Mannheim: Eine kulinarische Reise im Quadrat

(enthält Werbung)* Mannheim gilt als die genussfreudige Hauptstadt des Südwestens Deutschlands. Was liegt also näher, die Quadratestadt kulinarisch zu entdecken? Warum in Mannheim Dreck eine kulinarische Köstlichkeit ist, ihr hier das beste Spaghetti-Eis der Welt esst, diese Stadt besonders wach macht – all das und mehr lest Ihr hier. Kommt mit auf eine internationale Genussreise durch Monnem!

Berlin. Hamburg. München. – Diese Big Cities kennt jeder. Deutschlands Metropolen werden häufig erobert. Ich mag kleinere Städte sehr gern. Abseits vom Touristen-Mainstream gibt es auf den zweiten Blick wunderschöne Ecken und Ausflugsorte. So bietet beispielsweise auch Mannheim interessante Dinge für einen Wochenendtrip an. Ich lerne interessante Menschen kennen, die mit Leidenschaft ihrer Mission folgen und diese leben. Zwischen urbaner Vielfalt entdecke ich phantastische Plätze zum Seele baumeln lassen und genießen. Monnem ist eine Reise wert!

In Mannheim wurde viel zerstört, aber auch phantastische Bauten wie der Wasserturm sind erhalten geblieben

Mannheims Innenstadt: Quadrate wie auf einem Schachbrett

Mannheim liegt unmittelbar im Dreiländereck mit Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Von seiner rheinland-pfälzischen Schwesterstadt Ludwigshafen am Rhein, ist Mannheim nur durch den Fluss getrennt. Fast wirkt es wie eine zusammenhängende Stadt. Im Krieg wurde Mannheim schwer zerstört. Heute braucht die quirlige Universitätsstadt sich aber schon längst nicht mehr hinter der Nachbarstadt Heidelberg verstecken!
Gradlinig und streng rasterförmig gestalten sich die Straßen in der Innenstadt. Das sind die sogenannten Mannheimer Quadrate. Mannheim hat genau 144 davon und so logisch der Stadtaufbau angelegt ist, so erscheint mir die hufeisenförmige Innenstadt mit ihren skurrilen Adressen Q7, 27 oder Q5, 6-8 doch etwas unheimlich. Zwischen Schloss und Neckar, zwischen Wasserturm und Kurt-Schumacher-Brücke platziert sich die Stadt wie auf dem Reißbrett geplant. Zahlen und Nummern führen durch das System mit blauen, markanten Schildern durch die Innenstadt. Ein wenig Zeit brauche ich, um das ausgeklügelte Städtesystem zu verstehen.

Café Brue: Erst mal ein Käffchen

Frisch im Hotel eingecheckt starte ich meine kulinarische Entdeckertour durch Mannheim im Café BRUE. Das Café gehört zum Radisson Blu Hotel und bietet mehr als eine klassische Hotelbar. Das Café ist schick im Industriedesign gestaltet, doch bei schönem Sonnenschein zieht es uns nach draußen. Im Schatten platziert genießen wir einen Cappuccino der Hausmarke. Im BRUE wird nicht nur Kaffee getrunken, berichtet Barista Pablo, sondern hier wird Kaffee zelebriert. Neugierig wage ich mich bei den heißen Temperaturen durch eine Espressoverkostung. Kreiert werden die vielfältigen Kaffeespezialitäten vom Kaffeeexperten Dr. Steffen Schwarz. In seinem Coffeelab probiert er viel aus, so gibt es auch Rotwein- oder Whiskeyespresso.

Kaffeeexperte Dr. Steffen Schwarz.

Kaffeeexperte Dr. Steffen Schwarz kreiert für das Café BRUE verschiedene Röstungen

