Genussmomente am Niederrhein: Frische, lokale Produkte direkt vom Hof

Fotocredits: Obstkelterei van Nahmen

(enthält Werbung*) Entdecke die Vielfalt der heimischen Produkte vom Niederrhein! Genieße Käse, Fleisch, Joghurt und Fruchtsäfte in einzigartiger Qualität. Erfahre mehr über die Herkunft Deiner Lebensmittel, wie die Tiere versorgt und wie Nahrungsmittel hergestellt werden. Besuche die einheimischen Landwirte und Hofläden für eine leckere Erfahrung – so wird der Einkauf zu einem besonderen Erlebnis!

Auf zum Ziegenhof nach Korschenbroich!

Ziegenmilch und leckeren Ziegenkäse frisch vom Hof Nilgen-Schmitz

Du hast Lust auf frische Ziegenmilch oder leckeren Ziegenkäse? Dann bist du auf dem Ziegenhof Nilgen-Schmitz in Korschenbroich genau richtig! Seit 22 Jahren bietet das Familienunternehmen eigene Produkte von ihrem Ziegenhof an. Als der Sohn eine Kuhmilchallergie bekam, entschied Klemens Schmitz kurzerhand, dass er als Kuhmilchbauer auch noch zwei Milchziegen dazu nehmen kann. Das sprach sich schnell herum und immer mehr Mütter fragten am Hof nach Ziegenmilch für ihre Kinder. Aus dem Eigenbedarf an Ziegenprodukten mit zwei Milchziegen entwickelte sich inzwischen eine stattliche Herde von 60 Tieren mit einer hofeigenen Käserei. Mit Quark, Frischkäse, Jogurt, weichen und harten Käsesorten, aber auch Ziegenmilchprodukten und Eiscreme ist das Angebot des Hofladens in Korschenbroich vielfältig. Ab und an gibt es auch feinstes Ziegenfleisch zu kaufen. Die Qualität ist bei Familie Nilgen-Schmitz ein entscheidender Faktor: Alle Käseprodukte des Hofes sind frei von sämtlichen Zusatzstoffen wie Konservierungs- oder Farbstoffe. Auch das Futter für seine Ziegen baut Klemens auf umliegenden Wiesen am Niederrhein selbst an. Einen Ziegenbauernhof zu halten ist keine leichte Arbeit, aber die Mühe lohnt sich. Einige Käsesorten vom Hof sind prämiert worden und die Produkte vom Nilgen-Schmitz-Hof finden sich in Gerichten von Düsseldorfer Spitzenköchen wieder. Auch ich kaufe in dem kleinen Lädchen ein und bin begeistert von den Aromen des Käses. Der Frischkäse mit Kräutern und der gereifte Schnittkäse sind meine Favoriten. Im Hofladen gibt es neben den selbsterzeugten Ziegenmilchprodukten, auch eigens angebaute Kartoffeln (für Faule bereits geschält) sowie Obst und Gemüse der Saison aus der Region von benachbarten Bauern.
Mit vorheriger Anmeldung kann man in kleinen Gruppen eine Hofführung buchen. Auch ich darf mit Christiane und Klemens hinter die Kulissen schauen. Im ersten Stall unter Wärmelampen begrüßen mich wenige Tage alte Lämmer. Am liebsten würde ich eines mit nach Hause nehmen. Auch die Herde begrüßt mich mit neugierigen Blicken und Annäherung, ob ich neben meinem Fotoapparat nicht doch etwas Essbares dabei habe. Während sich einige Ziegen wie Models in Pose werfen, sind andere wieder ganz unbekümmert und lassen sich in der für sie eingerichteten Wohlfühloase ordentlich von Bürsten kraulen. Der aufmerksame Bock lässt seinen Blick schweifen. Bei der Herde Lämmer bin ich ganz verzückt und auch sie scheinen meine Anwesenheit mit den Bauern zu genießen. Die jungen Zieglein toben ausgelassen und vollführen fast kleine Kunststücke mit ihren witzigen Sprüngen. Mein Glücksmoment des Tages: Ich darf sie kraulen und die ich glaube ein Ziegenlämmlein hat dabei beim Handabschlecken auch gelacht…

Renate und Peter Eßer mit ihrer jüngsten und ältesten Ziege auf ihrem Hof.

