Panettone: Das Weihnachtsgebäck Italiens auf internationalem Erfolgskurs

Panettone ist das Weihnachtsgebäck der Italiener par excellence. Wenn Ihr einmal richtig guten Panettone verköstigt habt, wollt Ihr kein anderes Weihnachtsgebäck mehr! Blickt in diesem Artikel hinter die Kulissen zum besonderen Event „Panettone ohne Grenzen„, lernt Weltklasse-Konditoren kennen, spürt Hochgenuss auf hoher See und entdeckt ein original italienisches Panettone-Rezept von den Profis für Euch zu Hause.

Der Panettone von Maestro Massari ist weit über Italiens Grenzen berühmt.

Die Geschichte des Weihnachtskuchens

Noch ist der Panettone kein immaterielles Weltkulturerbe. Aber viele Italiener wünschen sich, dass ihr beliebter Weihnachtskuchen diesen Ruhm und Ehre weltweit erreicht. Das Gebäck hat Tradition und Geschichte. Was genau der beste Panettone ist und ob das traditionelle oder modern abgewandelte Rezept die Krönung des Weihnachtskuchen ist, ist in Italien eine Wissenschaft für sich. Aber um welche Aromen und Geschmacksrichtungen es sich im Detail dreht, eines ist allen gemein: Mit viel Leidenschaft und stolz kreieren Italiener ihren Panettone. Persönlich finde ich, dass schmeckt man mit jedem Happen! Bevor ich meine kulinarische Reise auf der Costa Smeralda zum diesjährigen Panettone-Wettbewerb antrete, war mir nicht  bewusst, wie gut ein Panettone schmecken kann und welche Aromenvielfalt dieses Weihnachtsgebäck mit sich bringt. Bisher kannte ich Panettone nur als gekauften Kuchen in Deutschland: Abgepackt, etwas trocken und spröde, Massenware aus dem Supermarkt. Einmal so probiert wollte ich ihn nie wieder verköstigen. Gedanklich habe ich dieses Gebäck neben unserem Stollen geparkt, auch nicht eines meiner liebsten Kuchen. Dass das nach meiner „Panttone-Reise“ sich grundlegend ändern wird, hätte ich nicht gedacht. Denn wie so oft im Leben: Handgemacht ist halt immer die bessere Variante…

Maestro Iginio Massari (rechts) lädt uns zu einem Stück seines köstlichen Panettone ein. Links im Bild ist der Organisator des Event, Fausto Morabito Carioti

Panettone – Es ist nicht einfach nur ein Kuchen…!

Zur Weihnachtszeit gibt es in Italien Panettone und Pandoro, zu Ostern die „Colomba pasquale“. Alle drei Gebäckarten gehören zu den sogenannten „grandi lievitati“, den großen Hefe- bzw. Sauerteig-Gebäcken. Der Pandoro ähnelt optisch dem Panettone. Beide sehen aus wie eine Art Hut mit einer Kuppelform, wobei der Pandoro ursprünglich aus Verona kommt. Die Heimat und die Wiege des Panettones ist Mailand. Das Markenzeichen des luftigen Weihnachtskuchens ist seine große Schachtel, in der er aufbewahrt und gerne verschenkt wird. Um die Herkunft des Panettone ranken sich viele Geschichten. Wie so oft in Italien haben viele Anekdoten mit der Liebe zu tun. Besonders gefällt mir die Geschichte vom adligen Toni, der sich in die schöne Bäckerstochter verliebte. Um sie zu beeindrucken erfand er diesen Kuchen und der „Pan de Toni“, also Tonis Brot war erfunden. Welcher Mythos von den verschiedenen Herkunftsgeschichten auch wahr ist, ein Brauchtum steht bei dem Weihnachtskuchen hinter allem: Seit dem Mittelalter gilt, Weihnachten mit einem besonderem Brot zu feiern. Der Familienälteste teilte damals und auch gern heute noch das Brot im Kreise seiner Lieben zum Weihnachtsfest. Ein Stück wurde dabei stets immer für das nächste Jahr aufbewahrt. Kennt Ihr noch den Hermann Teig bei uns? Der war mal voll im Trend und es verging kein Treffen mit Freunden, wo nicht ein Stück Hermann getauscht oder verschenkt wurde. So ähnlich stelle ich mir die Weitergabe des Panettone als „Gebäck-Kettenbrief“ vor.