Café BRUE gehört zum Radisson Blu Hotel

Leckerer Cappuccino vom Barista Pablo aus dem Café BRUE

Das Szeneviertel Jungbusch von oben: Rooftop-Restaurant mit Hafenflair

Berlin ist auch in Mannheim zu Hause? Und ob! Im Szeneviertel Jungbusch trifft Urban-Stil auf Hafenkulisse. Hier tobt das (Nacht-)Leben und wird die kreative Ader ausgelebt. Es liegt Musik in der Luft, als ich in die Hafenstraße Richtung der Popakademie Baden-Württemberg einbiege. Der Bass wummert mir entgegen, ein Beat, der mir gefällt und ich wippe unweigerlich im Takt. Junge Menschen strömen lachend durch die Straße zum Ufer. Endlich ist Sommer, endlich darf man zu Coronazeiten wieder Kultur und soziales Miteinander vorsichtig genießen. Inmitten des coolen Jungbusch-Feelings lasse ich die tanzende Menge hinter mir und fahre mit dem Fahrstuhl in das fünfte Stockwerk des Musikparks. Auf der Dachterrasse entspanne ich mit Blick auf Industrieromantik und Hafenausblick. Der Wein schmeckt doppelt so gut mit diesem Sommerfeeling, während unter mir die orangen Partyfähnchen in der lauen Sommerluft wedeln, die Jugend tanzt und die Musik und das Leben genießt! Die Küche kreiert nach dem Motto „einfach gutes Essen“ Gerichte aus regionalen Zutaten mit einer besonderen Note. Ich bestelle mir eine Currywurst mit Drillingen im Jungbuschstyle, wobei der Koch neben Curry eine Mangonote in die Sauce zaubert.

Rooftop-Restaurant mit Hafenflair

Zwischen Kunst, Kultur und Musik: „Einfach gute Küche“ im Rooftop-Restaurant in Mannheims Szeneviertel Jungbusch

Weingenuss mit Hafenflair über den Dächern von Mannheim

Weingenuss mit Hafenflair über den Dächern von Mannheim

 Im „Little Istanbul“ findet man Mannheims Orient

Bunt. Südländisch. Pulsierend! Laut knattert ein Moped an mir vorbei. Überall stehen Menschen in kleinen Grüppchen wild gestikulierend zusammen. Lautes Lachen dringt an mein Ohr. Kinder spielen auf dem Marktplatz Fangen, aus den Barber Shops dröhnt Musik. Geschäfte mit üppigen Schmuckauslagen wechseln sich mit prachtvollen Hochzeitskleidern in den Schaufenstern ab. Aus den türkischen Bäckereien und Restaurants strömen orientalische Gerüche. Die Mittagssonne brennt. Ich verharre, schließe meine Augen und wähne mich in der Türkei. Doch statt am Bosporus stehe ich auf dem Vorplatz der rot-braunen Pfarrkirche St. Sebastian.

Samstägliches Markttreiben vor der Pfarrkirche St. Sebastian

Frisches Gemüse und Produkte aus der ganzen Welt

Mannheims Orient liegt in den Quadraten nördlich und westlich des Marktplatzes, genau genommen bei G 1, H 1, G 2 und H 2. Ich flaniere über den samstäglichen Markt mit seinen 60 Markthändlern, staune über die Vielfalt der angebotenen Waren und frischen Produkten. Am Ende des Platzes taucht man ein in die Welt von Baklava und Apfeltee. In Straßencafés wird starker Mokka serviert. Bei Tas Firini Uzun Imbiss-Bäckerei steht sogar der erste anatolische Steinofen in Deutschland, wie ich erfahre. Pide und Lahmacun werden darin stets frisch zubereitet. Bekannt sind sie für die beste Linsensuppe der Stadt. Im Restaurant Istanbul und im Restaurant Lale am Rande des Marktplatzes wird dafür Fisch oder Kebap vom Holzkohlegrill zubereitet.

Herzhaft und frische türkische Gerichte vom Holzkohlegrill gibt es im Restaurant Istanbul am Marktplatz

Bäckereien, Barber Shops, Brautmoden und Schmuckläden – in „Little Istanbul“ in Mannheim trifft man am Markt alles gebündelt

Auch multikulti: „Fish and chips“ in Monnem türkisch interpretiert

Weiter der Straße entlang entdecke ich Paşa Pastane und bin überwältigt von der verlockenden Auswahl an herzhaften und süßen Backwaren. Während Mama köstliche Brote frisch am Ofen zaubert, suche ich mir mit Papa und Tochter ein süßes Mitbringsel aus.

Frisches Gebäck im Paşa Pastane

Wer kann da widerstehen?

Papa und Tochter des Paşa Pastanes im Einsatz

Teatime in dem größten original chinesischen Teehaus in Europa

Ich lasse die Türkei hinter mir und reise nach China. In Mannheim muss man dafür nur den Luisenpark aufsuchen. Er ist die größte Gartenanlage Mannheims und bietet eine Vielzahl an Spielplätzen und Attraktionen. Gerade befindet sich die Anlage teilweise im Umbau und macht sich fein für die Bundesgartenschau BUGA23.
Es ist heiß heute und ich genieße die schattigen Plätze des Parks. Mit diesem Gedanken war ich allerdings nicht allein. Die grüne Lunge der Stadt ist beliebt und zwischen Wasserspielen, Gondolettas, saisonalen Themengärten flanieren die Mannheimer mit Kind und Kegel.