Die niederrheinische Gillbach-Gans vom Gänsepeter

Von Januar bis Juni sind die Gänseeier vom Gänsepeter der Verkaufsschlager. Nirgendwo in ganz Deutschland sind Gänseeier so beliebt wie am Niederrhein – und das seit vielen Jahrhunderten. Ob als Rührei, im Kuchen, als pochiertes Ei zum Spargel oder für den hausgemachten Nudelteig: die großen, robusten Eier vom Niederrhein sind eine besondere Eierspezialität. Eine Gans legt pro Jahr nur rund 40 Eier. Dabei sind nicht alle gleich groß. Das größte Ei, welches Peter Eßer auf seinem Hof in den Händen hielt, wog weit über 400 Gramm. Das ist außergewöhnlich. Klassische Gänseeier wiegen die Hälfte.
Der Familienbetrieb mit Hofladen liegt im Rhein-Kreis-Neuss inmitten der Gillbach-Region, die für ihre fruchtbaren Böden sehr bekannt ist. Vier Generationen bewirtschaften seit über 30 Jahren den Hof und bieten hochwertige Geflügelprodukte. Peter Eßer hält seine mehreren tausend Gänse alle auf niederrheinischen Wiesen und Auen. Hier wird nichts mit Gentechnik verfüttert, Mais und Getreide kommen aus eigener Herstellung. Meistens bedient sich die Gillbach-Gans aber selbst im Maisfeld. Auf großen Auslaufflächen wachsen die Gänse langsam und natürlich heran.
Nach dem Motto: „Selbstgemacht ist immer gut“ setzt der Gänsehof vor allem auf selbst hergestellte Produkte und bietet zusätzlich im Hofladen Produkte aus der Nachbarschaft an. In der hauseigenen Metzgerei stellen Peter und seine Frau Renate mit Metzgern frische Würstchen, Aufschnitt und nach niederrheinischer Art Suppen, Soßen und Pasten auf Geflügelbasis her. Seine Gänse sind auch im Sortiment bei Gourmet Otto, die die Spitzengastronomie mit ausgesuchten Fleischsorten verwöhnen.
Ein weiteres Highlight aus dem Hofladen: Gänsemilch. So manch einer staunt beim Lesen des Aufdrucks auf der Flasche und tatsächlich staunt durchaus mal ein Besucher, wenn der Gänsepeter seine Geschichte vom beschwerlichen Melken des Federviehs berichtet. Den wenigsten fällt auf, dass es sich zumeist dann um den ersten April um Ostern handelt und die Gänsemilch in Wirklichkeit ein famos schmeckender Gänseeierlikör ist!

