Star Princess: An Bord des neuen Flaggschiffs von Princess Cruises

Caribbean Sea, Star Princess, Princess Cruises, Fotocredit: Tanja Neumann, vielweib.de

Wer ein Kreuzfahrtschiff im Premium-Segment baut, muss heute mehr liefern als komfortable Kabinen und freundliches Personal. Princess Cruises hat eine Antwort darauf in der Star Princess gegeben, dem jüngsten Schiff der Sphere-Klasse. Eine Reportage von Bord, zwischen Florida und Grand Turk.

Frühstück an der Reling

Der Kaffee dampft, das Tablett steht auf dem schmalen Balkontisch. Die Kabine auf Deck 12, vor der Reling die offene Karibik, dahinter ein Streifen Land, der langsam näher kommt. St. Thomas, kurz nach acht Uhr morgens. Das Schiff bewegt sich kaum noch, nur die Maschinen brummen leise unter den Füßen. Auf dem Tablett: Croissant, frisches Obst, ein Kännchen Kaffee. Geliefert über den Room Service.

Es ist genau diese Art von Morgen, die Kreuzfahrer besonders lieben. Das Buffet und das International Café liegen drei Decks tiefer, das Hauptrestaurant noch einmal weiter unten am Heck. Auf der Star Princess gibt es all das, und doch beginnen viele Tage hier, allein auf dem Balkon mit Meerblick. Auf diesem Balkon, mit diesem Augenblick, sitzt nur eine.

Was für ein Schiff das ist

Die Star Princess wurde im Herbst 2025 in Dienst gestellt. Sie wurde von Fincantieri in Monfalcone gebaut. Sie ist das zweite Schiff der Sphere-Klasse, nach der 2024 in Dienst gestellten Sun Princess, und das jüngste in einer Flotte von 17 Princess-Schiffen.

Die Eckdaten: 345 Meter lang, 42 Meter breit, 21 Decks. 2.157 Kabinen, davon rund 1.500 mit Balkon. Maximal 4.300 Gäste, dazu 1.600 Crewmitglieder. Damit liegt die Star Princess oberhalb dessen, was im Premium-Segment sonst gebaut wird. Die meisten Reedereien dieser Kategorie bleiben unter 3.500 Gästen. Princess geht hier einen anderen Weg und versucht etwas Neues: ein großes Schiff, das die Dichte und den Anspruch des Premium-Segments erfüllt.

Beim Antrieb folgt die Reederei einer aktuellen Linie der Branche. Die Star Princess fährt mit Flüssigerdgas als Hauptkraftstoff, ergänzt durch ein Wärtsilä-Hybridmodul mit Batteriespeicher. LNG senkt Treibhausgase und Schadstoffe gegenüber dem Betrieb mit Schweröl spürbar, das ist belegt. Es ist die derzeit verfügbare Technik für ein Schiff dieser Größe.

Der Mann auf der Brücke heißt Gennaro Arma. Der Kapitän stammt aus Sorrento, ist seit 27 Jahren bei Princess Cruises und hat den Bau der Star Princess in Monfalcone von Anfang an begleitet. Sein erstes Schiff in der Flotte war die ursprüngliche Regal Princess und seine Lieblingsroute ist die Weltreise.

Licht und Glas: Drei besondere Orte

An drei Orten an Bord gibt es eine besondere Harmonie von Licht und Glas. Der erste Ort liegt ganz oben unter einer Glaskuppel, der zweite in der Mitte des Schiffs hinter einer gewölbten Glasfront und der dritte am Heck über dem Wasser. Princess hat sie „The Dome”, „The Piazza” und „Wake View Terrace” genannt.