Luisenpark ist der größte Stadtpark von Mannheim

Luisenpark ist der größte Stadtpark von Mannheim

Der Luisenpark bietet viel Freizeitmöglichkeiten und macht sich gerade chic für die kommende BUGA 23

Der Luisenpark bietet viel Freizeitmöglichkeiten und macht sich gerade chic für die kommende BUGA 23

Auf der Suche nach den Elefanten

Mit Blick auf den Fernmeldeturm zur Orientierung suche ich den Chinesische Garten. Er wurde 2001 im Luisenpark umgesetzt. Nach den Lehren des Feng Shui wurde der Garten mit typischen, schlichten Materialien wie Naturstein, Holz, Ziegeln und Fliesen angelegt. Dabei wurde besonders auf Harmonie und Einklang geachtet. Mitten in diesem Garten steht das größte original chinesische Teehaus in Europa. Ich suche mir einen Tisch auf der Terrasse und wähle aus 30 chinesischen Teesorten Sweet Osmanthus Oolong, ein süßlich schmeckender Tee mit Osmanthus-Blüten.

Der Chinesische Garten wurde 2001 im Luisenpark angelegt

Das Teehaus bietet rund 30 chinesische Teesorten zur Auswahl

Teatime auf chinesisch

Sweet Osmanthus Oolong, ein feiner, süßlich schmeckender Tee mit Osmanthus-Blüten

Zum Abschluss meines Besuchs im Luisenpark entdecke ich Mannheim von oben: Vom Fernmeldeturm hat man einen Rundblick auf die Rheinebene bis zum Odenwald. Heute schaue ich von 125 Metern leider noch auf die Auswirkungen des Hochwassers der letzten Tage.

Vom Fernmeldeturm hat man einen Rundblick auf die Rheinebene bis zum Odenwald

Wer findet das Wahrzeichen von Mannheim?

Der Wasserturm ist das Wahrzeichen von Mannheim

Zeitreise nach Frankreich: Das Café Flo verzaubert

Am frühen Morgen verlasse ich die quadratische Innenstadt und entdecke die größte zusammenhängenden Jugendstilanlage Deutschlands! Zwischen 1886 und 1889 wurde der Wasserturm erbaut und in einer wunderschönen Parkanlage in Szene gesetzt. Ich bin ein Fan des Jugendstils und mag die kunstgeschichtliche Epoche sehr. Zwischen Historismus und Industrialisierung hat für mich Jugendstil immer etwas Verträumtes und mit Lebensfreude zu tun. Jugendstil hat für mich stets einen Hauch Extravaganz gepaart mit in Harmonie ausgerichteter Gradlinigkeit und Verspieltheit. Daher bin ich begeistert als ich den Wasserturm mit seinem Park entdecke. Mit Blumen umsäumt steht er imposant und zeitlos schön am Rande der Innenstadt Mannheims. Neben der klaren und zweckorientierten Gestaltung ranken sich leicht verspielt Sandsteinfiguren der griechischen Mythologie entlang des Turms. Es gibt Flanierwege, wo sicher schon vor über 100 Jahren Mannheimer das schöne Leben und die Grünflächen genossen haben und sich von den Wasserbecken und Fontänen haben begeistern lassen. Abends ist das Wahrzeichen der Stadt übrigens phantastisch mit Lichterspielen in Szene gesetzt.
Mit dem Wasserturm kam der Luxus nach Mannheim, denn erst durch ihn war es möglich, dass Mannheimer fließendes Wasser durch den Wasserhahn erhalten haben.

Der Turm und die Anlage ist bei den Mannheimern sehr beliebt

Neben der klaren und zweckorientierten Gestaltung ranken sich leicht verspielt Sandsteinfiguren der griechischen Mythologie entlang des Turms

