Zwischen Tapas und Tiramisu: Eine Mittelmeer-Kreuzfahrt für Foodies

Eine Kreuzfahrt durchs westliche Mittelmeer klingt nach Sonne, Meer und berühmten Sehenswürdigkeiten. Ein Schiff ist der perfekte Ausgangspunkt, um die kulinarische Vielfalt des Mittelmeers zu entdecken. Anstatt nur Sehenswürdigkeiten abzuklappern, lohnt es sich, bei Landgängen in Italien, Frankreich und Spanien auch die Region kulinarisch zu erkunden und authentische Genussmomente an Land zu erleben. Märkte, familiengeführte Trattorien und versteckte Tapas-Bars – jeder Hafen wird so zu einer genussvollen Etappe der Reise – neben den köstlichen Verführungen an Bord.

Startpunkt: Genua. Endpunkt: Die Dessertkreationen des Meister Patissiers Riccardo Bellaera an Bord von Costa Kreuzfahrten. Dazwischen: eine kulinarische Genuss-Expedition von der Bouillabaisse in Marseille bis zum Jamón Ibérico in Barcelona.

Genua – Mehr als Pesto

Genua, die stolze Hafenstadt Liguriens, ist häufig Start- oder Umsteigehafen für Kreuzfahrten im Mittelmeerraum. Es lohnt sich jedoch, hier einen (kulinarischen) Stopp einzulegen. Die Altstadt, ein Labyrinth aus Gassen, Plätzen und jahrhundertealten Palazzi, ist UNESCO-Weltkulturerbe und zeugt von der Zeit, in der Genua eine der großen Seemächte des Mittelmeers war. Zwischen Renaissancefassaden und mittelalterlichen Mauern entfaltet sich ein urbanes Geflecht, das sich gut zu Fuß entdeckt. In der Altstadt duftet es nicht nur nach Meer, sondern vor allem nach Basilikum. Pesto Genovese ist das kulinarische Aushängeschild Liguriens, doch die Region hat noch mehr zu bieten.

Der Mercato Orientale ist für Foodies der erste Anlaufpunkt. Hier mischen sich der Duft von Kräutern, Tomaten, Artischocken und fangfrischem Fisch zu einer Sinnesflut. Ein Stück Focaccia – außen knusprig, innen weich – gehört in Genua fast zum Frühstücksritual. Ebenso typisch ist Farinata, ein hauchdünner Kichererbsenfladen aus dem Holzofen.

Und dann wäre da natürlich noch das Pesto Genovese. Basilikum, Pinienkerne, Knoblauch und Olivenöl verbinden sich zu einer Sauce, die mit Trofie-Nudeln ihre perfekte Ergänzung findet. In den kleinen Trattorien mit ihren wenigen Tischen schmeckt man, warum die Genueser ihr Pesto als Kulturgut betrachten. Zwischendurch lohnt sich ein Blick nach oben: Kirchenfassaden, Loggien und Palazzi fügen dem kulinarischen Rundgang eine architektonische Note hinzu.
Wer sich treiben lässt, entdeckt in den engen Gassen kleine Alimentari, traditionelle italienische Lebensmittelläden, die regionale Produkte wie eingelegte Oliven, getrocknete Tomaten oder Käse aus Ligurien verkaufen. Das sind ideale Mitbringsel, die mehr erzählen als jedes Souvenir.

Marseille – Bouillabaisse und Basarflair

Die zweitgrößte Stadt Frankreichs ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Das merkt man nicht nur in den Gassen des Stadtviertels Le Panier, sondern auch beim Essen. 

Der berühmte Fischmarkt am Vieux Port ist das Herzstück des maritimen Marseille. Hier verkaufen Fischer morgens ihren Fang, der die Grundlage für die berühmte Bouillabaisse bildet. Eine echte Bouillabaisse ist eine reichhaltige Mahlzeit aus verschiedenen Fischsorten, serviert mit Rouille-Sauce und geröstetem Brot. Besonders frisch und lecker ist sie in den traditionellen Restaurants am Hafen.