The Dome befindet sich auf Deck 18, hoch über dem Bug. Es handelt sich um eine gläserne Kuppelarchitektur aus geschwungenem Stahl und Glas, die wie ein Amphitheater abgestuft ist. In der Mitte führt ein Pool von innen nach außen zur Sea View Terrace. Tagsüber liegen Gäste auf den abgestuften Reihen. Manchmal findet hier eine Yoga-Session statt. Abends verändert sich der Raum. Es werden Kerzen für ein Candlelight-Concert aufgestellt, ein Gitarrist singt gefühlvolle Lieder und draußen wird das Meer dunkel. Die Kuppel bietet Platz für etwa 250 Gäste bei Bühnenshows. Später kann man hier zum Beat des DJs grooven.

The Piazza erstreckt sich mittschiffs über drei Decks. Sie ist das pulsierende Zentrum des Schiffes. Auf jedem Deck gibt es umlaufende Galerien mit Bars und Sitzgruppen. In der Mitte befindet sich eine Bühne, auf der morgens Zumba-Kurse, tagsüber Tanzkurse und abends Live-Bands und Shows stattfinden. Was die Piazza von Atrien anderer Großschiffe unterscheidet, ist die Lichtführung. Princess hat sie an die Schiffswand verlegt. Außen schließt „The Sphere” ab, eine nach außen gewölbte Glasfront, die der Schiffsklasse ihren Namen gegeben hat. Durch sie fällt Tageslicht von der Seite in den Innenraum. An den Bars im Erdgeschoss kann man einen Cocktail mit Blick aufs Meer genießen.

Am Heck befindet sich die Wake View Terrace mit einem Infinity-Pool. Hier reicht die Glaswand des Pools bis zum Boden. Wer am Beckenrand steht, blickt direkt in die Heckwelle. Seitlich liegen zwei Whirlpools auf erhöhten Plattformen und daneben befindet sich die Wake View Bar. Es ist der ruhigste der drei Pools und bietet den direktesten Blick aufs Meer.

Drei Pools, drei Welten

An Seetagen wird die Pool-Area auf großen Kreuzfahrtschiffen stark frequentiert. Liegen sind knapp, die Becken oft überfüllt und die Lautstärke sowie das Tempo überall ähnlich. Die Star Princess hat das anders gelöst. Der Lido Pool auf Deck 17 ist der Hauptpool. Er verfügt über zwei Becken und eine Videoleinwand, auf der nachmittags Konzertmitschnitte und abends Kinofilme gezeigt werden. Hier startet die Sail-Away-Party am Einschiffungstag. Direkt darüber zieht sich ein zweites Sonnendeck umlaufend um den Pool und spendet Schatten für das untere Deck. Auch am Seetag finden sich freie Plätze.

Der Infinity-Pool am Heck ist die ruhigere Adresse. Hier sind mehr Paare und Leseratten anzutreffen, weniger Familien. Drinks können über die angrenzende Bar oder die Princess-App bestellt werden und werden direkt an die Liege gebracht.

Der Pool im Dome ist die dritte Variante. Er ist halb innen, halb außen und je nach Wetter und Tageszeit nutzbar. Bei kühlerer Temperatur bleibt der Schwimmer im Glasraum, an warmen Tagen geht er nach draußen.

Außerdem an Bord: ein vierter, exklusiver Bereich am Heck auf Deck 19, der nur Sanctuary-Collection-Gästen offensteht. Dazu später mehr.

Abends an Bord

Das Tagesprogramm der Star Princess bietet jeden Abend mehr, als ein Gast an einem Abend erleben kann. Auf fünf Bühnen wird parallel gespielt, wer die ganze Woche nutzt, entdeckt trotzdem noch nicht alles.

Das Herzstück ist die Princess Arena auf Deck 7 und 8, in der Princess zwei eigene Produktionen sowie das Latin-Konzertformat „Viva La Música” mit Liveband und Tänzern zeigt. Dazu kommen Gastauftritte, darunter beispielsweise der US-Magier Joel Meyers.