Panettone, das ist nicht einfach nur Backen. Wie so oft in der italienischen Patisserie: Konditorenhandwerk ist oft ein Kunstwerk.

Was macht einen vorzüglichen Panettone aus?

Gute Konditoren arbeiten mit absoluter Präzision und Panettone ist kein Gebäck für Ungeduldige. Zwei Dinge, die mich für einen Backvorgang dieses Weihnachtsgebäcks disqualifizieren. Profis beherrschen das! Panettone, das ist nicht einfach nur Backen. Das ist eine Wissenschaft. Dabei kommt es auch auf gute, regionale Zutaten an und man braucht vor allem viel Zeit und Geduld.
Die Basis eines guten Panettone ist ein besonderer Sauerteig. Dieser lockert den Teig. Hefe hat in diesem Weihnachtsgebäck nichts zu suchen. Über einen Zeitraum von mehreren Tagen wird der Sauerteig bei einer ausgeklügelten Luftfeuchtigkeit und Temperatur gezüchtet. Es ist eine Art Weizensauerteig. Oft lese und höre ich von „Lievito madre“ und „Pasta madre“, letztlich sind beides „Mutterhefe“, wie der Italiener sagt. Im Gegensatz zu unseren üblichen Sauerteigen ist die italienische Variante eine milde Weizen-Sauerteigkultur.

Mit italienischer Mutterhefe ist der Teig besonders fluffig.

Leider gibt es noch kein „Duft-Internet“ – aber glaubt mir, der Panettone von Massari reicht umwerfend und aromatisch!

Von außen wirkt der Panettone gerade zu schlicht und unscheinbar – verbirgt innen allerdings einen aromatischen Hochgenuss!

Jetzt kommt Liebe ins Spiel. Der Herstellungsprozess ist sehr aufwändig. Immer wieder wird geknetet, geruht, Mehl und Wasser hinzugefügt, um alles wieder von vorne beginnen zu lassen. Man verwendet feines Mehl und gute Butter. Die erstklassigen Zutaten symbolisieren nicht nur Luxus, sondern stehen auch für elementare Dinge, erfahre ich von Riccardo Bellaera und Iginio Massari, zwei der hochrangigen Jurymitglieder des Panttone-Events auf der Costa Smeralda. Rosinen stehen für Wohlstand und Geld. Das Orangeat symbolisiert die Liebe und das Zitronat die Ewigkeit. Dabei sollen die besten Früchte verwendet werden, vorzugsweise aus Kalabrien und Sizilien. Die richtige Mischung macht es aus. Da hat jeder Maestro gefühlt seine eigene Wahrheit, wie ich auf dem Event „Panttone ohne Grenzen“ erfahre. Auch dürfen ein Hauch Salz und kostbare Vanille nicht fehlen. Zudem ist die Zeit des Knetens und wie oft und wie lange eine italienische Herzensangelegenheit.
Allein diese Symbolik macht mich zum Fan dieses italienischen Weihnachtsgebäcks! Gekrönt wird diese Tradition des in Papiermanschette gebacken Kuchens, dass die Italiener es lieben, den Panettone vorzugsweise zu verschenken. Mit ihm verschenken sie die Wünsche, dass man möglichst Geld, Liebe und Glück für immer erhält.
Die Italiener haben es drauf, oder?

Lasset die Spiele beginnen… Start des Tastings.

Den guten Panettone probieren oder fotografieren-… – kann mich gerade nicht entscheiden.