Die Jugenstilanlage des Parks wird von den Arkaden umrankt

Es beginnt zu regnen und ich flüchte mich an der Kaskade vorbei unter den überdachten Teil der Parkanlage. Ich steuere die umgebenden Arkaden an, die wie eine Umarmung das schöne Fleckchen umgeben. Trockenen Fußes entdecke ich phantastische Restaurants und vor allem viele, gemütliche kleine Cafés. Mein Spaziergang ist eine Zeitreise!
Im vollsten Café ergattere ich einen Platz mit bestem Blick auf den Wasserturm und sitze  geschützt unter den Arkaden. Ich bestelle stilecht einen Café au Lait und ein Croissant. Hier ist Frankreich in Mannheim zu Hause! Zufällig bin ich in eine Institution Mannheims gestolpert – ich liebe solche zufälligen Entdeckungen. Das Café Flo bezaubert mit französischem Charme. Jürgen Tekath ist Inhaber des Cafés und Florist aus Leidenschaft, berichtet mir Arno, als er mir den köstlichen Café serviert. Das erklärt den prachtvollem Blumenschmuck. Ich spüre seine Liebe und Begeisterung als er mir „sein Café“ zeigt. Es ist im Stil der Belle Époque eingerichtet, wobei fast ausschließlich Originales aus der Zeit verwendet wurde. Bilder von berühmten Gästen lächeln mich von der Lederstrukturtapete an. Lampen alter Zeiten versprühen gemütliches Licht und wunderbares Ambiente mondäner Zeiten. Auch die Speisekarte begeistert mich: Neben einem Frühstücksangebot und klassischen französischen Gerichten gibt es außerdem besondere Tagesgerichte.

Café Flo: Hier ist Frankreich zu Hause!

Beim Café au Lait mit Blick auf das Wahrzeichen Mannheims spürt man mit Arno gleich das frankophile Lebensgefühl!

Das Café Flo ist liebevoll im Stil der Belle Époque gestaltet

Ganz in der Nähe vom Café Flo befindet sich übrigens ein Nachbau des ersten Automobils. Kein geringerer als Carl Benz lässt sich 1871 in Mannheim nieder, gründet hier die Firma Benz & Co und baut 1885 einen dreirädrigen Motorwagen – die Geburtsstunde des Automobils! Mannheim wird zur Pionierstadt der Mobilität und Motorisierung.
Auch die Draisine oder Laufmaschine wird in Mannheim von Karl von Drais erfunden. Um 1820 ist sie häufig im Mannheimer Schlossgarten zu bewundern gewesen. Die hölzerne Laufmaschine ist eine Schlüsselinnovation auf dem Weg zur persönlichen Mobilität – und damit weit mehr als lediglich eine Vorläuferin des Fahrrads und vielleicht auch eine Inspiration für Carl Benz gewesen.
Und noch ein spannendes Ereignis, was ich von Mannheim vorher nicht wusste: Die „mobile Fernfahrt“ ist in Mannheim geboren und wurde von einer Frau – nämlich Bertha Benz – initiiert! Ob es ein Marketinggag war, weiß man heute nicht so genau. Denn erst durch eine Fernfahrt von Mannheim nach Pforzheim, die Bertha Benz 1888 mit ihren 13 und 15 Jahre alten Söhnen in dem Erfinderwagen ihres Mannes unternommen hatte, gab es den Durchbruch zur Erfindung und das Automobil wurde weltberühmt! Damals verschwieg Bertha ihr Vorhaben und im Zeitalter ohne Handy war das ein ganz spezielles Abenteuer! Mehrere Reparaturen waren auf der Fahrt nötig, die die resolute Frau mit Hutnadel an der Benzinleitung und Strumpfband bei der Zündung selbst löste. Erlösend war für Carl die Meldung via Telegramm, dass seine für ihn plötzlich verschwundene Frau wohlbehalten sich aus Pforzheim wieder meldete. Die Bertha Benz Memorial Route ist heute eine deutsche Touristik- bzw. Ferienstraße mit kulturhistorischem Hintergrund.

Carl Benz lässt sich 1871 in Mannheim nieder, gründet hier die Firma Benz & Co und baut 1885 einen dreirädrigen Motorwagen – die Geburtsstunde des Automobils!

Wer wie ich denkt, ein Rosengarten sei ein Rosengarten, ist sehr überrascht, wenn er die Arkaden beim Café Flo Richtung Innenstadt wieder verlässt und plötzlich vor einem roten Sandsteingebäude steht. Statt duftende Blumen ist der Rosengarten Mannheims ein Kongress- und Eventcenter. Das Haus wurde um 1900 als städtische Festhalle im Jugendstil errichtet. Beim Rosengarten handelt es sich um einen alten Gewann-Namen, also um ein Herkunftswort. Das “Rossgewann” war einst der Ort, an dem die Rosse getränkt wurden. Hier war früher der kurfürstliche Reitstall und wurde damals bereits schon „Rossegarten“ genannt, aus dem später dann der „Rosengarten“ im Volksmund wurde.
Beethoven und Mozart zieren die Fassade, um der ursprünglichen Baubeauftragung zu einer Konzerthalle Rechnung zu tragen. Dabei sind die beiden Ausnahmekünstler besonders mit der Stadt zwischen Rhein und Neckar verbunden. Mozart verbindet Mannheim zum einen mit seiner großen Liebe, zum anderen mit den berühmten Musikern der Mannheimer Schule.

