Flüssigkeitsbegrenzung am Flughafen: CT-Scanner machen bald 100-ml-Behälter überflüssig!

Niemand mag sie: Plastikbeutel für Flüssigkeiten im Handgepäck, die zu langen Warteschlangen vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen führen! Ist damit jetzt Schluss?
In den letzten Jahren haben strenge Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen, insbesondere die Beschränkung der Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck, die Reisenden vor Herausforderungen gestellt. Die als Reaktion auf Sicherheitsbedrohungen eingeführte 100-ml-Flüssigkeitsregelung im 1-Liter-Plastikbeutel hat zu Unannehmlichkeiten und längeren Wartezeiten geführt.
Reisen mit Handgepäck ist für mich grundsätzlich eine Herausforderung: Was kann ich an Kleidung mitnehmen? Was muss ich zu Hause lassen? Außerdem muss ich auch meinen Kulturbeutel genau planen, extra neue 100 ml Behälter kaufen oder alles passend umfüllen. Nervig und nicht nötig, oder? Umso mehr begrüße ich die kommende Veränderung: Computertomographie-Scanner (CT-Scanner) sollen das Handgepäck revolutionieren? Stimmt das und wo kann ich vielleicht schon ohne diese Einschränkung am Flughafen zügig durch die Sicherheitskontrolle schlendern?

Was können CT-Scanner?

CT-Scanner bieten eine detaillierte 3D-Ansicht des Gepäckinhalts und ermöglichen so eine effizientere Detektion von Sprengstoffen in fester und flüssiger Form, ohne dass Flüssigkeiten oder elektronische Geräte ausgepackt werden müssen. Auch das Limit für die Behältergröße soll angepasst werden, sodass dann auch Getränke mitgenommen werden können. Die neue Grenze soll bei zwei Litern liegen – wann genau und an welchen Flughäfen, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass die Sicherheitskontrollen für die Passagiere deutlich schneller und komfortabler werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand!

Die neue Technologie bringt sowohl für die Passagiere als auch für die Flughäfen Vorteile:

  • bequemere Kontrollen: kein lästiges Ein- und Auspacken von Flüssigkeiten
  • schnellere Abfertigung: kürzere Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen
  • Höhere Sicherheit: bessere Erkennung von Sprengstoffen und anderen gefährlichen Gegenständen
  • Umweltvorteil: weniger Plastiktüten und Plastikbehälter

An welchen Flughäfen gibt es bereits CT-Scanner an den Sicherheitskontrollen?

Der Flughafen Helsinki hat bereits im Juni 2023 als erster europäischer Flughafen die Flüssigkeitsbeschränkung vollständig aufgehoben. In Deutschland haben Flughäfen wie München und Frankfurt die Einführung dieser Technologie angekündigt, weitere Standorte in Europa werden folgen. Die Einführung von CT-Scannern ist jedoch kostspielig, daher erfolgt die Umstellung an den Flughäfen schrittweise. In Düsseldorf, Frankfurt, Berlin und Stuttgart sind die neuen Scanner teilweise schon im Einsatz und fast täglich gibt es Neuigkeiten, wo welcher Flughafen aufrüstet. Hier gilt aber nach wie vor noch die 100-ml-Beschränlung.
Mailand beispielsweise setzt bereits ab Ende 2020 auf die neuen Scanner. Getreu dem Motto: „Mit Vollgas durch die Sicherheitskontrolle“ bin ich bei meinem Abflug von Mailand so schnell wie noch nie durch die Sicherheitskontrolle geschleust worden.
Noch sind allerdings die CT-Scanner in Europa und weltweit nicht flächendeckend im Einsatz. Deshalb gilt: In der Zwischenzeit müssen sich Reisende an eine Kombination aus alten und neuen Sicherheitsverfahren gewöhnen. Es ist ratsam, sich vor Reiseantritt beim Flughafen und bei der Fluggesellschaft zu erkundigen. Aber es gibt Licht am Ende des (Security-)Tunnels und bald wird eine neue Ära beginnen und die 100-ml-Grenze wird ein Ende haben!

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2 Kommentare

  1. Am BER (Berlin) standen Schilder neben der Warteschlanke, dass die transparenten Tüten mit Flüssigkeiten nicht mehr vorgezeigt werden müssen. Auch Elektronik musste nicht ausgepackt werden.

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