Mein Kollege Jürgen Drensek hat übrigens auf der Costa Smeralda Kreuzfahrt, auf der auch dieser Panettone Wettbewerb stattfand, eine Filmreportage gedreht für sein Fernseh-Magazin „Was mit Reisen“ auf Welt der Wunder TV. In diesem Feature könnt Ihr nicht nur Iginio Massari im Interview sehen – genauso wie Costas Chef-Patissier Riccardo Bellaera – sondern auch miterleben, welchen kulinarischen Verführungen sonst noch wir während der einwöchigen Kreuzfahrt ausgesetzt waren:

 

Was ist das besondere Event „Panettone senza confini“?

Das Event Panettone senza confini – auf deutsch „Panettone ohne Grenzen“ – wurde das sechste Mal gefeiert und hat sich in diesem Jahr mit der Costa Smeralda einen außergewöhnlichen Rahmen ausgesucht. „Ohne Grenzen“ ist bei diesem Event wörtlich zu nehmen: Das von den Italienern so geliebte Weihnachtsgebäck soll Städte und Grenzen überwinden, international auf Reisen gehen. Wo kann man so eine Idee zu einem Event besser umsetzen als auf einem Kreuzfahrtschiff? Während wir mit dem Luxusliner das europäische Mittelmeer mit Spanien, Frankreich und Italien entdeckten, wurde parallel an Bord der Panettone-Genuss international zelebriert. Eine Woche lang gab es Degustationen und Tagungen rund um die Konditorenkunst des Panettone. Mit Workshops, Interviews,  Expertengesprächsrunden und leckeren Verköstigungen tauchten wir in die besondere Welt dieses aromatischen Weihnachtskuchens ein. Die besten Konditoren Italiens sind mit uns an Bord. Gemeinsam genießen wir mit ihnen exzellenten kulinarischen Genuss und gleichzeitig besondere Momente einer Kreuzfahrt auf dem Flaggschiff der Costa-Reederei. Begleitet wurde Wettbewerb von einer hochrangigen, bekannten Jury der internationalen Spitzenklasse.

Auf dem event an Bord der Costa Smeralda konnten auch Besucher die Auswahl an exzellenten Weihnachtskuchen probieren.

Wie läuft der Panettone Wettbewerb ab?

Sechzig Bäckereien reichen ihren besten Panettone ein, zwanzig haben es davon in die engere Auswahl geschafft. Sie traten in der Eventwoche auf der Costa Smeralda in den kulinarischen Wettstreit. Ziel des Events „Panettone senza confini“ ist es, den besten traditionellen Panettone zu ermitteln. Dafür wurde für eine Vorrunde eine erste Jury zusammengestellt. Sie testeten gemeinsam mit dem Publikum die zwanzig ausgesuchten Kuchen. Während die erste Jury mit Stimmzettel ihren besten Panettone auswählte, hatte ich im Publikum ebenfalls die Möglichkeit, zu kosten und auszuwählen. Auch wenn ich nicht alle der zwanzig Panettones von Italien ausprobiert habe, habe ich zum Ende dieses Veranstaltungsprogramms meinen Coin in meine Favoritenbox gelegt. Die Ergebnisse werden gesondert neben der Fachjury ausgewertet. Maßgeblich ist das Urteil der hochkarätigen Expertenjury, die sich zu einem gesonderten Termin für ihre Auswahl traf. Leider saß ich zu diesem krönenden Abschluss des Events bereits am Flughafen in Rom, konnte aber via Facebook dem Event live folgen.

Das Event auf der Costa Smeralda wurde im großen Stil organisiert und mit viel Presse und TV durchgeführt. Immer mit dabei: Die hochkarätige Jury der Weltklasse der Konditorenkunst.

Auch wenn ich nur wenige Worte italienisch verstehe und mein Verständigungserfolg auf Lächeln, Blickkontakt und Gestik basiert, ist es erstaunlich, wie viel man im Gesamtkontext mit einem Latinum vor ewigen Zeiten doch verstehen kann. Während die Costa Smeralda von Spanien wieder italienische Gefilde ansteuerte, genoss ich den sonnigen Seetag an Deck und es zog mich immer wieder zu den Veranstaltungen des „Panettone senza confini“. DAs war genussvolles Reisen mit kulinarischen Traditionen mal ganz anders!
Man darf gespannt sein, wo das nächste Jahr das Panettone Event seine Heimat findet. Auf jeden Fall ist das Vor-Weihnachtsevent auch für Nicht-Italiener und Genussliebhaber ein Highlight!