Statt duftende Blumen ist der Rosengarten Mannheims ein Kongress- und Eventcenter

Wachmacher und DER Hotspot für Kaffeeliebhaber: Kaffeerösterei Helder & Leeuwen

Du liebst Kaffee? Dann musst Du nach Mannheim! Man könnte sagen, Mannheim ist eine kleine Hauptstadt der Kaffeeröstereien. Schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird in der Quadratestadt Kaffee geröstet. Bis heute haben Kaffeeliebhaber sich hier niedergelassen und bieten neben phantastischem Kaffee auch ausgefallen gute Kaffeeseminare an. So lerne ich die Kaffeerösterei Helder & Leeuwen kennen und lasse mich vom Besitzer Enver mit seinem Barista „der kleine Flo“ bestens informieren und kulinarisch verwöhnen.
Ich entdecke nicht nur köstlichen Kaffee, sondern ich lerne viel über verschiedene Zubereitungsarten, Geschmacksrichtungen und tauche ein in die Welt der Kaffeeröster: Ein Hochgenuss mit fabelhaften Aromen für Gaumen und Nase! Wenn ich neben meiner Tee-Leidenschaft nicht bereits in Kaffee verliebt wäre – spätestens nach dem Seminar und der Kaffeeverkostung mit den beiden wäre ich es. Ihr spürt meine Begeisterung? Da liegt ihr richtig! Daher werde ich Euch bald mit einem gesonderten Blogartikel Eindrücke zu meinem Ausflug in die Kaffeewelt von Helder & Leeuwen geben.

Für Kaffee-Fans und die, die es noch werden: Kaffeerösterei Helder & Leeuwen ist eine außergewöhnliche Kaffeerösterei!

Kaffeegenuss für jeden Geschmack: Bei der Kaffeerösterei Helder & Leeuwen wird jeder Kaffeewunsch und Zubereitungsart geboten.

Der Helder & Leeuwen Kaffeeladen ist für Kaffeeliebhaber quasi eine „Kauf-Dich-glücklich“-Station. Hier gibt es fast alles, was Genussherzen höher schlagen lässt. Neben den genialen Kaffeesorten – wirklich für jeden Geschmack – gibt es beispielsweise auch Tassen, Feinkostartikel und Gewürze, die ich bisher noch nie so entdeckt und probiert habe. Oder kennt Ihr beispielsweise ein belebendes „Fleur de Sel“ mit Kaffee? Die Mannheimerin Sonja Baum kreiert mit Tellergold mit Kaffee von Helder & Leeuwen einzigartige Salze und mehr.

Schon mal Fleur de Sel mit Kaffee probiert? – Tellergold macht`s möglich!

Im Café N3 im Mannheims Quadrat N3, 15 genießt man seinen Kaffee, der ganz persönlich mit individueller Zubereitungsart serviert wird – da bleiben keine Wünsche offen.
Wer nicht auf meinen kommenden Kaffee-Artikel warten möchte, aber bereits großen Genießer-Kaffee-Durst verspürt, der kann glücklicherweise auch online shoppen.

Finca Canchacan: Eine meiner neuen Lieblings-Kaffeeröstungen

Fontanella: Die Königsklasse der Eismanufakturen!

Die Eismanufaktur Fontanella ist eine der besten Eisdielen Deutschlands – wenn nicht von Europa! Ohne Dario Fontanella wäre eine kulinarische Reise durch Mannheim nicht perfekt. Er ist der Erfinder des Spaghetti-Eises, Perfektionist in der Kreation neuer Eissorten und König aromatischer Geschmacksexplosionen. Seine Geschichte ist filmreif. Gespannt lausche ich seiner Stimme und Historie, lasse mich in seine Welt des Genusses und Genießens entführen, verkoste mit ihm einen perfekten Espresso und lasse mich mit auf eine ganz besondere Reise italienischer (Zeit-)Geschichte nehmen. Dario Fontanella-Gregori fasziniert mich. Fast 70 Jahre ist er und schaut mich mit seinen jungen, funkelnden fast spitzbübischen Augen an. Italiener bleiben Italiener und seine Leidenschaft ist mit jeder Faser zu spüren.
Seit fast dreißig Jahren widmet sich Dario Fontanella mit ganzem Herzen und italienischer Leidenschaft der familiären Tradition und der exklusiven Eis-Liebe. Dazu werde ich in einem gesondertem Artikel in Kürze hier im Blog ausführlich berichten. Da werdet Ihr erfahren, was es mit gespachteltem Eis und „quadratischen Eiskugeln“ auf sich hat, wie das Spaghetti-Eis erfunden wurde, was das Geheimnis eines genial schmeckenden Eises ist und warum man grundsätzlich Eis mit einem ganz kleinen Löffel verköstigen sollte.
Heute gestehe ich Euch bereits: An meinem Wochenende in Mannheim gab es nicht einen Tag, an dem ich nicht ein Fontanella-Eis verköstigen musste! Irgendwie führte mich zufällig immer mein Weg an einer seiner Eisdielen vorbei. Seine Eissorten schmecken göttlich und sind in Geschmack, Textur und Cremigkeit für mich unübertroffen! Und natürlich gibt es nur bei dem Erfinder des Spagetti-Eises himself das beste Spagetti-Eis! Seid Ihr in Mannheim dürft Ihr Euch das absolute kulinarische Eis-Highlight nicht entgehen lassen!