Im Dome finden abends Konzerte und Shows statt. Die Candlelight-Konzerte fangen eine besondere Atmosphäre ein: Akustikgitarre oder Klavier, Kerzenlicht, das sich auf der Glasfläche spiegelt, und draußen die dunkle See. Der Raum, der tagsüber als Sonnenterrasse genutzt wird, verwandelt sich abends in eine Bühne. Später übernimmt ein DJ.

In der Piazza spielen abends Live-Bands und Sänger. Das Programm wechselt im Laufe des Abends und die Bühne in der Mitte des Atriums zieht Gäste von allen drei Galerieebenen an. Im Princess Live auf Deck 7 wird abends Karaoke gespielt. Wer mitsingen möchte, sollte sich früh eintragen. Das Programm ist heiß begeehrt und immer wieder ein großer Spaß. Im O’Malley’s Irish Pub spielt eine irische Band bis nach Mitternacht. Der Pub ist meistens gut besucht, Princess hat ihn für die Star Princess um 32 Sitzplätze erweitert.

Wer einen besonderen Abend erleben möchte, findet ihn im Spellbound by Magic Castle. Es ist eine Speakeasy-Bar im Stil der zwanziger Jahre, die als Hommage an den Magier Richard Valentine Pitchford, bekannt als „The Great Cardini”, eingerichtet wurde. Gegen Aufpreis gibt es dort zwei Cocktails und eine Close-up-Magie-Show. Das Magic Castle in Los Angeles, das dem Konzept als Vorbild dient, ist ein Privatclub für Zauberer, den man nur durch Einladung betritt. An Bord der Star Princess ist eine Reservierung über die Dine-Line erforderlich.

Kulinarik im Überblick

Die Star Princess bietet mit über 30 Restaurants und Bars eine große Auswahl. Das Princess Cruises Buffet „The Eatery“ wurde von Deck 9 auf das Promenadendeck verlegt und um Außensitzplätze ergänzt. Insgesamt stehen 1.312 Plätze zur Verfügung: 570 entlang der Promenade unter freiem Himmel und 742 im Innenbereich. Wer möchte, frühstückt im Freien mit Blick aufs Meer. Daneben liegt der Americana Diner, der morgens als Buffet fungiert und abends à la carte amerikanische Klassiker serviert. Buttermilk Fried Chicken, BBQ Ribs oder Shrimp Po‘ Boy.

Die beiden Hauptrestaurants „Aurora“ und „Celestial Dining Room“ servieren das klassische Menü-Dinner ohne Aufpreis mit wechselnden Karten. Wer mehr möchte, besucht eines der Spezialitätenrestaurants. Crown Grill und Butcher’s Block by Dario sind die beiden Steakhouse-Adressen. Das eine ist klassisch amerikanisch und serviert Four-Sixes-Ranch-Beef, das andere ist eine Kooperation mit dem toskanischen Metzger Dario Cecchini. „The Catch by Rudi” steht für exzellentes Seafood und „Sabatini’s” für eine gehobene italienische Trattoria. Im Makoto Ocean speist man Sushi, während man im Umai Teppanyaki und Umai Hot Pot japanische Tischküche genießt.

Das ungewöhnlichste Restaurant an Bord heißt „Love by Britto“ und liegt etwas versteckt am Heck auf Deck 17. Es ist eine Kooperation zwischen dem brasilianischen Pop-Art-Künstler Romero Britto und dem Spitzenkoch Rudi Sodamin. Britto hat das Restaurant gestaltet – von den Wandbildern bis zum Geschirr. Auf den Tellern wird das Prinzip der Liebe aufgegriffen: Es gibt zum Beispiel Butter in Buchstabenform, die das Wort „LOVE” bilden, sowie Gurken- und Karottenherzen. Auch die Cocktails werden in herzförmigen Gläsern serviert. Das klingt überladen, ist es aber nicht. Die Küche hält mit einem dichten Fünf-Gang-Menü dagegen: Es gibt Wagyu, Chilean Sea Bass, Lammrücken in Pistazienkruste oder Butter-Poached Lobster. Ein Besuch ist gegen Aufpreis möglich oder im Princess Premier Paket inklusive.