Die Nummer 1 des Events „Panettone ohne Grenzen“ sieht schon mal verlockend gut aus.

Eine hochrangige Jury der Weltklasse

Für das Event „Panettone ohne Grenzen“ traf sich die nationale und internationale  “Who is who”-Szene der Patisserie an Bord der Costa Smeralda. Experten, die Spitze der Weltklasse der Konditorenkunst, haben den besten Panettone Italiens gekürt.

Mit in der Jury ist der berühmte Iginio Massari. Er ist in Italien auch bekannt ist als der „Meister der Meister“.

Der 79jährige Maestro Massari hat über weit über 300 Preise und Auszeichnungen verliehen bekommen und backt selbst in seiner Manufaktur genussvolle Weihnachtskuchen.

Iginio Massari ist der „Meister der Meister“ und eine italienische Koryphäe. Weit über 300 Preise und Auszeichnungen hat Massari bereits verliehen bekommen. Der 79jährige ist ein berühmter Konditor und quasi eine italienische Antwort auf unseren Alfred Biolek – nur eben für die hohe Kunst der Patisserie. Er hat eigene Fernsehsendungen und ist in italienischen Kulinarik-TV-Sendungen seit Jahren ein fester Bestandteil. Im Interview und in Podiumsrunden auf dem Costa Flaggschiff anlässlich des Events lausche ich den Worten des Ausnahme-Konditors. Ich genieße seine sympathische Ausstrahlung, entdecke ein leichtes spitzbübisches Lächeln in seinen Augen. Ich bin froh, dass man mir mit Übersetzungen beim Verstehen hilft, denn Iginio Massari hat ein beeindruckendes Wissen und Erfahrung. Man spürt in allen Beschreibungen seine Liebe zum Backen.

Riccardo Bellaera – der „Dessert-Gott“ der Costa! Er ist Corporate Pastry & Bakery Chef der gesamten Costa Crociere. Fotohinweis: Stefan Gericke SONY Deutschland

Der Ausnahme-Pâtissier Riccardo Bellaera räumte 2021 nicht nur viele Preise der Branche ab, sondern bereicherte auch mit seinem Können und Wissen die Jury des Wettbewerbs.

Riccardo Bellaera darf in der hochrangigen Expertenjury nicht fehlen. Seit 20 Jahren arbeitet der Ausnahme-Pâtissier auf hoher See und ist seit 2012 Corporate Pastry & Bakery Chef der gesamten Costa Flotte. Für seine Entwicklungen der Pâtissier-Konzepte ist er bereits mehrfach ausgezeichnet worden. In diesem Jahr räumt der Sizilianer die höchsten Preise der Szene ab und bekommt den World Pastry Star verliehen. Darüber hinaus wird Riccardo Bellaera mit dem Titel „Luxury Pastry in the World“ ausgezeichnet, weil er die Konditorei der Kreuzfahrt revolutioniert und damit das Konditoren-Handwerk an Bord als Kunst in die „Haute Patisserie“ hebt. In einem Workshop, über den ich Euch noch berichten werde, werde ich Zeuge, wie Maestro Riccardo Bellaera seine herausragende Patisseriekunst mit Hingabe und absoluter Präzision ausübt, dabei noch mit Charme und Witz sein Team instruiert und uns integriert – ein wahrer Dirigent der Konditorei.
In einem gesonderten Pressetermin habe ich die Ehre, Bellaera und Massari beide zusammen zu erleben. Wir dürfen sämtliche Fragen an die Experten richten. Für mich war das unheimlich spannend. Ein wenig des Erlernten ist in diesem Artikel eingeflossen, auch wenn ich sehr schnell meine Grenzen erkannt habe. Beim Kochen kann man durchaus das ein oder andere mit Gewürzen retten. Beim Backen ist absolute Präzision und Disziplin gefragt. Das beeindruckt mich. Allein bei der Sauerteigherstellung bzw. bei der Erläuterung zu Lievito Madre bzw. Pasta Madra der beiden Weltklasse-Experten bin ich mit meinen Chemiekenntnissen schon lächelnd ausgestiegen.
Neben all dem Können und Wissen der Meister fällt mir auf, wie respektvoll und ehrerbietend die beiden Männer miteinander umgehen. Man spürt förmlich, dass die beiden mehr verbindet als die Liebe und Leidenschaft zu Patisserie. Backen verbindet und schafft tiefe Freundschaften.

