Kulinarische Stippvisite in Barcelona

Taste the City! Fremde Regionen und Städte schmecken wunderbar… – und mit einer kulinarischen Sightseeing-Tour und einem Kochkurs lernt man Städte wie Barcelona auf eine besondere Art sogar mit wenig Zeit gut kennen.

Im Altstadtviertel El Born in Barcelona gibt es viele Tapasbars und Restaurants

Kleiner Bummel durch die Altstadt von Barcelona

Wir legen mit der Costa Smeralda im Hafen von Barcelona an. Wie immer ist alles für uns Gäste perfekt und ohne Hektik organisiert. In einer kleinen Reisegruppe werden wir zur Gangway und zu einem Bus geführt. Dieser fährt uns bequem ein paar Minuten in die Innenstadt. Es sieht nach Regen aus, aber wir haben Glück. Trockenen Fußes laufen wir mit unserem Guide durch die Altstadt Barcelonas. Am frühen Morgen wirkt die sonst so quirlige Stadt Spaniens verschlafen. Die meisten Rolladen der kleinen Geschäfte sind noch geschlossen. Eine Katze trollt sich gemütlich des Weges und fragt sich sicherlich, was die kleine Journalistengruppe mit Kameras bewaffnet durch ihre Altstadt streift und fast an jeder Ecke für ein stimmungsvolles Bild stehen bleibt. Unser Anführerin der Gruppe hat alle Mühe unseren Haufen zusammen zuhalten und zu schauen, dass keiner verloren geht. Natürlich bin ich das Schlusslicht der kleinen Gruppe und finde immer noch ein schönes Motiv der pittoresken Gassen, malerischen Momente oder besondere Streetart. Die Straßenkunst begeistert mich. Allein das ist schon einen Spaziergang durch Barcelonas Altstadt wert. Marc von Bake to the roots hat aber liebenswürdigerweise ein Auge auf mich geworfen: So bleibt er geduldig an jeder Abzweigung stehen, wartet auf mich wie ein Wegweiser und Fels in der Brandung während er die weiterziehende Gruppe in der nächsten Gasse im Auge behält. Ja, es ist nicht einfach, mit mir durch eine Stadt zu streifen. Ich weiß nicht, ob er oder ich mehr dankbar ist, dass ich die neue Sony ZVE10 mit Festbrennweite ausprobiere und für die Shots somit keinen Objektivwechsel benötige. Als Dank dafür lasse ich ihn nachher im Kochkurs auch noch endlos viele Zwiebeln schnibbeln. Ich glaube, man muss mich einfach mögen, oder?! Der Arme hat schon ein Streifen mit mir mit zu machen… Aber ich danke ihn für beides aus tiefem Herzen!
Wir laufen vorbei an viele alte Häuser, eine Gebäude schöner als das andere. Ich entdecke in den Seitengassen viele kleine Museen und auch das Picasso Museum. Spätestens jetzt fasse ich den Entschluss, wieder zu kommen. Barcelona scheint eine Stadt der Meisterwerke und Museen zu sein, ist selbst ein Freilichtmuseum und Kunstwerk an sich. Viele interessante Bauwerke, Museen und Plätze lassen wir heute links liegen und steuern auf unser Ziel der Markthalle Santa Caterina zu. Barcelona ist wirklich schön!

Die Markthalle Santa Caterina

Auch Santa Caterina ist ein Kunstwerk. Das Gebäude bietet ein ausladendes Dach unter dem wir beim leider nun einsetzenden Novemberregen Schutz suchen. Die Bedachung ist auffällig, jedoch ist für uns von unten die Besonderheit nur zur erahnen. Schaut auf der Spanien-Webseite das Dach von oben an! In Wellen angelegte, mehrfarbige Keramik auf Holz bietet der Markthalle ein besonderes künstlerisches Dach über dem Kopf, welches die Architekten Enric Miralles und Benedetta Tagliabue kreiert haben. Dabei verwendeten sie 325.000 Keramikteile in über 60 Farben. Kunst trifft Kulinarik. Santa Caterina ist seit 1845 eröffnet und war der erste überdachte Markt der Stadt. Die Halle liegt zwischen vielen guten Tapasbars und Restaurants.