Mit den Paketen Plus und Premier deckt Princess die meisten Nebenkosten ab. Dazu folgt in Kürze ein weiterer Artikel mit mehr Details. Ebenso werden weitere Artikel zur Kreuzfahrt auf der Star Princess den Sous-Chef sowie einzelne Restaurants ausführlicher behandeln.

Die Kabinen

Die Balkonkabine auf der Star Princess ist nicht größer als auf vergleichbaren Kreuzfahrtschiffen. Sie ist auch nicht kleiner. Was sie auszeichnet, sind die Details. Zwei Beispiele: Bewegungsmelder unter dem Nachttisch und im Bad aktivieren ein gedämpftes Nachtlicht. Wer nachts aufsteht, findet so den Weg zur Toilette, ohne etwas betätigen zu müssen. Die Kabine bleibt ansonsten dunkel und der Vorhang am Balkonfenster schließt blickdicht. Eine Kleinigkeit, aber jemand hat auch daran gedacht.

Es gibt genug Steckdosen: zwei US-Dosen am Bett, zwei am Schreibtisch, eine Universaldose sowie USB-A- und USB-C-Anschlüsse an mehreren Stellen. Der Schreibtisch ist groß und bietet Platz für Laptop und Unterlagen. Stauraum ist im Bad und in der Kabine reichlich vorhanden. Der Balkon ist mit einem Tisch und zwei Stühlen ausgestattet und bietet ausreichend Platz für ein Frühstück zu zweit.

Wer mehr Platz wünscht, findet ihn in einer der 123 Mini-Suiten oder einer der 80 Suiten an Bord. Die Mini-Suiten verfügen über einen größeren Wohnbereich und eine separate Sitzecke. Die Suiten, darunter auch zwei Sky-Suiten auf Deck 18 mit direktem Zugang zur Dome-Terrasse, bieten einen Butler-Service und Zugang zur Sanctuary Collection. Wer eine Kabine ohne Fenster bucht, liegt in einer der Innenkabinen in den mittleren Decks, günstigster Einstieg ins Schiff. 51 Kabinen sind barrierefrei ausgestattet.

Lotus Spa

Das Lotus Spa erstreckt sich über zwei Decks. Der Behandlungsbereich liegt auf Deck 6 und der Lotus Salon mit seinen Haar- und Beautyangeboten auf Deck 18. Das Angebot reicht von klassischen Massagen und Körperbehandlungen über Gesichtsbehandlungen bis hin zur Akupunktur. Wer sich auf See eine professionelle Gesichtsbehandlung gönnt, wird angenehm überrascht sein, mit wie viel Ruhe und Sorgfalt das Team arbeitet. Am Einschiffungstag lädt der Spa zu einer kostenlosen Führung ein, bei der verschiedene Behandlungen vorgestellt werden. Reservierungen werden empfohlen, da beliebte Zeitfenster, etwa an Seetagen, schnell vergeben sind.

Sport und Bewegung

Wer an Bord der Star Princess aktiv bleiben möchte, findet auf Deck 19 ein umfangreiches Sportangebot. Zwei großflächige Sportfelder mit Netzüberdachung bieten Platz für Basketball und Tennis. Eine Joggingbahn zieht sich umlaufend um das gesamte Deck. Am Lido-Pool auf Deck 17 finden regelmäßig Pool-Volleyballturniere statt. Das Fitness-Center auf Deck 18 ist rund um die Uhr geöffnet und Personal Trainer stehen auf Anfrage zur Verfügung. In der Piazza finden morgens Zumba- und Line-Dance-Kurse statt, für die keine Voranmeldung erforderlich ist.