Backen verbindet und schafft tief gehende Freundschaften, hier: Maestro Riccardo Bellaera mit seinem Maestro Iginio Massari.

Paco Torreblanca sammelte über 150 Auszeichnungen mit seiner Manufaktur und zählt in seinem Fach zu den Besten der Welt.

Die weiteren Jurymitglieder konnte ich auf meiner Reise nicht so intensiv kennenlernen. So habe ich den berühmten Konditormeister Achille Zoia nur kurz sehen können. Er gilt als “Vater” des modernen Panettone-Gebäcks. Mit dabei waren darüber hinaus noch Paco Torreblanca. Er sammelte über 150 Auszeichnungen mit seiner Manufaktur und zählt in seinem Fach zu den Besten der Welt. Auf dem Event wurde ein Film über Torreblancas Kunsthandwerk gezeigt, was in der Darstellung und Anmutung an sich ein einzelnes Kunstwerk war und mich beeindruckt hat. Die Süßwaren des Spaniers sind im Aussehen und Ästhetik eine Extraklasse. Zwar sind für ihn auch das Wichtigste der Geschmack und die Aromen auf der Basis der besten Rohmaterialien, doch ist oftmals seine Gestaltung außergewöhnlich und einzigartig. Durch seine Begegnungen mit Achille Zoia und Iginio Massari erwuchs zwischen den Männern eine Freundschaft und so brachte Torreblanca den  Panettone nach Spanien. Der Konditor- und Chocolatiermeister hat eine Schule eingerichtet, in denen er Ausgewählte neben seiner Passion ausbildet. Die Plätze sind weltweit heiß begehrt.

Thierry Bamas ist Patissier und Chocolatier. Er erhielt u.a. den Titel als „Bester Handwerker Frankreichs“.

Frankreich war mit Thierry Bamas in der Expertenjury vertreten. Der Patissier und Chocolatier erhielt u.a. den Titel als „Bester Handwerker Frankreichs“ und gewann Auszeichnungen auf der Eis-Weltmeisterschaft in Rimini. Seine süßen Kreationen findet man besonders im französischen Baskenland.
Eugenio Morrone ist Weltmeister der Eiscremeherstellung. Panettone gab es auf der Costa Smeralda auch als leckeres Eis zu verkosten, eine besonders gelungene Kreation des Weihnachtskuchens einmal ganz anders. Das beste Eis machen die Italiener. Bereits bei Dario Fontanella aus Mannheim, dem Erfinder des Spaghetti-Eises habe ich erfahren, was ein gutes Eis ausmacht (den Spezialartikel bin ich Euch hier im Blog noch schuldig und wird noch folgen). Beide Italiener folgen den Grundlagen einer fantastischen Eisgestaltung.

Jurymitglied Davide Malizia ist Weltmeister im Kunstzucker, Direktor der Aromacademy.

Weiter mit in der Expertenjury der Königsklasse waren dabei: Vittorio Santoro, der Direktor von Cast Alimenti, der Meisterschule für Konditoren. Piergiorgio Giorilli, ein erfolgreicher Buchautor mit “die Essenz des italienischen Backens” und Leiter der Ambassadeurs du Pain Italia, der einzigen italienischen Schule, die sich ausschließlich der Konditorei widmet. Davide Malizia, der Weltmeister im Kunstzucker, Direktor der Aromacademy, entschied ebenfalls mit bei der Auswahl des besten Panettone, ebenso wie der sympathische Antonio Brizzi, Unternehmens-Chefkoch der gesamten Costa Kreuzfahrtflotte.