Eisgenuss im Quadrat – in Textur, Cremigkeit und Aroma unübertroffen!

Dario Fontanella-Gregori: Der Erfinder des Spaghetti-Eises und für mich der König der Eismanufakturen!

Eis aus der Manufaktur Fontanella: Himmlisch gut!

Warum die Mannemer Dreck lieben

Die Traditions-Konditorei Herrdegen befindet sich im historischen, alten Stadthaus. Als ich das stilvolle Café betrete, ziehen mich verlockend aussehende Torten und Leckereien in ihren Bann. Bringt Zeit mit, um ausführlich die Auslage zu bewundern und vor allem um oben in der ersten Etage Platz zu nehmen. Ich verspreche Euch, dass Eure Kaffeepause dort suggeriert, dass ihr beim Kurfürst höchst persönlich im Schloss eingeladen seid!

Die Traditions-Konditorei Café Herrdegen befindet sich im historischen, alten Stadthaus von Mannheim

Neben Baumkuchen (den ich natürlich als Mitbringsel kaufen muss) steht in der Konditorei überall Mannemer Dreck herum. Es ist nicht das, was es vermuten lässt, sondern eine Spezialität und gleichzeitig ein politisches Statement! Vor gut 200 Jahren erließ der Stadtamtsvorstand, dass „Jedermann mit zwei Reichstalern Strafe belegt wurde, der den im Hause gesammelten Kot mit Kehricht auf die Straße brachte.“ Von dieser Vorschrift inspiriert kommentierte ein raffinierter Bäcker dieses Politikum mit einem neu entwickelten Gebäckstück und drapierte diese „Kothaufen“ in das Schaufenster seiner Bäckerei. Der Mannemer Dreck erheiterte die Passanten und wurde zum Verkaufsschlager. Das Café Herrdegen stellt bis heute nach Originalrezept den Mannemer Dreck her, den Carl Herrdegen Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden haben soll. Geschmacklich ist dieses Gebäckstück mit außergewöhnlicher Geschichte  eine Art Antwort auf die rheinische Lebkuchenvariante. Es schmeckt nach Marzipan, Nelken, Haselnüssen und Mandeln. Wer diese Art von Lebkuchen selbst nach backen möchte, wird bei den Backschwestern mit einem Rezept fündig.

Der Mannemer Dreck hat eine besondere Entstehungsgeschichte

Liebevoll Hausgemachtes im Café Pfau

Kurz bevor ich Mannheim verlasse, suche ich das Café Pfau auf. Inmitten eines Wohnviertels entdecke ich die Oase mit gemütlichem Charme. Wer auf schuckeliges Ambiente und selbst gemachtes in Bio- Qualität steht, sollte unbedingt das Café Pfau besuchen. Mit viel Leidenschaft zum Detail wird hier gebacken und gekocht – das überwiegend mit regionalen und ökologisch angebauten Produkten. Düfte von selbst gebackenem Brot und Kuchen erfüllen das liebevoll gemütlich eingerichtete Café. Wer möchte kann auch veganes Gebäck oder Kuchen ohne Mehl bekommen. Der Clou: Im Café gibt es ein Hofregal, wo man neben seinem Cafébesuch gleich seine Einkaufstour mit erledigen kann. Für ein kleines Café ist die Auswahl groß an regionalen Produkten von frischem Obst und Gemüse über Eier und Nudeln bis hin zu Weinen.

Gemütliches Ambiente und Hofladen gibt es im Café Pfau in Mannheim

Es gibt auch veganes Gepäck oder Kuchen ohne Mehl. Ebenfalls köstlich: Die selbst gemacht Hauslimonade.

