Die bezaubernden Orte von César Manrique auf Lanzarote

Staunen! Inne halten, bewundern! Träumen! Natur genießen und die Seele baumeln lassen… All das spielt sich bei mir ab, wenn ich heute durch die von César Manrique gestalteten Orte auf Lanzarote spaziere. Er hat im Einklang mit der Natur wahrlich Einmaliges geschaffen! Allein das zu sehen und zu erleben, ist schon eine Reise nach Lanzarote wert!

Wer war César Manrique?

Das Lanzarote auf meiner Reise-Bucketlist wanderte, ist ihm zu verdanken. Ich habe Geschichten über ihn gelesen, Bilder seiner Kunst und seiner architektonischen Werke gesehen und wusste: Da muss ich hin! Vorher war mir César Manrique völlig unbekannt, dabei ist er wohl der bekannteste Sohn der kanarischen Insel. Er war Künstler, Architekt und ein Visionär. Er hat mit seiner Kunst und Ideen im Einklang mit der Natur überall auf Lanzarote Spuren und seine Note hinterlassen.
Der Insulaner bereiste die Welt und kehrte letztlich zurück auf seine Heimatinsel Lanzarote. Die touristische Entwicklung boomte in Italien und Spanien. Als auf Mallorca eine Bausünde nach der nächsten umgesetzt wurde, gestaltete Manrique parallel zu dieser Entwicklung neue Konzepte mit Ästhetik in Harmonie mit Kunst und Kultur. Seine Grundidee war, Landschaft und Natur zu entdecken und zu nutzen, ohne sie zu zerstören. Seine Raumgestaltungskonzepte sind weltweit einmalig. Seinem Engagement und seinen künstlerischen Installationen ist es zu verdanken, dass das kanarische Eiland nicht im Massentourismus unterging und keine Hotelbunker Lanzarotes Küsten verschandeln. Seine nachhaltigen Bauprojekte sind mit dafür verantwortlich, dass die komplette Insel Lanzarote 1993 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Leider hat das César Manrique nicht mehr erlebt. Er starb ein Jahr zuvor bei einem Autounfall.

César Manrique ist der wohl bekannteste Sohn der kanarischen Insel. Er war Künstler, Architekt und ein Visionär.

Manrique gestaltete seine Heimatinsel auf seine Art und das ist bis heute erhalten geblieben. Aus seinen Kunstwerken werden Sehenswürdigkeiten. Viele (architektonische) Installationen und Bauwerke auf Lanzarote tragen seine Handschrift. Fast alle Orte lohnen einen Besuch. Kunstkenner oder Kunstliebhaber muss man dafür nicht sein. Das, was und wie er es geschaffen hat, berühren einfach. Folgende Orte des kanarischen Künstlers haben wie ich finde eine besondere Anziehungskraft. Zu einigen werde ich Euch noch in gesonderten Artikel berichten und wunderschöne Fotos zeigen. Meine ursprüngliche Idee alles in einem Artikel unterzubringen, würde den Rahmen sprengen. Daher hier zunächst für Euch ein Quick-Check und Überblick:

Jameos del Agua ist eines schönsten Sehenswürdigkeiten von Lanzarote.

Jameos del Agua

Jameos del Agua ist eines der schönsten Sehenswürdigkeiten von Lanzarote. Diese Kunst- und Kulturstätte ist einmalig! Es ist eine Lavahöhle. César Manrique schuf an diesem wundervollen Ort eine Konzerthalle und Begegnungsstätte. Dabei ist die umgebende Natur die dominierende Hauptattraktion. Bei einem Besuch verliert man sich in die Schönheit der Anlage. Ich kann mich nicht entscheiden, ob die Lagune, die Höhle mit den besonderen Krebsen, der Pool mit umrahmten Felsen oder die Konzerthalle mich mehr begeistert. Jameos del Aqua ist ein Must-have auf Eurer Lanazrotereise!

Die Lagune im Jameos del Agua beherbergt besondere Krebse.

Blogartikel zur Lavahöhle Jameos del Agua:

Die sensationelle Lavahöhle Jameos del Agua

Mirador del Río

Ihr möchtet einen grandiosen Ausblick genießen? Auf fast 500 Metern, auf dem Famarakliff liegt Mirador del Río. César Manrique hat in seiner charakteristischen Kunstart diese Anlage mit architektonischen Besonderheiten kreiert. Der Panoramaausblick ist atemberaubend. Man sieht neben Bergzügen auch die kleine Nachbarinsel La Graciosa.

Bei Mirador del Río, 500 Meter oben auf dem Kliff, gibt es einen Ausblick vom Feinsten! Unbedingt zeit zum Seelebaumeln lassen einplanen.

Fundación César Manrique

Als César Manrique nach seiner Rückkehr aus New York sich wieder auf seiner Heimatinsel Lanzarote niederlässt, baute er sich dieses einzigartige Haus, welches er selbst 20 Jahre bewohnte. Natürliche Vulkanblasen, die mit kleinen Tunneln verbunden sind, bilden die Basis des Hauses. Diese gestaltete er künstlerisch zu einem Wohnraum um – quasi eine Kellerwohnung der Luxusklasse. Heute ist seine Wohnung zu einem Kunstwerk geworden und kann als Fundación César Manrique besichtigt werden.