Familien und Kinder an Bord

Die Star Princess positioniert sich als Schiff für Kreuzfahrten mit mehreren Generationen. Das Kinderprogramm ist solide aufgestellt, bildet aber nicht den Schwerpunkt des Schiffes. Es gibt drei Clubs: den Firefly Park für Kinder von drei bis sieben Jahren auf Deck 6, den Neon Grove Tweens Club für Acht- bis Zwölfjährige auf Deck 7 und die The Underground Teen Lounge für 13- bis 17-Jährige, ebenfalls auf Deck 7. Alle drei Bereiche verfügen über separate Räume mit altersgerechten Aktivitäten. Wer mit Kindern reist und ein Schiff sucht, bei dem das Kinderprogramm im Zentrum steht, wird bei anderen Reedereien mehr Auswahl finden. Auf der Star Princess hingegen steht das gemeinsame Erleben der Familie im Vordergrund.

Was an Bord besonders auffällt

Große Kreuzfahrtschiffe haben Engpässe. Aufzüge, Buffets, schmale Wege zu beliebten Plätzen. Die Star Princess hat einige davon clever gelöst.

Das Aufzugsystem sticht als besonderes Highlight hervor. Anstelle der klassischen „Rauf“- oder „Runter“-Tasten gibt der Passagier auf einem Display vor dem Aufzug das Zieldeck ein. Ein Algorithmus rechnet alle Anfragen gleichzeitig durch und weist einen bestimmten Aufzug zu. Im Aufzug selbst gibt es keine Knöpfe mehr, da das System die Route bereits festgelegt hat. Das hat im Bordalltag folgende Vorteile: Die Wartezeit ist kürzer, der Aufzug hält seltener auf Zwischendecks und Anfragen werden effizient zusammengefasst. Solche Destination-Control-Systeme sind in modernen Bürohäusern Standard, auf Schiffen jedoch leider noch selten. Auf der Star Princess entlastet es die Situation spürbar.

Das Buffet auf dem Promenadendeck reduziert den Andrang am Lido-Buffet, da viele Gäste die Außensitzplätze bevorzugen. Im International Café gibt es zudem kostenfrei abgepackte Snacks, Obst, Kekse und Sandwiches zum Mitnehmen. Wer früh zu einem Landausflug aufbricht oder spät zurückkommt, findet hier eine schnelle Lösung, ohne einen Umweg über das Buffet machen zu müssen.

Auf Deck 10 und Deck 11 führt am Ende der Kabinengänge jeweils eine unscheinbare Tür mit Bullaugenfenster nach draußen. Dort öffnen sich zwei Außendecks unterhalb der Brücke. Kapitänsblick, keine Verglasung, der Fahrtwind weht einem direkt ins Gesicht. Auf den Deckplänen sind diese Plätze kaum zu erkennen und daher oft nicht bekannt. Auf meiner Kreuzfahrt durch die östliche Karibik war dieser Platz jedes Mal leer. Bei der morgendlichen Hafeneinfahrt in St. Thomas oder Grand Turk ist es ein schöner Ort, um zu verweilen.

Die Bordsprache ist Englisch. Das Publikum auf meiner Karibikroute bestand überwiegend aus amerikanischen Gästen, dazu Briten und Kanadiern. Der Altersschnitt lag zwischen Mitte 40 und Anfang 60. Geraucht werden darf an zwei ausgewiesenen Stellen an Deck: Wake View auf Deck 8 Backbord und Star Bar auf Deck 18 Backbord. Im Casino ist das Rauchen während der Öffnungszeiten ebenfalls erlaubt.

Die Sanctuary Collection und ihre luxuriösen, ruhigen Ecken

Andere Premium-Reedereien haben das Schiff-im-Schiff schon länger. Princess Cruises hat sich für eine besondere Lösung entschieden. Anstelle einer abgeschlossenen Suite-Etage gibt es die Buchungskategorie „Sanctuary Collection”, die sich über alle Kabinengrößen erstreckt. Es gibt Sanctuary-Suiten, Sanctuary-Mini-Suiten und Sanctuary-Balkonkabinen. Wer eine dieser Suiten bucht, hat Zugang zu drei exklusiven Bereichen: dem Sanctuary Club am Heck auf Deck 19, dem Sanctuary Restaurant auf Deck 8 mit eigener Karte und der Signature Suite Lounge für Suite-Gäste.