Während des Wettbewerbs erfahren wir von der Jury viel Wissenswertes zum Panettone und zum Konditorenhandwerk.

Beim Auswahlverfahren der Vor-Jury beantworten die Experten auch unsere Fragen aus dem Publikum.

Die Wahl der vielen guten ausgezeichneten Panettone war nicht einfach und die Expertenjury machte sich die Entscheidung nicht einfach.

Der Gewinner des Panettone Wettbewerbs 2021

„And the Oscar goes to…“, ähnlich feierlich wurde das Finale des Wettbewerbs auf der Costa Smeralda zelebriert. Ich war leider dafür nicht mehr an Bord, konnte aber auf Facebook live am Flughafen sitzend das Event ein Stück mit erleben. Was mir bereits vorher in den Treffen mit den Maestros aufgefallen ist: Sie schauen erst ausgiebig den Panettone an, begutachten die Optik, brechen ein Stück zaghaft ab, prüfen die Lockerheit des Teiges und schnuppern dann das Aroma des Weihnachtskuchen. Erst dann probiert die hochrangige Jury den Panettone. Mein Blick in die Augen der Maestros verrät mir nicht, welchen Weihnachtskuchen sie bevorzugen. Ein meisterhafter Pokerblick, würde ich sagen, was ich so via iPhone am Flughafen mitbekomme. Letztlich stehen die Gewinner fest:

Aus 60 Panettone wurden 20 vorher ausgewählt und von der Expertenjury mit Fachkenntnis die Gewinner ermittelt.

Panettone des Gewinners 2021: „Pasticceria Delizia“

Gebt es zu, Ihr wollt jetzt auch ein gutes Stück des Weihnachtskuchens, oder?

Ein traditionelles Panettone-Rezept von Iginio Massari & Riccardo Bellaera

Der Panettone, ist in der Herstellung ein nicht gerade einfaches Gebäck, das mal so nebenher zubereitet wird. Also nichts für mich, muss ich zugeben. Eine Back-Queen ist an mir nicht verloren gegangen, ich habe eindeutig andere Qualitäten! Nach meiner Reise habe ich daher Panettone exklusiv vom Maestro Ignio Massari persönlich geordert. Leider war ich mit meiner Bestellung etwas knapp dran, dass ich noch auf Auslieferung warte. Ihr müsst Euch vorstellen: Anfang Dezember war online bis auf wenige, traditionelle Panettone alles ausverkauft. Dieser Weihnachtskuchen in exzellenter Qualität ist in Italien ein Renner! An Bord der Costa Smeralda wurde mir die Ehre zu Teil, vom Maestro Massari höchstpersönlich den Panettone verköstigen zu dürfen. Danach wusste ich, dass ich genau diesen Panettone für gemütliche Kaffeerunden mit meinen Freunden zu Hause haben wollte. Tipp für Euch: Frühzeitig bestellen!
Oder: Ihr seid Backhelden mehr als ich es bin und macht Euch einen Panettone selbst! Maestro Riccardo Bellaera hat mir dieses Rezept exklusiv für diesen Artikel für Euch zur Verfügung gestellt. Das traditionelle Rezept stammt ursprünglich von seinem Meister Iginio Massari. Viel Spaß damit und verspürt damit ein weihnachtliches Italien zu Hause!

Presseshooting wie für einen Star! Im Fokus: Der fantastische Weihnachtskuchen der Italiener: Der Panettone!