Doch für den echten Foodie-Moment führt der Weg ins multikulturelle Noailles-Viertel, das oft als „Bauch von Marseille” bezeichnet wird. Dieses historische Viertel ist leicht vom Hafen erreichbar und ein Basar der Sinne. Hier dominieren exotische Gewürze, afrikanische Textilien und orientalische Backwaren. An den Ständen des Marché de Noailles kann man in die Aromen Nordafrikas eintauchen, Kräuter und Gewürze entdecken und sich durch kleine, authentische Imbisse probieren, die die kulinarische Vielfalt der Stadt widerspiegeln.

Zum Abschluss bietet sich in einer der kleinen Bäckereien die Verkostung der Navette-Kekse an: schiffchenförmig und leicht nach Orangenblüten duftend sind sie das süße Souvenir der Stadt. Der obligatorische Pastis am Abend, der sich beim Mischen mit Wasser milchig trübt, gehört in Marseille einfach dazu.
Mein Tipp: Plane für den Landgang genügend Zeit im Noailles-Viertel ein. Wer hier mittags einkehrt, erlebt Marseille am authentischsten – zwischen Marktständen, Straßencafés und orientalischen Bäckereien.

Barcelona – Tapas, Märkte & Mar i Muntanya

Barcelona steht nicht nur für Sagrada Família, Gaudí oder La Rambla, sondern ist ein Kaleidoskop an Aromen, in dem jedes Viertel seine eigenen Geschichten von Essen und Landschaft erzählt. Wer auf seiner Kreuzfahrt hier einen Landgang macht, erlebt Barcelona nicht nur mit seinen Sehenswürdigkeiten, sondern auch als Einladung, die Stadt über den Gaumen kennenzulernen.

Ein guter Ausgangspunkt ist der Mercat de Santa Caterina. Unter seinem farbenfrohen Keramikdach reihen sich Stände mit fangfrischem Fisch, Gemüse, Wurst und regionalen Delikatessen. Hier spürt man sofort die Nähe zum Meer und die Leidenschaft der Händler für ihre Produkte. Nur wenige Schritte weiter liegt „Born to Cook Barcelona“. Gemeinsam mit einem Koch über den Markt zu schlendern, Zutaten auszuwählen und anschließend typische Gerichte wie Paella oder Patatas Bravas zuzubereiten, macht den Landgang inkl. Kochkurs zu einem echten Erlebnis. Das historische Gebäude der Kochschule und ein Glas katalanischer Wein runden das Erlebnis ab.
Natürlich gehören Tapas zu jedem Barcelona-Besuch dazu. In den Bars der Altstadt oder im Viertel El Born bestellt man kleine Teller, die für Vielfalt auf dem Tisch sorgen: Patatas bravas, Anchovis, gegrilltes Gemüse oder kleine Tintenfischgerichte. Dazu ein Glas spanischen Wein – und der Geschmack Barcelonas ist perfekt.

Palma de Mallorca – Zwischen Tapas und Ensaimada

Die Altstadt von Palma ist ein Gewebe aus Licht und Schatten, Gassen und Geschichten und gleichzeitig eine Bühne für kulinarische Eleganz. Schon der erste Schritt vom Kai führt ins lebendige Herz der Inselhauptstadt, wo sich historische Mauern mit kreativen Küchen verbinden.

Die Altstadt von Palma ist ein Gewebe aus Licht und Schatten, Gassen und Geschichten und gleichzeitig eine Bühne für kulinarische Eleganz. Schon der erste Schritt vom Kai führt ins lebendige Herz der Inselhauptstadt, wo sich historische Mauern mit kreativen Küchen verbinden.

Ein perfekter Auftakt ist ein Besuch im Mercat de l’Olivar. Die Halle pulsiert, wie es sich für einen Markt gehört: Fisch liegt auf Eis, Wurst hängt über Fleischhaken, Obst und Gemüse leuchten in allen Farben und es gibt zahllose Varianten von Oliven, die nur darauf warten, geschmacklich erkundet zu werden. Zwischen den Ständen befinden sich kleine Tapasinseln, an denen Garnelen, Austern oder Schnecken mit Knoblauchöl serviert werden – ein schneller Genuss für zwischendurch.

Beim Spaziergang durch Palmas schmale Altstadtgassen entdeckt man versteckte Cafés, alte Patios und einen magischen Mix aus Tradition und Urbanität. Im Can Joan de s’Aigo, einem klassischen Café, hat Miró schon heiße Schokolade und Ensaimadas genossen – luftig, buttrig, ein Stück mallorquinischer Alltag mit Geschichte.