Der Sanctuary Club ist Adults-only ab 16, geschlossen, ruhig, mit eigenen Sonnenliegen, Sonnenschirmen und einem eigenen Service-Team. Maximal 430 Gäste haben Zugang. An einer Wand hängt eine Schiffsglocke. Wer zwischen 15 und 17 Uhr daran zieht, erhält ein Glas Champagner.

Das Neue an diesem Konzept ist, dass sich der exklusive Bereich nicht erst ab teuren Suiten öffnet, sondern bereits ab einer Sanctuary-Balkonkabine. Damit ist Mehrgenerationen-Reisen auf eine neue Weise möglich. Großeltern können eine teurere Suite buchen, während ihre Kinder oder Enkel eine günstigere Sanctuary-Balkonkabine wählen können. Beide haben Zugang zum gleichen exklusiven Bereich.

Daneben gibt es stillere Ecken, die es ohne Aufpreis gibt. Die Sea View Bar auf Deck 17 vor dem Dome ist die am schönsten gelegene Bar an Bord und leerer im Vergleich zum Hauptpool. Wer die unscheinbaren Türen am Ende der Kabinengänge auf Deck 10 und 11 kennt, gelangt auf zwei Außendecks unterhalb der Brücke und kann hier Abgeschiedenheit mit besonderem Ausblick genießen.

Irgendwo zwischen Sanctuary Club und Außendeck, zwischen Champagnerglocke und Bullaugentür liegt die eigentliche Qualität dieses Schiffes. Nicht in der Größe, sondern in der Aufteilung. Die Tasse Kaffee auf dem Balkontisch ist ausgetrunken. Die Star Princess liegt im Hafen von St. Thomas. Auf dem Balkon ist es noch eine Weile still. Draußen warten die Landgänge: St. Thomas, St. Maarten, Grand Turk. Davon handelt einer der nächsten Artikel.

Infobox: Star Princess in Zahlen

Reederei: Princess Cruises (Carnival Corporation & plc)
Schiffsklasse: Sphere Class (zweites Schiff nach Sun Princess)
Werft: Fincantieri, Monfalcone, Italien
Indienststellung: 26. September 2025 (Übergabe), 4. Oktober 2025 (Jungfernfahrt ab Barcelona)
Taufe: 6. November 2025 in Fort Lauderdale durch Camila und Matthew McConaughey
Erster Kapitän: Gennaro Arma
Tonnage: 177.882 BRZ
Länge: 345 Meter
Breite: 42 Meter
Höhe: 61 Meter
Decks: 21
Geschwindigkeit: max. 22 Knoten
Gästekapazität: 4.300 (Doppelbelegung)
Crew: rund 1.600
Kabinen: 2.157, davon rund 1.500 mit Balkon, 80 Suiten, 123 Mini-Suiten, 51 barrierefrei
Antrieb: Dual-Fuel, Hauptkraftstoff Flüssigerdgas (LNG), Wärtsilä-HY-Hybridmodul mit Batteriespeicher (rund 4 MWh)
Restaurants und Bars: über 30
Buchungspakete: Princess Plus (70 USD/Tag), Princess Premier (105 USD/Tag), jeweils pro Person 
Mehr Informationen: Princess Cruises

Noch mehr Fotos von der Star Princess

Offenlegung: Dies ist ein journalistischer Artikel, der teilweise durch die Unterstützung von Princess Cruises ermöglicht wurde. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf den Inhalt und spiegelt meine eigene Meinung wider. Für den Beitrag habe ich kein Honorar erhalten.

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