Mein Erlebnis Autostadt

Foto 2Keine Geschichte ohne Vorgeschichte

Als vor einigen Wochen Nachrichten von Riesenhagel und großen Schäden in Bild und Text über die Twittertimeline huschten, wusste ich nur zu gut, was es für Betroffene bedeutet. Nur zu gut konnte ich mich an den Hagelschaden in Krefeld erinnern. Nicht nur Dachrinnen und Fenster wurden zertrümmert, auch mein damaliges Auto hatte schweren Schaden genommen.
Aber Moment, wo genau war der aktuelle Hagelschaden? Im April hatte ich das neue Beetle Cabrio bestellt und wartete quasi täglich auf Auslieferung. “Nicht schon wieder”, hoffte ich inständig und durchforstete hektisch das Internet. Ich hatte Glück. Während in Wolfsburg Hagel niederging, befand sich mein Auto im Hafen von Emden.
Um es kurz zu machen: Es gab noch reichlich hin und her, bis ein Auslieferungstermin gefunden wurde. Hagelschäden und zeitgleiche Werksferien bewirkten ein regelrechtes Chaos. Meinem Autohaus des Vertrauens (VW Zentrum Düsseldorf) sei Dank, dass wir doch vorletztes Wochenende den schönen, neuen Beetle in Empfang nehmen konnten.

Aller Abschied fällt schwer

Ihr könnt mich für verrückt halten, aber Autos sind für mich mehr als ein Transportmittel. Vor Empfang des neuen Wagens musste ich mich schweren Herzens von meinem geliebtem Audi – liebevoll Curd getauft – trennen. 4,5 Jahre und über 104.000 km waren wir ein Team. Ob cruisen in schönen Landstrichen, flott und schnell über die Autobahn oder traumhafte Urlaube im Vinschgau, Südtirol, Trentino und Gardasee: Curd war ein Genuss! Ich hoffe sehr, dass er in gute Hände kommt…
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Ankunft Autostadt
Wir sind mit dem Auto gefahren. Die A2 ist leider auch am Samstag morgen kein Genuss. Die Fahrt dauerte sehr lang. Das gleich neben Der Autostadt auch das Fussballstadion liegt, war uns nicht bekannt. Die Einfahrt gestaltete sich somit mit Stau hoch zwei. Das nächste Mal würde ich unbedingt mit dem Zug anreisen.

Aussteigen, sich die Beine vertreten und eine Zigarette rauchen? Fehlanzeige! Freundlich sprach uns eine Stimme an: “…bevor sie sich die Zigarette anzünden…” Nett und kompetent machte man uns auf das Rauchverbot in der gesamten (!) Autostadt aufmerksam. Es gibt einige, wenige Raucherbereiche, aber hier herrscht auch unter freiem Himmel striktes Rauchverbot….
Ich will hier nicht über das Für und Wider des Rauchens diskutieren, ich hätte mir nur von der Autostadt gewünscht, das Rauchverbot vorher bekannt zu machen. So viel Wert hier auf Rauchverbot gelegt wird, so schön wäre es, wenn man sich das vorab nicht im Kleingedruckten selbst anlesen muss, sondern genauso plakativ vor Abreise ruhig den Kunden mitteilen kann. Die Gespräche in den Raucherzonen lassen dann allerdings die Vermutung zu, dass viele sich dann doch dem Wagen in ihr Autohaus hätten liefern lassen…
Wir wollten natürlich in die Autostadt – aber erwähnen wollte ich es trotzdem ;-)

Das Hotel
Ich hatte für das Wochenende Luxus gebucht: 5 Sterne Ritz Carlton. Der Service war jung, offen und freundlich. Ich persönlich empfand das Ritz als ein gutes Hotel. In der 5 Sterne Kategorie kenne ich andere und da fehlt  aus meiner Sicht dem Ritz etwas. Allerdings wird derzeit auch rege umgebaut. Die Zimmer selbst sind nett, aber auch für meinen Geschmack etwas gewöhnlich.
Nach den Strapazen der Anreise bei heißen Temperaturen waren wir happy, eine klimatisierte Raucherlounge im Ritz gefunden zu haben. Kleine Entspannung für uns, während das Auto eingeparkt und unser Gepäck den Weg alleine auf unser Zimmer fand. Autostadt hin oder her – so ein Luxus muss genossen werden! Kurzfristige Umplanung: Statt ins Gewühl der Menge mit Autoliebhabern ging es kurzer Hand in den Pool vom Ritz. Es gibt hier einen schwimmenden Außenpool im Ritz mit historischer Kulisse zum VW Kraftwerk. Sicherlich Industriecharme, aber das hat schon was, hier zu planschen und sich abzukühlen.

 

Attraktionen und Erlebnismöglichkeiten in der Autostadt
Die Autostadt bietet eine Menge an Erlebnissen an. Es gibt auch eine App zur Autostadt. Hier kann man sich mobil informieren und ggf. Termine vereinbaren. Man sollte auf jeden Fall bequeme Schuhe anziehen und sich vorab überlegen, was man erkunden möchte. Wir haben uns vorher nicht angemeldet. Ein Fehler, denn den Gelände-Parcours konnte ich leider so nicht machen. Schon ein Grund zum Wiederkommen! Über Steine, durch Röhren und Treppen rauf und runter zu fahren, hätte schon was. Spannend war neben den Pavillions der verschiedenen Marken vor allem, Assistenzfahrsystem live ausprobieren zu können. Für mich ein weiteres Highlight: Das Zeithaus. Meilensteine der Automobilgeschichte sind hier unter einem Dach vereint.

Glücklichweise wurden die Sommeröffnungszeiten auf 22 Uhr verlängert. Doch auch mit dieser Verlängerung war das Erkunden, Probieren und Bestaunen zeitlich noch zu knapp.

Nach Einbruch der Dunkelheit hat die Autostadt noch etwas Besonderes im Veranstaltungsangebot: Es gab eine wirklich beeindruckende Wasser- und Lichtshow. Künsterlisch eingebettet in die Geschichte Deutschlands, untermalt mit Musik durch alle Epochen und Genres der Musik gab es eine gigantische Show von Feuer und Wasser.

IMG_0386Die Sommernacht war warm und ich mochte berauscht von den vielen Eindrücken und Vorfreude auf mein neues Auto gar nicht so recht zu Bett gehen…

Am nächsten Tag haben wir in Ruhe das Frühstück im Ritz genossen und eine Turmfahrt unternommen. Hier kann man den Blick über die gesamte Autostadt schweifen lassen. Interessanter fand ich allerdings die Ein- und Auslagerungsvorgänge, die hier in einer enormen Geschwindigkeit automatisiert, wie von Geisterhand, vor sich gehen.

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IMG_0260Abgerundet wurde mein Erlebnis Autostadt mit der Auslieferung meines eigenen Wagens. Hier stand er und wartete sehnsüchtig auf mich: Dudu Elvis, mein neuer Wagen…

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Und von ihm gibts später noch mehr hier im Blog zu lesen.

 

(Die Autostadt hat die Veröffentlichung meiner Fotos zugestimmt.)

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