Für den modernen, gehobenen Genuss ist das Restaurant „De Tokio a Lima” im Can Alomar eine Adresse, die man sich merken muss. Die Küche von German Bernardis verbindet asiatische Einflüsse mit der Frische des Mittelmeers – ein kosmopolitischer Stil, der zu den spannendsten der Insel zählt. Es gibt Ceviche mit Apfel, Tataki vom Thunfisch oder Iberico-Secreto mit fermentiertem Pfeffer.

Palermo – Süditalien zwischen Märkten und Pasticceria

Sizilien ist für mich eine der schönsten Inseln des Mittelmeeres. Allein schon Palermo lohnt sich für einen besonderen Weekend-Citytrip. Die Stadt erzählt ihre Geschichte durch Bauwerke wie die Kathedrale, die Paläste entlang der Via Vittorio Emanuele und die normannisch-arabischen Kirchen, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Griechische, arabische, normannische und spanische Herrschaften haben hier ihre Spuren hinterlassen und Palermo zu einem Schmelztiegel gemacht, in dem sich Architektur und Kultur mit der Küche verbinden. Letztere ist geprägt von orientalischen Gewürzen, spanischer Lebensart und italienischer Tradition.

Foodies lieben die historischen Märkte Ballarò und Capo, die das pulsierende Herz der sizilianischen Street-Food-Kultur sind. In der Luft liegt der Duft von Gewürzen, von frisch frittierten Arancini (gefüllte Reisbällchen), Panelle oder Sfincione – Spezialitäten, die frisch aus der Pfanne oder dem Ofen verkauft werden.

Auch die Kathedrale und der Normannenpalast liegen in Reichweite und verbinden Kultur und Kulinarik zu einem dichten Stadtbild. Wer mittags in einer Trattoria einkehrt, sollte Pasta con le Sarde probieren, ein Gericht mit Fenchel, Pinienkernen und Sultaninen, das die Geschichte der Stadt auf dem Teller erzählt.

Nur wenige Minuten vom Hafen entfernt liegt mit der vielfach ausgezeichneten Pasticceria Sciampagna ein kulinarischer Höhepunkt. Hier werden Cannoli, Cassata, Mandelgebäck sowie fantastische Desserts und Törtchen hergestellt. Schon beim Betreten wird man vom Duft von Zucker und gerösteten Nüssen empfangen, und die Vitrine ist ein Kaleidoskop aus Farben und Formen. In der Pasticceria Sciampagna nahe der Piazza Politeama findet man eine Oase der süßen Perfektion. Sie zählt zu den besten Adressen Siziliens. Unter der Leitung des mehrfach ausgezeichneten Konditormeisters Carmelo Sciampagna vereint die Pasticceria sizilianische Backtradition mit internationaler Finesse. Sciampagna, der bei der Pâtissier-Legende Iginio Massari gelernt hat und mit dem World Pastry Star Riccardo Bellaera befreundet ist, setzt auf höchste Qualität der Zutaten. Die Cannoli hier gelten als besonders frisch und cremig. Die modernen Torten und Macarons spiegeln die Innovationskraft dieses Hauses wider, das regelmäßig mit den höchsten Auszeichnungen des Gambero Rosso geehrt wird. Ein Besuch bei Sciampagna bietet einen eleganten Kontrast zum lebhaften Marktgeschehen und demonstriert die raffinierte Seite der sizilianischen Patisserie – von der Cassata bis zum Dessert. Für Feinschmecker ist dies ein absolutes Muss – genauso wie der Klang der Marktgassen selbst.

Genussvoll unterwegs mit Costa Kreuzfahrten

Nach den kulinarischen Entdeckungen an Land schließt sich der Kreis an Bord. Hier übernimmt Maestro Riccardo Bellaera, Corporate Pastry & Bakery Chef der gesamten Costa-Flotte seit 2012. Der aus Modica stammende Sizilianer wurde als World Pastry Star ausgezeichnet und vielfach mit internationalen Preisen wie „Luxury Pastry in the World“ oder „Different Visions for Great Ideas“ prämiert. Als Botschafter der italienischen Top-Patissiers (A.P.E.I.) hat er die Patisserie auf See neu definiert. Er führt mehr als 400 Mitarbeiter und kreiert täglich Desserts, die wahre Kunstwerke der Haute Pâtisserie sind. Sie sind komponiert wie kleine Bühnenstücke aus Textur, Farbe und Geschmack. Jedes Dessert ist ein Kunstwerk, das durch Intensität und feinen Geschmack begeistert.