Ein Bummel durch die Markthalle Santa Caterina ist ein Genuss

Frisches Gemüse so weit das Auge reicht

Für unseren Kochkurs für die Meeresfrüchte-Paella kaufen wir frischen Fisch ein

Die Markthalle ist ein Treffpunkt für Genießer, Foodflaneure, Neugierige, Einheimische und  Touristen. Vor den Toren treffen wir Núria und Alex. Die beiden Köche haben nach ihrem kulinarischen Studium in vielen interessanten Restaurants gearbeitet und nun mit Born to cook Barcelona eine Kochschule in der schönen Altstadt etabliert. Bevor sie uns dahin entführen genießen wir einen gemeinsamen Bummel mit ihnen durch die Markthalle. Bei der Welt von frischem Gemüse und bunten Früchten gerate ich in einem wahren Fotografierrausch. Schon in den Hallen von Paul Bocuse in Lyon oder letztens in Toulon haben mich solche Markthallen begeistert. Das sind für mich außergewöhnliche, genussvolle Orte und Gourmettempel des guten Geschmacks mit tollen Produkten. Regionalität wird groß geschrieben. Ich liebe es auf solche eine Weise eine neue Stadt oder Region kennenzulernen. Mit Núria und Alex erfahren wir einiges von den Experten über regionale Spezialitäten, sehen tolle Früchte, Gemüse, Fleisch, Fisch, Backwaren, Brot und kaufen ganz nebenbei unsere Zutaten für die nachher noch zu kochende Paella ein.

Ich würde am liebsten viel frisches Gemüse einkaufen – hält sich nur nicht bis zu Hause ;-)

Ich liebe Tomaten – und die spanischen Tomaten sind super!

Der gute Schinken – wer kennt ihn nicht?

Kochkurs im “Born to cook Barcelona”

Das Kochstudio Born to cook Barcelona liegt ganz im Stadtteil El Born, ganz in der Nähe von Santa Catarina. Mit unseren Einkäufen bahnen wir uns einen weg durch die engen Gassen und stehen wenig später vor einem historischem Gebäude. Durch eine alte, schwere Türe trete ich ein und bin gefangen von der besonderen Atmosphäre dieser Kochschule! Die Räumlichkeiten stammen aus dem 15. Jahrhundert und weisen noch die ursprüngliche Struktur mit Bögen und Steinmauern auf. Historikern zufolge gehörte das Gebäude einst der Familie von Christoph Kolumbus. Alles leuchtet in einem warmen Licht. Es macht sich einen Hauch Harry-Potter-Feeling breit. Ähnlich wie bei Harry im Speisesaal sieht es hier aus, eigentlich fehlen nur noch die schwebenden Kerzen. Zum Start unseres Kochkurses stehen gute spanische Weine für uns bereit und mit einem gutem Schluck genießen wir diesen schönen Moment.

Die Kochschule “Born to cook Barcelona” liegt mitten in der Altstadt. Das Gebäude stammt aus dem 15. Jahrhundert und bietet ein tolles Ambiente!

Wein und Tapas – der richtige Start zum Kochkurs

Fotografieren oder kochen? ;-)

Rezepte

Patatas Bravas: Spanische Kartoffeln mit Tomatensauce und für mich gern auch mit Aioli

Patatas Bravas: Ein Rezept für den Tapas-Klassiker

Gericht Beilage
Land & Region Spanien
Zutaten
  
  • 5 kg Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL scharfes Paprikapulver (besser geräuchert)
  • 1 rote Chilischote (je nach gewünschtem Schärfegrad ganz oder gar nicht verwenden)
  • 3 TL süßes Paprikapulver (am besten geräuchert)
  • 1 EL weißer Essig
  • 500 g geriebene Tomate ohne Kerne und Schale
Zubereitung
 
  • Die Kartoffeln schälen und in große Stücke schneiden, abspülen, bis sie ihre gesamte Stärke verloren haben (das Wasser muss klar sein).
  • Die Kartoffeln bei niedriger Temperatur (max. 130°) frittieren, bis sie zart sind, sie sollen sie nichtknusprig sein.
  • Kurz vor dem Servieren die Bravas bei hoher Temperatur (180°) für einige Minuten in der Pfanne anbraten bis sie knusprig sind. Mit der Soßen anrichten und etwas Salz hinzufügen.
  • Für die Sauce: Die Zwiebel und die rote Chilischote zerkleinern und mit einigen Tropfen Olivenöl anbraten, bis dieZwiebel goldgelb ist.
  • Das Paprikapulver hinzufügen und 1 Minute lang anbraten, dann den Essig hinzufügen, bevor er anbrennt.
  • Wenn der Essig verdampft ist, die geriebene Tomate dazugeben und mindestens20 Minuten kochen. Pürieren und abkühlen lassen.
  • Genießen!
Keyword Beilage, Kartoffeln, Snack