Einer der schönsten Biergärten Mannheims: Die Rheinterrassen

Mit dem eScooter bahne ich mir einen Weg aus den Quadraten der Innenstadt. Es ist ein lauer Sommerabend und ich spüre den warmen Fahrtwind. Die Fahrradwege waren bisher prima ausgebaut. Nähe des Hauptbahnhofs bin ich plötzlich ratlos, wie mein Navi mich weiterführen möchte. Radwege verschwinden, vor mir sehe ich nur Gleise. Suchend schaue ich mich nach einem Roller-tauglichen Weg um. Dabei soll mein Ziel nur einen Katzensprung von der Innenstadt entfernt liegen. Aber da ich nicht laufen muss, fahre ich mit meinem Leih-Roller großräumig um das Bahnhofsviertel, umfahre das eindrucksvolle Barockschloss und für mich unerwartet erstreckt sich auf einmal Vater Rhein imposant vor mir.

Mit dem e-Scooter zum Rheinufer

Auf der Rheinpromenade in Mannheim kann man herrlich einen Sommerabend ausklingen lassen

Die Rheinterrassen ist einer der schönsten Biergärten Mannheims

Kinder spielen auf den Wiesen. Am Ufer lässt so manch einer seine Füße im Fluss auf der Suche nach Abkühlung baumeln. Andere werfen ihre Angel aus und versuchen Ihr Fischerglück. Dabei plätschern seichte Wellen ans Ufer, wenn Schiffe sich ihren Weg durch den Rhein bahnen. Weiter hinten entdecke ich die Rheinterrassen mit Mannheims schönstem Biergarten, so heißt es. Rot-weiß-karierte Decken zieren die Holztische. Der Retro-Charme hat was. Ich bin spät dran und hatte glücklicherweise einen Tisch reserviert. Mit Blick auf den Rhein sitze ich unter alten Platanen direkt an der Promenade und schaue auf die gegenüberliegende Parkinsel Ludwigshafens. Faszinierend wie stadtnah und gleichzeitig ruhig man hier eine besondere Auszeit genießen kann.

Flammkuchen mit Ziegenfrischkäse, Rosmarin, Nektarine und Feige und bestem Rheinblick

Prost – auf eine schöne Wochenendreise nach Mannheim!

Klassische Crème Brûlée mit Eis und Früchten pfälzisch interpretiert

„Wieder treffe ich auf Frankreich in Mannheim!“, denke ich mir, als ich die Speisekarte studiere. Die Rheinterrassen verbinden Pfälzer Gerichte und französische Küche. Bistro- statt Sterneküche wird geboten, was zum zünftigen Ambiente passt. Ich wähle einen Spätburgunder und bestelle frischen Flammkuchen mit Ziegenfrischkäse, Rosmarin, Nektarine und Feige. Einen Nachtisch kann ich mir bei der köstlich anmutenden Crème Brûlée mit Eis und Früchten nicht entgehen lassen. Wer möchte genießt den Rheinblick mit exzellenten französischen Käsesorten – so kann man perfekt den Tag ausklingen lassen.

Sonnenuntergang am Rhein – leider mit Gewittererwartung, aber dennoch wunderschön…

Hoteltipp: Im Radisson Blu kannst Du wunderbar und zentral in Mannheim übernachten

Wenn man dem perfekten Abendausklang und Sundowner noch einen drauf setzen möchte und vom Sommergewitter wie ich am Rhein überrascht wird, dann kann man bestens im Radisson Blu Hotel Mannheim seinen Abend verbringen. So war mein Plan, doch leider hatten bei dem Wetterumschwung wohl viele diesen Gedanken. Nach über einer halben Stunde Anstehen, um in der Hotelbar „coronakonform“ meinen Sundowner zu trinken, gab ich auf und kam so nicht zu dem besonderen Erlebnis. Denn das Hotel hat nicht nur die bereits hier erwähnte Kaffeebar BRUE sondern bietet auch mit der ROOF Bar einen Szenetreff über den Dächern Mannheims.
Dafür gab es am nächsten Morgen für mich das Frühstück im SQUARE. Modern und apart eingerichtet speist man im 6. Stock und startet damit wunderbar in den Tag.

Absolute Hotelempfehlung: Das Radisson Blu Hotel Mannheim!