Büchertipps: Beste italienische Backkunst für zu Hause

Pasta Madre heißt ein Buch zum besonderen italienischen Sauerteig, der auch im Panettone verwendet wird. In diesem Backbuch findet ihr viele Rezepte zur Mutterhefe.
Neben eigenen TV-Formaten und Sendungen hat Iginio Massari auch Bücher verlegt. Leider gibt es diese nur auf italienisch. Ich hoffe, dass es diese Werke des Maestros auch bald in deutscher Sprache geben wird. Andererseits überlege ich, ob ich mir nicht seine Bücher gönnen und mit Google in kalten Wintertagen selbst übersetzen soll. Sein Können reizt mich. Handsigniert sind die Bücher häufig auf Massaris Website vergriffen, doch über Amazon oder Eurem Buchhändler des Vertrauens könnt Ihr sie beziehen.
Riccardo Bellaera hat leider noch kein Buch verlegt. Kommt man nicht in den Genuss seiner grandiosen Desserts an Bord eines der Costa Kreuzschiffe, so wäre ein Buch für den heimischen Genuss fantastisch – voraus gesetzt, man kann es mit seiner Leidenschaft und hohen Kunst der Desserts aufnehmen. Persönlich glaube ich, dass ich dort an meine Grenzen stoßen würde. Aber ein Buch von ihm und seinen Desserts und Backwaren mit vielen Fotos, gepaart mit Reisefeeling „Italy’s Finest“ von Bord der Costa Crociere wäre ein Coffee-Table-Book zum Träumen und Genießen. Wer weiß, vielleicht findet der World Pastry Star 2021 irgendwann einmal Zeit für solch ein Projekt. Ich würde es mir wünschen.

Costa Smeralda ist das Flagschiff der Costa und ein wahrer Luxusliner.

Noch mehr Lust auf (Kreuzfahrt-)Genuss?

Es gibt im Blog weitere Artikel zu meinen Reisen und Ausflügen auf den Costa Kreuzfahrten. Zwar bietet Costa nicht wie manch andere Anbieter spezielle Genuss- oder Gourmetreisen an, dafür wird aber der kulinarische Genuss auf jeder der Reisen und Schiffe groß geschrieben. Kein Geheimnis, wenn ich Euch verrate, dass die Desserts an Bord von Riccardo Bellaera ein besonderes Highlight sind. Darüber hinaus bietet Costa fantastische Degustations-Ausflüge an. So war ich beispielsweise in Barolo zur Weinprobe oder in Barcelona nach einem kleinen Altstadtbummel in der Markthalle von Barcelona mit anschließendem Kochkurs. Auf dem Schiff hatten wir durch die Pressereise das Glück, an einem besonderen Dessert Workshop mit Riccardo höchstpersönlich teilnehmen zu dürfen (Artikel dazu folgt für Euch bald hier im Blog). Außerhalb der Pandemie-Zeiten, die hoffentlich bald kommen werden, wird das dafür eigens eingerichtete Lab Restaurant dann auch wieder für alle Gäste auf der Costa Smeralda geöffnet sein. Selten habe ich so ein modernes Kochstudio mit feinster Technik gesehen. Dort werden dann wieder spannende Kochkurse angeboten und es gibt sogar extra Kurse für nachhaltiges Kochen.

Riccardo Bellaera im Lab Restaurant und Kochstudio auf der Costa Smeralda mit seinen himmlischen Dessert-Kunstwerken. Diese könnt Ihr alle auch selbst auf einer Costa Kreuzfahrt probieren. Kleiner Tipp: Es lohnt sich! ;-) Fotohinweis: Stefan Gericke, SONY Deutschland

Des Weiteren haben zu dem Event geschrieben: Kirsten von Romane und Reisen und Marc von Bake to the roots.

Offenlegung: Meine Recherchereise ans Mittelmeer und durch Italien wurde von costakreuzfahrten.de unterstützt – ganz herzlichen Dank dafür! An Bord erhielt ich einen Fotoworkshop von Sony.Deutschland. Größtenteils stammen die Bilder im Artikel von der #SonyZVE10.
Der Inhalt dieses Artikels ist natürlich von der Einladung unbeeinflusst und spiegelt meine eigene Meinung wider.
Für den Beitrag erhielt ich kein Honorar.
Ein besonderer Dank geht auch an Riccardo Bellaera für die Rezeptfreigabe und die tolle inhaltliche, fachliche Unterstützung mit seinem besonderen Expertenwissen eines Profis, sowie
seine liebevolle Geduld und Zeit, mir all meine vielen Fragen zu beantworten.

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