Düsseldorf von oben erleben

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Hoch hinaus in Düsseldorf: 2 Ausflugsziele für einen schönen Nachmittag

Einst wurde er „Funkübertragungsstelle 10“ von der Deutschen Bundespost getauft, von den Düsseldorfern wird er liebevoll Rheinturm genannt und ist inzwischen das Wahrzeichen der Stadt geworden. Ein Ausflug über den Dächern von Düsseldorf begeistert. Und wer noch Zeit hat, sollte mit einem Besuch beim Wheel of Vision den Nachmittag „hoch hinaus in Düsseldorf“ wunderbar ausklingen lassen.

Wir sausen vier Meter pro Sekunde in die Höhe. Nur der leichte Druck auf den Ohren lässt uns spüren, dass wir im Fahrstuhl über den Dächern von Düsseldorf hoch hinaus gleiten. Bei gutem Wetter am Neujahrstag hatten mehrere den Einfall, zum Düsseldorfer Rheinturm zu fahren. „So voll war es hier noch nie“, versicherte mir Janett als wir zuvor in der langen Schlange standen und auf die Aufzugsfahrt warteten. Das Warten dauerte trotz Menschenschlange jedoch nicht lange und als der Aufzug uns nach seiner Auffahrt wieder frei gab und wir den ersten Ausblick erhaschen konnten, war das Anstehen schon wieder vergessen.

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Wir hielten inne, ließen den ersten Eindruck ehrfürchtig und überwältigt auf uns wirken. Verträumt zückten wir gleich unsere Kameras und steuerten die Panoramascheiben an. „Mit wie viel Personen sind Sie?“ wurden wir freundlich von der Dame am Empfang des Restaurants zurückgehalten. Freie Platzwahl gab es im Restaurant Günnewig nicht. Auf über 170 Meter gelegen, ist es das höchst gelegenste Restaurant in Düsseldorf. Bei dem Andrang des Tages musste die Platzvergabe wohl organisiert sein. Wir ließen uns zu einem ruhigen Plätzchen führen und ließen uns nieder, ohne auch nur einmal den Blick von der tollen Aussicht zu wenden.

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Langsam ging das Licht zur Nachmittagssonne über und es machte sich eine wundervolle Stimmung breit. Nicht so toll für die Leistung meiner „Knipse“, aber für die Augen und Seele baumeln lassen, einfach perfekt!

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Mein Tipp für Euren Ausflug:
Bucht bei der Bezahlung der Auffahrt (Erwachsene 6 Euro) gleich ein Kaffee-und-Kuchen-Ticket mit. Insgesamt kostet der Ausflug auf den Rheinturm zusammen dann 15 Euro. Hier genießt man mit Ruhe und Stil die Aussicht. Der Besuch der unter dem Restaurant liegenden Aussichtsplattform und Bar & Lounge „M168“ waren extrem rummelig. Dort herrschte buntes Treiben und an einem Tag mit hohem Besucheraufkommen drängte man sich an die Panoramafenster. Wir dagegen genossen sitzend mit Ruhe unseren Kaffee und Kuchen mit freier, entspannter Sicht.

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Woher die Ruhe kommt? Hier gibt es keine „Besucherwanderung“ zum besten Ausblick, da sich das Restaurant in einer Stunde einmal um die eigene Achse dreht (aus technischen Gründen dreht sich die Plattform von 12 Uhr bis 17.30 Uhr in die eine Richtung und von 18.30 Uhr bis 1 Uhr nachts in die andere, die übrige Zeit steht das Restaurant auf der Stelle).

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Wer wie wir den Rheinturm bei Dunkelheit verlässt, kann getrost seine Armbanduhr zu Hause lassen. Ein weiteres Highlight des Düsseldorfer Fernsehturms: Außerhalb des Rheinturms ist die größte Digitaluhr der Welt angebracht. Am Turmschaft befinden sich Bullaugenlampen, die in Gruppen sortiert von oben nach unten gelesen Stunden, Minuten und Sekunden angeben.

Wie immer wenn ich mit Janett unterwegs bin, hat sie noch ein (Ausflugs-)Ass im Ärmel. Irgendwie hatte ich das Riesenrad Wheel of vision nicht auf dem Schirm – aber Janett! So wollte wir am gleichen Tag noch einmal hoch hinaus und begaben uns zum Burgplatz. Dort steht das Riesenrad noch bis zum 25.01.2015. Wer also kurzfristig auch in den Genuss kommen mag, muss sich beeilen.

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Haben wir vom Turm das Riesenrad noch bei Tageslicht in der Altstadt erblicken können, so näherten wir uns unserem zweiten Highlight des Tages im Dunkeln.

(Die leichtbekleideten Menschen im Winter stehen übrigens auf einer Littfasssäule ;-))

(Die leichtbekleideten Menschen im Winter stehen übrigens auf einer Littfasssäule ;-))

Das Riesenrad umfasst über 40 Gondeln, in denen man mit bis zu 8 Personen Platz nehmen kann. Bei unserem Neujahrsausflug am späten Nachmittag war der Andrang nicht so groß und wir hatten eine Kabine für uns allein. Das Riesenrad ist wintertaugich: Bei vollständig geschlossenen Gondeln mit Heizung kann man sich prima aufwärmen ;-) Abends ist das Riesenrad spektakulär beleuchtet.

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Es ruckelt leicht, als die Kabine geschlossen wird und wir uns in Bewegung setzen. Zunächst ist mir die leichte Schaukelei nicht ganz geheuer und mein Blick gleitet an der Stahlkonstruktion entlang.