Gänseeier im Größenvergleich zu einem Hühnerei

Beim Gänsepeter dreht sich alles um die niederrheinische Gillbach-Gans

Privatkelterei van Nahmen: Der Champagner unter den Obstsäften

Van Nahmen wurde als rheinische Apfelkraut-Fabrik gegründet. 1930 änderte Wilhelm van Nahmen den Produktionsfokus auf die Herstellung von Apfelsaft. 100 Jahre später in der vierten Generation werden heute noch mit höchster Güte und mit handwerklicher Mosterei-Tradition Obstsäfte von heimischen Früchten vom Niederrhein hergestellt. Besonders wichtig ist dem Familienbetrieb van Nahmen die Qualität und auch das darauf aufbauende Projekt mit niederrheinischen Streuobstwiesen. Sie engagieren sich intensiv für die Erhaltung alter Sorten und Schutz der Streuobstwiesen, die für die Umwelt von immenser Bedeutung sind. Eine charakteristische Streuobstwiese bietet Lebensraum für bis zu 5.000 unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten. Traditionelle Apfelvarietäten, wie zum Beispiel Rote Sternrenette und Kaiser Wilhelm, produzieren einen außergewöhnlich schmackhaften und nahrhaften Apfelsaft. Diese und noch mehr alte Sorten sind das geliebte Kernsortiment. Seit 2007 produzieren van Nahmen sortenreine Direktsäfte und Nektare, um die Besonderheiten der einzelnen Obsttypen zu erhalten. Die intern festgelegten Standards übertreffen die rechtlichen Vorgaben. Bereits mehr als 18 Fruchtsaftsorten der Kelterei erhielten DLG-Auszeichnungen.
Ich treffe mich mit Frau von Nahmen in der Hofküche über ihren „Kleinem Saftlädchen“ in Hamminkeln. Hier finden regelmäßig Kochkurse und Saftverkostungen statt. Ich probiere verschiedene Säfte und stelle fest, dass das Tasting eher einem genussvollem Ausflug bei einem Sommelier gleicht. Ich erfahre viel über Geschmacksnuancen, alte Obstsorten vom Niederrhein, Heimatgeschichte und Wissenswertes zu Natur und zum Traditionshandwerk einer Kelterei. Die Säfte von van Nahmen sind ein Aromenfeuerwerk und ein besonderes Geschmackserlebnis. Selbstredend sind sie nicht mit üblichen Säften aus dem Supermarkt zu vergleichen. Van Nahmen bietet Gourmet-Fruchtsäfte und Nektare, die in Sternerestaurants sehr beliebt sind. Und der Familienbetrieb geht immer weiter neue Wege. „Saft ist Genuss“, beginnt Frau van Nahmen ihre Beschreibung zu den neusten Produkten. Frucht-Secco, Juicy Tea und Cidre komplettieren das Angebot. Während vielleicht ein Saft zur Begleitung eines Menüs etwas schwer ist, sind die neuen Trendsäfte und Veredelungen leicht, sehr bekömmlich und runden harmonisch ein Dinner ab. Die niederrheinische Obstkelterei bietet exklusiv eine Fruchtsaftfiebel an, wo man herausfindet, welcher Saft zu welchem Gericht am besten passt – wie bei einem guten Wein. Das wissen auch prominente Sterneköche wie Tim Raue, Hans Stefan Steinheuer und Joachim Wissler zu schätzen. Auf den Hofveranstaltungen gibt es darüber hinaus noch ganz besondere Safterlebnisse mit Touren und Kochkursen.

Sabine und Peter van Nahmen, Fotocredits: van Nahmen

Van Nahmen engagieren sich intensiv für die Erhaltung alter Sorten und Schutz der Streuobstwiesen, die für die Umwelt von immenser Bedeutung sind. Fotocredits: van Nahmen

Genholter Hof: Hofladen und Hofgastronomie mit Leidenschaft

Der Genholter Hof in Brüggen ist ein Traditionsbauernhof. Ich sitze mit Christina Ingenrieth auf einen Kaffee in ihrem Hofcafé. Erst vor kurzem hat sie den Hof von ihren Eltern Gertrud und Hermann übernommen. Beide Generationen sind noch aktiv in der Landwirtschaft, Café und Hofladen. Wir kommen ins Plaudern und ich erfahre, dass es nur der Hartnäckigkeit ihres Vaters zu verdanken ist, dass wir den Kaffee im umgebauten Kuhstall zusammen einnehmen. Wenn es nach Gertrud gegangen wäre, hätte sie nach einer Weiterbildungsreise zu Hofcafés gleich das Schlafzimmer des Hauses umgerüstet. Es sind Powerfrauen auf dem Hof zu Hause. Und gemeinsam baut die Familie frisches Gemüse und Früchte am Niederrhein an. Spargel und Erdbeeren sind sehr beliebt. Kartoffeln, auch ganz neu Süßkartoffeln, sind ganzjährig die Favoriten im Hofladen. Neben eigenen Produkten vertreibt der Genholter Hof auch regionale Produkte. Ich stöbere mit Christina durch den Hofladen und bin erstaunt, hier Granola zu entdecken. „Granola erwartet man nicht auf einen Traditionsbauernhof, oder?“, lacht sie mich mit einem Augenzwinkern an, als sie mein erstauntes Gesicht sieht. Das Barni-und-Wilma-Müsli aus der Manufaktur vom Niederrhein schmeckt umwerfend und hat Suchtpotenzial! Ebenso übrigens wie der selbst gebackene Hofkuchen. Meine Favoriten aus dem Ofen von Mama Ingenrieth: Käsekuchen und Bienenstich – himmlisch lecker!
Man spürt einen Wandel auf dem Genholter Hof. Christina Ingenrieth bewahrt Traditionen und mischt immer mehr moderne Impulse zu Genusserlebnissen und dem Design mit Gemütlichkeit. Der Hof lädt zum Einkauf frischer, regionaler Produkte und gern zu einem Tässchen Kaffee und Kuchen ein. E-Bike-Ladestationen sind vorhanden und der Genholter-Hof liegt an der Spargelstraße für eine gemütliche Radtour. 