Im Radisson Blu residiert man stilvoll mitten im Stadtzentrum. Alles ist zu Fuß zu erreichen, gleichwohl ist man fern der Großstadt-Hektik. Der Hotelservice ist sehr freundlich. Mein Zimmer war traumhaft! Im Erkerfenster habe ich es mir vor dem Schlafengehen in einer Kissenlandschaft gemütlich gemacht, das Treiben in der Sommernacht mit Mannheim unter mir beobachtet und phantastisch bei einem Tee den Tag ausklingen lassen.
Bei allem Schnickschnack und Luxus, den ich durchaus liebe, sind Betten in einem Hotel für mich immer noch das Wichtigste. Auch hier wurde ich nicht enttäuscht: Ich habe geschlafen wie ein Engel! Die stylische Dusche mit offener Glasfront zum Bett muss man mögen, wenn man zu zweit reist. Persönlich mag ich den coolen, angesagten Style – bevorzuge bei Reisen zu zweit allerdings Privatsphäre. Wie in 9½ Wochen kann ich halt keinen Astralbody bieten, so dass ich bei der Dusche dann doch eher für mich alleine als auf dem Präsentierteller bin. An mir ist halt keine Kim Basinger verloren gegangen. Anyway: Man kann Mann ja immer mal zur Duschzeit losschicken, Besorgungen zu machen!

14 weitere coole Tipps, was man in Mannheim noch unternehmen kann

  1. Mannheim bietet schöne Erlebnispakete an: So kann man beispielsweise mit einem Kurpfalzkorb auf einem NahTOUR Ausflug picknicken gehen oder eine besondere Gastrotour buchen.
  2. Lasst Euch durch das Barockschloss Mannheims führen.
  3. Begebt Euch auf eine Shoppingtour auf der Einkaufsmeile „Kapuzinerplanken„.
  4. Ihr liebt Streetart? Dann begebt Euch in Mannheim auf eine KulTOUR-Reise „Stadt – Wand – Kunst„! Die Entdeckungen der Urban Street Art durch Mannheim lohnt sich und ist zu Fuß oder mit einem Miet-Fahrrad oder Roller gut möglich.
  5. Taucht in das coole Szeneviertel Jungbusch ab – und vielleicht tanzt ihr bis in den nächsten Morgen…
  6. Als Kunstliebhaber solltet Ihr das Kultur-Highlight, die Kunsthalle Mannheim nicht verpassen oder:
  7. Einen musikalischer Kulturgenuss im Rosengarten erleben.
  8. Eine entspannte Tour zum Thema Arbeit gibt es im Landesmuseum für Technik und Arbeit: Das Technoseum.
  9. Die Jesuitenkriche besticht mit barocker Pracht und schönem Schillerplatz direkt vor der Kirche.
  10. Auf der Terrasse des Designhotels Speicher 7 direkt am Wasser unter Strohschirmen sitzen und dem Treiben des zweitgrößten Binnenhafens Deutschlands zuschauen.
  11. Wer dem Wasser nah sein möchte unternimmt eine kleine oder große Hafenrundfahrt oder eine sicher interessante Industriehafenrundfahrt in der Dämmerung.
  12. Wer Mannheim intensiver vom Wasser aus genießen möchte, kann bei der Kurpfalz Personenschifffahrt an Bord gehen.
  13. Einer der jüngsten Ausnahme-Sterne-Köche servierte auf dem Dach des Modekaufhauses Engelhorn eine besondere kulinarische Welt. Leider ist Tristan Brandt nicht mehr dort anzutreffen, allerdings ist der Dachgarten immer noch einen Ausflug wert.
  14. Lust auf eine Reise zum Mond? Oder lieber mal über die Milchstraße spazieren? All das ist im Mannheimer Planetarium möglich.

Noch mehr Lust auf Mannheim? Meine gesamte Reise mit detaillierten Eindrücken habe ich in einer Insta-Story als Highlight festgehalten. Schau mal hier vorbei: Vielweib on Tour auf Instagram.

Übersichtskarte

Offenlegung*: Meine Recherchereise wurde durch die Tourismus Stadt Mannheim GmbH unterstützt – ganz herzlichen Dank dafür! Für die Recherchereise erhielt ich ein Honorar, daher ist dieser Artikel mit „Werbung“ zu Beginn gekennzeichnet. Meine Meinung bleibt wie immer die eigene und wurde durch das Honorar nicht beeinflusst.

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2 Kommentare

  1. Monika Breiden

    Hallo Tanja,
    ist das schön, das Du wieder unterwegs bist und Dein Bericht macht wirklich Lust darauf, auch mal selber wieder etwas Schönes zu unternehmen- ich bin froh, das es Dir wieder so gut geht!
    Liebe Grüße aus Braunschweig von Moni

    • Danke Dir liebe Moni :-)
      Es folgen wider neue Reiseberichte in den nächsten Wochen und es ist schön Euch wieder mitnehmen zu können und so treue „Fans“ zu haben :-) Danke Dir!

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