hause habe ich inzwischen fest im Griff und nicht wie anfangs er mich. Das sind Fortschritte. Bei meiner kulinarischen Stippvisite in Barcelona habe ich zwar fast beim Topping der Crema Catalana die Küche fast in Brand gesetzt, aber: Man muss Opfer bringen und es schmeckte fantastisch!

Im Rahmen eines kulinarischen Ausflug nach Barcelona auf meiner letzten Kreuzfahrt auf der Costa Smeralda habe ich im Kochstudio Born to cook Barcelona bei den beiden spanischen Köchen Núria und Alex dieses Crema Catalana ausprobieren können und darf es hier mit Euch teilen. Diesen Bunsenbrenner gibt es schon für kleines Geld meistens mit den feuerfesten Förmchen im Set zusammen. Lasst es Euch schmecken – buen provecho!

Crema Catalana

Gericht Dessert
Land & Region Spanien
Portionen 6 Personen
Equipment
  • Bunsenbrenner
  • feuerfeste Dessertschalen
Zutaten
  
  • 1 Liter Vollmilch
  • 8 Eigelb
  • 180 g Zucker
  • 1 Abrieb einer Zitronenschlae
  • 1 Abrieb einer Orangenschale
  • 1 Zimtstange
  • 20-30 g Speisestärke
  • Obst zum Garnieren, wer mag
Zubereitung
 
  • In einer Schüssel die Eigelbe und die Speisestärke mit einigen Tropfen Milch verquirlen, bis alles aufgelöst ist und keine Klümbchen hat.
  •  Die Milch und den Zucker mit der Zimstange zufügen und alles zum Kochen bringen.
  • Unter Rühren darauf achten, dass der gesamte Zucker geschmolzen ist.
  • Nach dem Aufkochen die Milch über die Eigelbe gießen und schnell verquirlen, damit sich alles dass alles perfekt vermischt wird.
  • Wenn sie nicht dickflüssig wird, die Schüssel in ein warmes Bad stellen und weiterschlagen, bis die Creme dicker wird. Die Temperatur muss mindestens 80°C betragen, damit die Stärke wirken kann, und darf 82 °C nicht überschreiten, damit sie eine glatte, schöne Textur zu erhält.
  • Crema in Förmchen füllen und diese mit Plastikfolie abdecken. Im Kühlschrank abkühlen lassen.
  • Nach dem Abkühlen einen Löffel Zucker darauf geben und abbrennen (siehe Video) , bis ein schöner Karamell entsteht.
  • Zum Garnieren können man etwas frisches Obst hinzufügen.
Keyword Nachtisch

Offenlegung: Meine Recherchereise ans Mittelmeer und durch Italien wurde von costakreuzfahrten.de unterstützt – ganz herzlichen Dank dafür! Der Inhalt dieses Artikels ist natürlich von der Einladung unbeeinflusst und spiegelt meine eigene Meinung wider. Für den Beitrag erhielt ich kein Honorar.

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