Seafood Paella beim Kochkurs im “Born to cook Barcelona”

Meeresfrüchte Paella

Gericht Hauptgericht
Land & Region Spanien
Equipment
  • Paellapfanne
Zutaten
  
  • 50 g Olivenöl
  • 1 Tintenfisch in Würfel geschnitten
  • 2 Zwiebeln klein gehackt
  • 1 rote Paprika klein gehackt
  • 1 grüne Paprika klein gehackt
  • 300 g geriebene reife Tomate entkernt und ohne Schale
  • 1/4 Safranfäden
  • 800 g Bomba-Reis (oder Rundkornreis)
  • etwas Fischbrühe
  • 2 Hände voll Krabben
  • 15 Miesmuscheln (ich nehme gern von Fisch immer mehr)
  • 15 Venusmuscheln
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • 1 Schuss Weißwein (auch für die Köchin - kann nie schaden)
  • 2-3 Zehen Knoblauch
Zubereitung
 
  • Den Tintenfisch in Öl anbraten.
  • Die gehackte Zwiebel und den Knoblauch hinzufügen und goldgelb karamellisieren (niedrige Temperatur).
  • Die Paprikaschoten hinzufügen und weiter karamellisieren lassen, ohne dass die Paella anbrennt.
  • Die geriebene Tomate dazugeben, bis sie etwas klebt, kann man mit Wasser oder Weißwein ablöschen, aber reduziert. 
  • Einkochen lassen.
  • Den Reis hinzugeben und einige Sekunden unter Rühren anbraten, um zu verhindern, dass beim Kochen Stärke freigesetzt wird.
  • Die Fischbrühe hinzugeben.
  • Mit Meersalz und Pfeffer abschmecken und auf kleiner Flamme kochen.
  • In den letzten 5 Minuten (je nach Reiskorn etwa 12 bis 14 Minuten) die Muscheln, Venusmuscheln und Garnelen hinzufügen.
  • Die Paella vom Herd nehmen, abdecken und 5 Minuten ruhen lassen.
Keyword Fisch, Reis

So schmeckt Barcelona: Meeresfrüchte Paella von Meisterhand mit dem Koch und frischen, regionalen Produkte aus der Markthalle.

Mein Fazit

Ich war noch nie in Barcelona, aber jetzt weiß ich nach meiner kulinarischen Stippvisite durch den Costa-Ausflug: Diese Stadt muss ich unbedingt mit mehr Zeit erkunden! Mehr kann man in diesen wenigen Stunden nicht in Barcelona erleben. Wieder einmal fand ich den Costaausflug großartig, gehe wieder mit vielen neuen Eindrücken an Bord , gepaart mit der festen Idee: Ich komme wieder!
Nach der kulinarischen Stippvisite in Barcelona freue ich mich allerdings auch wieder auf die Costa Smeralda. Auch auf dem Luxusliner schmeckt das Essen vorzüglich – besonders die Desserts von Riccardo Bellaera!
Wie mir selbst eine Crema Catalana als Nachtisch im Kochstudio in Barcelona noch gelungen ist, lest Ihr in diesem Blogartikel.

Schöne Augenblicke warten an Bord

Palmen finden sich auch in der kleinsten Gasse von Barcelona

Offenlegung: Meine Recherchereise ans Mittelmeer und durch Italien wurde von costakreuzfahrten.de unterstützt – ganz herzlichen Dank dafür! An Bord erhielt ich einen Fotoworkshop von Sony.Deutschland. Die Bilder im Artikel wurden mit der #SonyZVE10 aufgenommen. Der Inhalt dieses Artikels ist natürlich von der Einladung unbeeinflusst und spiegelt meine eigene Meinung wider. Für den Beitrag erhielt ich kein Honorar.

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