Rezension: Handmade Kultur Magazin

Bisher war das Handmade Kultur Magazin bei meinem Zeitungslädchen immer vergriffen, wenn ich da war. Um so mehr habe ich mich auf das Angebot für Blogger gefreut: Es gibt ein Freiexemplar für Blogger. Ich war gespannt, was mich erwartet. 

Für knapp 7 € ist das Magazin nicht gerade günstig. Allerdings muss ich sagen, die aktuelle Ausgabe 03/2013 ist davon jeden Euro wert. Das Magazin hat mich gut unterhalten und viel DIY Anregungen gegeben. Vor allem: Es ist anders. Nicht “Möchtegern-Hippster” oder “Design-Overkill”, sondern ein Magazin für den “normalen” Könner unter uns – also auch für mich. Besonders gut hat mir auch die Verknüpfung zur Bloggersphäre und Onlinewelt gefallen. Dazu aber später mehr.

Handmade Kultur bietet ein breites Themenspektrum an. Es gibt Nähideen (inkl. Anleitung und Schnittmuster), sowie DIY-Projekte zum Häkeln, Stricken, Basteln, Backen, Bauen und mehr. Selbstgemachtes und handwerkliche Dinge sind eindeutig die Schwerpunkte des Magazins. Darüber hinaus  gibt es auch klassische Printrubriken wie beispielsweise  Bücherinformationen, “Little Things” als Art Web-Linkliste und Artikel (in der aktuellen Ausgabe etwas zur Ausbildung des Modemachers und Urban Gardening in Hamburg oder eine Kolumne “Der vergessene Salon”).

Was mir gut gefallen hat…

  • Beginnt gleich schon am Anfang des Magazins: Unter “Little Things” finden sich Fotos und Linktipps. Hier finden sich interessante Anregungen und Blogs, die ich noch nicht kannte. Stöbert man nachher online auf den Seiten, gibt es auch oft Anleitungen.
  • Auch wenn ich den Rock der aktuellen Ausgabe nicht tragen kann, so finde ich es dennoch prima ausgewählte Nähwerke mit Anleitung und Schnittmuster zu erhalten. Bitte mehr davon! Dafür waren die Männer(Helden-)schürzen als Geschenkidee prima.
  • “Mit Laib und Seele” heißt der Artikel zur Brotbackkunst. Dieser war nicht nur unterhaltsam, sondern es gab auch ein leckeres Brotteigrezept.
  • Garderoben einmal anders – tolle Ideen, die nicht jeder hat. Ebenfalls waren weitere Bastelanleitungen (wie z.B. Monde aus Papier (Lampen)) interessant. Da bekomme selbst ich Lust aufs Handwerken.
  • Absolutes Highlight für mich: Die Rubrik Blogstars.
  • Es scheint in jeder Ausgabe eine Tour zu geben. In der mir vorliegenden Ausgabe wird eine Tour in Bremen beschrieben, immer mit der Sicht auf Handemade – war sehr lesenswert.

Was ich persönlich in dieser Ausgabe nicht ganz so interessant fand…

  • Es gibt einen Artikel “Spitzengefühl” über Häkelkunst. Für den einen sicherlich interessant, mir hat das Thema nicht so gut gefallen. Aber das ist, wie so oft, nun mal Geschmacksache.
  • Der Bericht über Betonmöbel fand ich ebenfalls nicht so interessant. Es ist zwar ein “handmade”-Thema, doch für mich mit wenig Anregung zum Nachmachen oder selberbauen. Solche Artikel finden sich oft auch in andern Zeitschriften.

Was ich mir wünsche…

  • Etwas mehr QR-Codes. Da Handmade Kultur wirklich wunderbar on- und offline verknüpft, wäre es toll, wenn bei einigen Berichten und Linktipps kleine QR-Codes vorhanden wären, so wäre man noch schneller auf gewünschte Onlineseite.
  • Die Blogstars-Rubrik im Print noch weiter ausbauen. Es ist spannend neue Blogs, DIY-Projekte und vor allem die Menschen dahinter kennenzulernen.
  • Online auf www.handmadekultur.de gibt es viele Anleitungen und Ideen von Bloggern. Schön wäre es, wenn diese Ideen mit einer extra Rubrik aufgegriffen werden könnten – denn da finden sich viele DIY-Perlen mit tollen Anregungen!
  • Mehr Nähprojekte wären toll. Diese gibt es in der kommenden Ausgabe (Nr 4) ab 7. November. Darauf freue ich mich schon sehr.

Mein Fazit:
Für knapp 7 € ist Handemade Kultur Magazin nicht günstig, allerdings seinen Preis wert. Es bietet viele originelle DIY-Ideen und dies auf einem Niveau für Einsteiger und Profis. Es gibt viele Anleitungen.
Außerdem ist die Website www.handmadekultur.de eine perfekte Kombination mit dem Printmagazin.
Derzeit gibt es ein Kennlern-Abo (3 Ausgaben für 19,50€). Sehr sympathisch, dass das Abo sich nicht automatisch verlängert. Ich habe das Angebot gleich wahrgenommen und freue mich auf die neue Ausgabe.

Was Gutes noch zum Schluss
Nach dem Artikel Lust schnell mal in einem älteren Handmade Kultur Magazin stöbern? Es gibt alte, vergriffene Ausgaben als Gratis-PDF-Download online
(Achtung lange Ladezeiten):

 

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3 Kommentare

  1. Müller

    Hallo,

    ich brauche unbedingt ein Schnittmuster für das XL Portmonnaie aber wo bekomme ich das?

    Vielen Dank

    Irmi

  2. Pingback: DIY: Shopper von Pattydoo aus Handmadekultur | Vom (Un)Sinn des LebensVom (Un)Sinn des Lebens

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