Seine Handschrift erkennt man in Klassikern wie einem luftig interpretierten Tiramisu ebenso wie in innovativen Kreationen mit Blüten, Früchten und Schokolade. Bellaera verbindet höchste Präzision mit Kreativität. Inspiriert von seiner Zusammenarbeit und Freundschaft mit Iginio Massari verfolgt er die Idee, aus jeder Zutat das Beste hervorzuholen. Auf den Schiffen von Costa wird Patisserie so zum Erlebnis: Die Desserts sind kunstvoll arrangiert, überraschend komponiert und dabei immer harmonisch zwischen Süße, Frische und Textur ausbalanciert.

Wer an Bord eines Costa-Schiffes einen Abend im Restaurant ausklingen lässt, sollte Platz für Dessert lassen. Hier zeigt sich, wie innovative Konditorkunst schmeckt, wenn sie mit Leidenschaft und auf höchstem italienischem Patisserie-Niveau entsteht – ein Genussmoment, der die Reise abrundet und den kulinarischen Bogen von den Märkten an Land bis zur großen Bühne auf See spannt.

The Sweet Cruise 2025 – Genuss auf hoher See

Costa Kreuzfahrten trifft auf Agrimontana
Vom 5. bis 12. Oktober 2025 sticht die Costa Toscana in Savona zur „The Sweet Cruise“ in See. Eine Reise, die Feinschmecker nicht verpassen sollten! An Bord präsentieren internationale Spitzen-Patissiers ihre neuesten Dessertkreationen. Mit dabei sind unter anderem der World Pastry Star Riccardo Bellaera und der „Meister der Meister“ Iginio Massari.

Partner dieser Kreuzfahrt ist Agrimontana, das seit 1972 zu den führenden Produzenten natürlicher Patisserie-Zutaten in Italien zählt. Spezialitäten wie kandierte Maronen, Fruchtpürees, Honig und Pasten werden ohne Farbstoffe oder Konservierungsmittel hergestellt. In Zusammenarbeit mit Konditoren wie Massari steht Agrimontana für höchste Qualität und Innovation in der süßen Kunst.

Was erwartet die Gäste?

  • Masterclasses und Tastings: Pastry Chefs geben Einblicke in ihre Arbeit – von klassischen Rezepten bis zu modernen Trends.
  • Exklusive Dessertmenüs: Es werden besondere Kreationen von Bellaera, Massari und weiteren internationalen Spitzenkonditoren wie Guarro, Dechenaud, Canevari und Fiorani serviert.
  • Einblicke hinter die Kulissen: Gespräche mit den Stars der Patisserie-Szene, die ihre Philosophie und Techniken teilen.

World-Class-Patissiers an Bord von „The Sweet Cruise“

  • Iginio Massari (Italien): Grande Maestro, TV-Star und Ikone der italienischen Patisserie
  • Riccardo Bellaera (Italien), Corporate Pastry Chef von Costa und World Pastry Star.
  • Miquel Guarro (Spanien): kreativer Innovator der modernen Dessertkunst
  • Julien Dechenaud (Frankreich): französischer Chocolatier aus Paris von Weltrang
  • Marco Canevari (Italien): Spezialist für Wettbewerbe und moderne Patisserie
  • Fabrizio Fiorani (Italien) – Asia’s Best Pastry Chef 2019, Fusion aus italienischer Tradition und internationaler Kreativität

Schon gewusst?
Costa Kreuzfahrten bietet regelmäßig kulinarische Themenreisen an. In den letzten Jahren gehörte dazu auch die renommierte ChocoCruise. Mit „The Sweet Cruise” setzt die Reederei nun einen weiteren Höhepunkt: eine Kreuzfahrt, die Kultur, Meer und Haute Pâtisserie verbindet.

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