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Die Höhe nach dem Fernsehturmausflug ist entscheidend niedriger, dennoch nicht weniger außergewöhnlich. Auf 55 Meter Höhe schwebt man in den Gondeln, blickt über die Altstadt, den Rhein und schaut auf die Skyline des Medienhafens mit samt Rheinturm. (Wer genau hinschaut, kann auch an der einmaligen Digital-Turmuhr sehen, wann wir uns im Riesenrad vergnügten ;-))

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Ob das Riesenrad auf dem Düsseldorfer Burgplatz Wintertradition werden soll, steht noch nicht fest. Einst zur Bambi Verleihung 2012 ins Leben gerufen, wird jedes Jahr neu entschieden, ob es im kommenden Winter wieder aufgebaut wird.

 

Was Ihr zu den Ausflugszielen wissen solltet:

Der Rheinturm/Fernsehturm Düsseldorf

  • Adresse: Stromstraße 20, 40221 Düsseldorf – Unterbilk
  • Öffnungszeiten: sonntags bis donnerstags 10 – 24 Uhr, freitags und samstags 10 bis 1 Uhr (Aussichtsebene); die Bar & Lounge „M168“ auf der Aussichtsebene ist zu den gleichen Zeiten geöffnet (Cocktailkarte ab 17 Uhr). Rosenmontag und Heiligabend ist der Rheinturm geschlossen. Silvester – nur mit Vorreservierung – erst ab 19:00 Uhr geöffnet.
    Neujahr erst ab 14:30 Uhr geöffnet.
  • Restaurant Günnewig „TOP180“ im Fernsehturm, Öffnungszeiten: Täglich geöffnet von 12:00 – 24:00 Uhr (Die Küche berücksichtigt Wünsche bis 22:30 Uhr)
  • Eintrittspreis: 6 Euro, Kinder und Jugendliche 4 Euro und Besucher mit Behinderung 5 Euro (es gibt für Rollstuhlfahrer einen gesonderten Fahrstuhl mit Abfahrt Parterre statt Hochebene)
  • Hinweis: Tiere sind nicht gestattet.
  • Parkplatz direkt vor dem Rheinturm: 2,00 € pro angefangene Stunde
  • Taxipreise: zum Hauptbahnhof Düsseldorf ca. 8,00 €

Riesenrad

  • Wheel of vision auf dem Düsseldorfer Burgplatz in der Altstadt
  • Öffnungszeiten: Täglich von 11 – 21 Uhr. Aber: Nur noch bis einschließlich 25.01.2015 Fahrten möglich.
  • Tickets können vor Ort gekauft werden. Bei Gruppenfahrten oder besonderen Wünschen (Verzehr etc) lohnt eine vorherige Reservierung. Preise: Fahrpreis pro Person: € 7,-, Kinder unter 1,40 m: € 4,- (für ungefähr vier Runden)

13 Kommentare

  1. Pingback: Kaffeeklatsch auf dem Rheinturm -

  2. Hallo liebe Tanja,

    heute bin ich Deinem Ratschlag gefolgt, und bei bestem Wetter den Rheinturm hoch gefahren. Deinem super Tipp folgend habe ich die „Kaffeefahrt“ gebucht. Für 15 Euro leckere Torte und Kaffee plus Aufzug. Einfach super. Hat total Spaß gemacht.

    Nochmal ganz lieben dank für den tollen Tipp.

    Liebe Grüße, Heike

    • Das freut mich sehr, liebe Heike :-)
      Bin gespannt auf Deine Fotos in Deinem Blog. Heute war die Aussicht sicher fantastisch. Ganz liebe Grüße, Tanja

  3. Uah, mir wird tatsächlich bei den Bildern schon schwindelig! Aber die Aussicht ist grandios! Zum Riesenrad werde ich es wohl nicht mehr schaffen, aber der Rheinturm steht ja noch ein wenig länger. Ich muss gestehen, dass ich noch nie oben war. Deinen Tipp mit dem Kaffee-und-Kuchen-Ticket werde ich mir zu Herzen nehmen. Sonnige Grüße, Jutta

    • Ich bin auch schon so oft vorbei gefahren und war vorher auch noch nie oben. Aber es lohnt sich! Auch für nicht-schwindelfreie Menschen gut möglich ;-)

  4. Hallo!

    Danke für die tollen Tipps, dass Kaffee und Kuchen Ticket inklusive Top-Aussicht ist die Investition eindeutig wert!
    Ich habe vor, nächsten Sommer einen Ausflug nach Düsseldorf zu unternehmen, da ich aufgrund eines Kongresses sowieso in die Nähe der deutschen Großstadt fahre.
    Da werde ich mir deine Anregungen gleich mal in Natura anschauen, freu mich schon drauf!

  5. Ein Essen im Rheinturm ist wirklich empfehlenswert. Besonders mit Gästen von außerhalb. Die staunen so herrlich und erzählen immer wieder von diesem besonderen Eindruck.

    Was ich interessant fand: Das Essen fürs Restaurant ganz oben, wird im Turm ganz unten im Keller zubereitet. Die Küche darf nämlich aus Brandschutzgründen nicht oben sein. Also wird alles mit einem flotten Aufzug frisch auf den Tisch in die atemberaubende Höhe transportiert.

  6. Das klingt super. Jedesmal, wenn wir an diesem Turm vorbei gehen, überlege ich ob das eigentlich eine Touristenfalle oder ein wirklich lohnenswertes Ziel ist. Dein Blog hat mir gezeigt, das es Zweiteres ist. Steht somit jetzt ganz oben auf meiner ToDo-Liste. Danke für den Tipp, liebe Tanja.

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