Sein Wohnhaus, die heutige Fundación César Manrique, bietet künstlerische und ganz private Einblicke in das Leben und Schaffen des Künstlers.

Jardín de Cactus

Eine stachelige Angelegenheit ist der Jardín de Cactus. Der Kakteengarten wurde von Manrique zusammen mit Jesús Soto entworfen. Es ist sein letztes großes Werk und wurde 1990 eröffnet. Bei einem Besuch entdeckt man verschiedenste Kakteenarten und kann auf einer Anhöhe mit Blick auf den gesamten Garten für einen Kaffee auf einer offenen Terrasse einkehren.

Stachelig wird es im Jardín de Cactus – ebenfalls ein Ort, der von Manrique konzipiert und geschaffen wurde.

Casa Museo César Manrique

Das Casa Museo César Manrique in Haría fand ich ehrlicherweise etwas enttäuschend. Man darf vom Innenraum keine Fotos machen – vielleicht, weil man nicht so viel sieht? Der Künstler begann 1986 mit den Renovierungsarbeiten an diesem alten Bauernhaus. Er wohnte hier bis zu seinem Tod. Es ist irgendwie ein komisches Gefühl, durch die privaten Schlafzimmer von César Manrique zu laufen. Vielleicht bin ich auch eine Banausin, der Besuch hat mich nicht wirklich angesprochen. Den Außenbereich könnte ich mir allerdings durchaus selbst für ein kleines Häuschen im Süden gefallen lassen.

 

LagOmar

Wenn Ihr in Haría seid, dann besucht auf jeden Fall das LagOmar. Ich war nicht da, werde es aber nachholen, weil mir viele davon vorgeschwärmt haben! Das LagOmar ist ein Museum und eine einzigartige Wohnanlage in einem ehemaligen vulkanischen Steinbruch in Nazaret auf Lanzarote. Der Name verweist auf den Schauspieler Omar Sharif, der das Traumhaus ein paar Stunden lang besessen und beim Kartenspiel sogleich wieder verspielt hat. Das LagOmar wurde in den 1970-er Jahren nach den Plänen von César Manrique und Jesús Soto gebaut. Übrigens: Auch wenn bei vielen Architektonischen Kunstwerken, es immer heißt, es hat César Manrique kreiert, dann stimmt das nur zum Teil. Jesús Soto war meistens mit von der Partie, aber leider hat er nicht die Berühmtheit – warum auch immer – wie Manrique erreicht.

Lanzarote ist das Land der „Feuerberge“ („Montanas del Fuego“).

El Diablo

El Diablo – „Der Teufel“, so hieß das Restaurant von César Manrique. Richtig gelesen, der Künstler war auch Gastronom. 1970 eröffnete die Location mit einem fantastischen Ausblick inmitten des Timanfaya Nationalparks. Es ist wunderbar einen Kaffee mit Blick auf die „Feuerberge“ („Montanas del Fuego“) zu genießen – und der Kaffee ist wirklich fantastisch. Von der Rundfahrt durch dieses außergewöhnliche Stück Natur werde ich Euch noch berichten.

1970 eröffnete Manrique sein Restaurant mit einem fantastischem Ausblick inmitten des Timanfaya Nationalparks.

Cueva de los Verdes

Auch die Cueva de los Verdes habe ich empfohlen bekommen, doch leider hatten wir bei unserem Besuch falsche Öffnungszeiten um die Weihnachtsfeiertage eingeplant. Schaut vorher dazu besser auf die Website und plant für einen Besuch mindestens eine Stunde ein. Die Höhle Cueva de los Verdes zählt zu César Manrique ersten Werken, wobei er das Höhlensystem nicht selbst erschaffen hat. Das wäre für den armen Mann sicher zu viel gewesen. Die acht Kilometer lange Höhle hat die Natur vor 3.000 Jahren erschaffen. Manrique nutzte gemeinsam mit Jesús Soto die bizarren Gänge, die vom Lavastrom mit Hohlräumen gezeichnet wurden für ausgefallene Lichtinstallationen und paart den Natur-Kunstraum mit der Möglichkeit einer Konzerthalle. Es muss beeindruckend sein.

Pool im Jameos del Agua

Dies sind nur einige besondere Orte, die von César Manrique geprägt und geschaffen wurden. Die Natur auf Lanzarote erhebt César Manrique zur Kunst. Sein Lebenswerk ist ein Fest für Architektur und Design-Liebhaber. Er hat die kanarische Landschaft entdeckt, sie neu gestaltet und das, ohne sie zu zerstören! Ich fand die Reiseerlebnisse beeindruckend und berichte Euch zu einigen Ausflugszielen bald intensiver.

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Offenlegung: Meine Recherchereise zur Reise für Singles und Alleinreisende nach Lanzarote wurde von sunwave.de Reisen unterstützt – ganz herzlichen Dank dafür! Der Inhalt dieses Artikels ist natürlich von der Einladung unbeeinflusst und spiegelt meine eigene Meinung wider. Für den Beitrag erhielt ich kein Honorar.

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