Granola vom Niederrhein: Meine neue Leidenschaft!

Erdbeeren vom Hof schmecken wunderbar! Fotocredits: Genholter Hof, Brigitte Odinius

Ausflugsziel St. Töniser Obsthof

Der St. Töniser Obsthof hat Tradition. Seit Generationen wird Obst angebaut und zum Verkauf angeboten. Mit zahlreichen Apfelbäumen prägt der Hof die Landschaft. St. Tönis ist die Apfelstadt vom Niederrhein. Mag der niederrheinische Ort auch klein sein, so beeindruckend ist es, dass hier über 400.000 Apfelbäume stehen, die ungefähr 40 Millionen Äpfel als Ernte einbringen. Jacqueline Huhndorf leitet nicht nur den Obsthof, sie ist auch seit letztem Jahr die amtierende Apfelkönigin und damit die Fachfrau für Äpfel am Niederrhein. Die Landwirtin gestaltet immer wieder mit neuen Ideen den Hof neben den Einkaufsmöglichkeiten vom Niederrhein auch zu einem erlebnisreichen Ausflugsziel für die ganze Familie. Es gibt Selbstpflück-Felder für Blumen und Obst als auch ein großes Volleyballfeld für jeden, der vielleicht beim Genuss seines leckeren Kuchens vom Niederrhein ein Pfündchen wieder abtrainieren möchte. Kinder erleben auf dem Hof einen Streichelzoo. Es gibt Ziegen, Hasen und sogar kleine Ponys. Man kann im Café einkehren oder es sich auf der großen Außenterrasse im Grünen gemütlich machen. Bis auf Weihnachten und Neujahr hat der St. Töniser Obsthof jeden Tag im Jahr geöffnet. 

Mit zahlreichen Apfelbäumen prägt der Hof die Landschaft.
St. Tönis ist die Apfelstadt vom Niederrhein.

Immer wieder ein Hit: Selbst gemachte Marmeladen aus frischem Obst vom Hof!

Fast das ganze Jahr geöffnet und frisches Gemüse jeden Tag!

 
Noch mehr Kulinarik-Tipps am Niederrhein
Diese und viele weitere kulinarische Highlights findest Du unter:
https://stadt-land-niederrhein.de/kulinarik/

Weitere Fotos

Offenlegung: Meine Artikelrecherche zum Thema „Genuss am Niederrhein“ wurde unterstützt von der Niederrhein Tourismus GmbH – ganz herzlichen Dank dafür! Der Inhalt dieses Artikels ist natürlich von der Unterstützung unbeeinflusst und spiegelt meine eigene Meinung wider. Für den Beitrag erhielt ich ein Honorar.
Der Artikel ist Bestandteil des ReAct-Projektes „Stadt. Land. NIEDERRHEIN.“. Dieses Projekt wird als Teil der Reaktion der Europäischen Union auf die COVID-19-Pandemie gefördert.

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3 Kommentare

    • Das freut mich sehr!
      Ich muss gestehen, dass ich die Obstkelterei van Nahmen erst durch meine Tour hier entdeckt habe. Neben meinem Einkauf in Saftladen gibt es glücklicher Weise die leckeren Säfte auch in den Hofläden hier :-)

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